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Mittwoch 22.11.2017 – 20 Uhr
Zum 90. Geburtstag von Barbara Rütting (* 21.11.1927)
LIEBE, WIE DIE FRAU SIE WÜNSCHT
BRD 1957 – 93 Min. – s/w – 35mm
Regie Wolfgang Becker
Buch Johannes Kai
Kamera Kurt Hasse – Musik Klaus Ogermann
Mit Barbara Rütting, Paul Dahlke, Thomas Reiner, Harald Maresch, Lucie Englisch

Eine junge Sekretärin (Barbara Rütting) heiratet ihren Chef, einen vielbeschäftigten  Scheidungsanwalt, in der Hoffnung, nach mehreren erfolglosen Versuchen nun endlich ihr vollkommenes Beziehungsglück zu finden, doch fühlt sich schon bald vernachlässigt. Ihr Gefühlsleben einzuordnen hilft ihr Vater (Paul Dahlke), seines Zeichens Sexualforscher im Stile Kinseys, der an die erfolgreiche Berechenbarkeit der Liebe glaubt.

Schon lange bevor er in den 1970ern mit seiner SCHULMÄDCHEN-REPORT-Serie alle Kassenrekorde brach, suchte Produzent Wolf C. Hartwig durch die Behandlung aktueller Sexualthematiken das Publikumsinteresse zu schüren. Damals noch mit ungleich seriöserem Anstrich, denn der Film ist »nicht etwa ein Kapitel Nachhilfe-Unterricht für sitzengebliebene Schüler in Amors Untersekunda« (Die Zeit), sondern – laut Hartwig – »ein ernster Problemfilm, der das erotische Problem um Liebe und Ehe zu lösen versucht.« Freilich nicht ohne spekulative Note: Mehrere besonders brisante Szenen wurden sowohl in vergleichsweise zurückhaltenden Varianten, die den Maßstäben der Freiwilligen Selbstkontrolle entsprachen, als auch in gewagter Manier für Verkäufe ins zügellosere Ausland gedreht.

Früh wurde das Projekt der Presse vollmundig als »der deutsche Kinsey-Film« angekündigt, doch seine Herstellung zog sich unerwartet lange hin und durchlief mehrere abgelehnte Drehbücher, abspringende Finanziers und Regisseure sowie längere Drehstopps. Trotzdem drehte Barbara Rütting mit Hartwig im Anschluss gleich noch zwei weitere Filme, in denen sich die von ihr verkörperten Protagonistinnen mit dem eigenen Begehren arrangieren müssen.

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Donnerstag 23.11.2017 – 19 Uhr
Tüpisch Türkisch
MR. GAY SYRIA
Deutschland/Frankreich/Türkei 2017 – OmU – 90 Min. – digital
Regie Ayse Toprak
Mit Hussein Sabat und Mahmoud Hassin

Ayse Toprak folgt in ihrem Dokumentarfilm zwei schwulen syrischen Flüchtlingen: In Istanbul führt der 24-jährige Friseur Hussein ein Doppelleben als Familienvater und in Berlin unterstützt Mahmoud, der erste syrische LGTB-Blogger, ankommende Flüchtlinge in Deutschland. Beide träumen von der Teilnahme am Mr. Gay World in Malta – in Istanbul organisiert man gemeinsam die Vorauswahl für den syrischen Kandidaten. Ein fröhlicher und trauriger Film über verletzliche und starke Charaktere.

Gespräch im Anschluss

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Donnerstag 23.11.2017 – 21:30 Uhr
Tüpisch Türkisch
WEDDING DANCE
(KASAP HAVASI)
Türkei 2015 – OmU – 103 Min. – digital
Regie Çiğdem Sezgin
Mit Cemre Ebuzziya, Şenay Gürler, Inanç Konukçu, Hakan Karahan

Die Mittvierzigerin Leyla trennt sich – und geht eine Affäre mit dem jüngeren Taxifahrer Ahmet ein. Dieser soll die junge Hülya heiraten und hadert mit allem. Je mehr Leyla die Beziehung auf feste Beine stellen will, desto größer wird die Schande für Mutter, Anverwandte und die Anderen. Sezgins furios gespielter Debütfilm führt die Bruchlinie zwischen Tradition und Moderne mitten durch seine Charaktere.

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Freitag 24.11.2017 – 19 Uhr
Tüpisch Türkisch
A DAMP SQUIB
(GAYIŞ)
Türkei 2016 – OmeU – 75 min. – digital
Regie Özay Kanat
Mit Ugur Can Gürpınar, Izel Kılınc

Ein idyllisches Dorf nahe Dalyan an der türkischen Südküste: Alles ist schön und beschaulich, nichts ändert oder tut sich. Der 20-jährige Gayış lernt die Studentin Aylin kennen und lieben und möchte mit ihr abhauen – fragt sich nur, ob man weiterkommt als bis zum nächsten Dorf. Ein ironisch-lakonisches Filmdebüt.

Gespräch mit dem Regisseur im Anschluss

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Freitag 24.11.2017 – 21 Uhr
Tüpisch Türkisch
INFLAME
(KAYGI)
Türkei 2017 – OmeU – 94 Min – digital
Regie Ceylan Özgün Özçelik
Mit Algı Eke, Özgür Çevik

Die TV-Cutterin Hasret wird in eine neue Abteilung versetzt, wo sie Fake News produzieren muss. Zugleich steigen düstere Erinnerungen in ihr auf, ein Albtraum stellt den scheinbaren Unfalltod ihrer Eltern vor zwanzig Jahren in ein neues Licht. Wahrheit steht in Özçeliks Debütfilm auf schwankendem Grund, für den Einzelnen als auch für das Kollektiv. Die Dystopie spannt einen Bogen vom anatolischen Sivas in den 1990ern bis zum gegenwärtigen Istanbul.

Gespräch mit der Regisseurin im Anschluss

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Samstag 26.11.2017 – 19:15 Uhr
Scope: Werkschau Helmut Herbst – Fantasie und Präzision
Na und? Animation und Wirklichkeit – Die 60er Jahre
BRD 1958-1968, digital und 35mm

Helmut Herbst (geb. 1934) ist einer der einflussreichsten Vertreter des experimentellen Films in Deutschland. Zu Gast im Filmclub 813, stellt er erstmals in Köln eine umfassende Retrospektive seiner Arbeit vor, die sechs Jahrzehnte umspannt. Deutlich beeinflusst vom anarchischen Geist der DADA-Bewegung und der politischen Kunst eines John Heartfield, fühlte er in politischen Animationsfilmen wie SCHWARZ-WEISS-ROT (1964) der Springer-Presse auf den Zahn. Sein gemeinsam mit Marquard Bohm gedrehter Kurzspielfilm NA UND? (1967) ist einer der wenigen deutschen Nouvelle Vague-Filme, die den Namen verdienen. Das selten gezeigte Frühwerk DER KUNSTRAUB ist in einer historischen 35mm-Kopie zu sehen. Dazu: KLEINE UNTERWEISUNG IM GLÜCKLICHEN LEBEN (1963), DER HUT ODER MONDO UOVO (Deutscher Filmpreis in Silber, 1964) und der Werbefilm für die linke Partei ADF, BLASEN (1968).

In Anwesenheit von Helmut Herbst, Moderation: Daniel Kothenschulte

21:15 Uhr
Phänomene zwischen den Bildern
7 einfache Phänomene (BRD 1984, 8 Min., digital)
Dappi-Film No. 1 (BRD 1983, 11 Min., digital)
Zwischen den Bildern – über die Trägheit der Wahrnehmung (BRD 1982, 62 Min., 16mm)

Helmut Herbst war als Animationsfilmer und Filmprofessor auch ein bedeutender Vermittler von Filmgeschichte und Filmtricks. Dieses Programm verbindet zwei seiner schönsten Animationsfilme mit einem abendfüllenden Dokumentarfilm über die Geheimnisse der Filmtechnik, entstanden in Zusammenarbeit mit Klaus Wyborny, Alexander Kluge, Jean-Marie Straub und dem verstorbenen Werner Nekes.

In Anwesenheit von Helmut Herbst, Moderation: Daniel Kothenschulte

23 Uhr
Kunst und Anarchie
Drei Versuche über Anton von Weberns Opus 5, 5. Satz (BRD 1979, 12 Min.)
Eine regnerische Nacht in Potsdam (BRD 1970, 20 Min.)
Happening, Kunst und Protest 1968 (BRD 1981, 79 Min., 16mm)

Helmut Herbst drehte drei lange Dokumentarfilme über die politischen und anarchischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts, über Dada, den Grafiker John Heartfield und den hier gezeigten Essay über die Wiedergeburt und Neuerfindung dieser radikalen Strömungen um 1968. Zwei Kurzfilme zeigen Herbst zugleich als Protagonisten des strukturellen Films, der ebenfalls seine Wurzeln in den Experimenten der 1920er Jahre hatte, als Walter Ruttmann, Hans Richter oder René Clair lyrische Bildmontagen schufen. DREI VERSUCHE ÜBER ANTON VON WEBERNS OPUS 5 ist die spätere Realisierung einer Idee, für die der Filmstudent noch nicht die Mittel hatte. EINE REGNERISCHE NACHT IN POTSDAM ist für Herbst »ein frühes Musikvideo« und in jedem Fall ein Stückchen cinéma pur.

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Sonntag 26.11.2017 – 19:15 Uhr
Scope: Werkschau Helmut Herbst – Fantasie und Präzision
Die phantastische Welt des Helmut Herbst: Science Fiction
BRD 1974-2001, digital
Regie Helmut Herbst

Heute schreiben wir das Jahr 3090 (1974, ca. 10 Min.)
Synthetischer Film oder wie das Monster King Kong von Fantasie & Präzision gezeugt wurde (BRD 1975, 66 Min.)
Container Interstellar (D 2001, 7 Min.)

Wer sich mit der Geschichte des Kinos beschäftigt, hat es immer auch mit der Zukunft zu tun. Einerseits entführten schon einige der ersten Filme von Georges Méliès und seinen Zeitgenossen auf Reisen durch Zeit und Raum. Anderseits sind die Filme stets bedroht von Verfall und Medienwandel. Zwei Science-Fiction-Filme von Helmut Herbst sowie der abendfüllende Dokumentarfilm SYNTHETISCHER FILM, der die gebräuchlichsten Filmtricks im wahrsten Sinne kinderleicht macht.

In Anwesenheit von Helmut Herbst, Moderation: Daniel Kothenschulte

21:15 Uhr
Helmut Herbst und seine Studierenden an der HFG Offenbach 1986 – 2001

Szenen aus Woyzeck , Gruppenprojekt (1986), digital, 15 Min.
T. Mank: Hochhaus (1986), 16mm, 6 Min.
Köster/Schliewe: Anni; Im Winter verhungern die Frösche (1986), 16mm, 19 Min.
M. Kirchberger: Schgaguler (1988), 16mm, 11 Min.
M. Klöfkorm: Goldafter (1991), 16mm, 10 Min.
L. Garmsen: Das ist das Haus vom Nikolaus (1992), 35mm, 11 Min.
H. Winkler: Pool (1993), 16mm, 9 Min.
E. von Platen: Luxus (1995), 16mm, 25 Min.
C. Strauch: Futter (1996), 35mm, 5 Min.
S. Umstätter, M. Liedtke: Arribloc 4000 gibt keine Antwort (1997), 16mm, 7 Min.

Während seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach vermittelte Helmut Herbst mehr als Filmkunst und Technik. Was seine Studentenarbeiten verbindet ist ein unabhängiger Geist, eine Offenheit für anarchische Ideen und eine revolutionäre Warmherzigkeit.

In Anwesenheit von Helmut Herbst u. a., Moderation: Daniel Kothenschulte

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Montag 27.11.2017 – 20 Uhr
Kollwitz neu denken – Käthe-Kollwitz-Preisträger der Akademie der Künste, Berlin
DAS NETZ
D 2003 – teilw. OmU – 121 Min. – 35mm
Buch & Regie Lutz Dammbeck
Kamera Thomas Plenert, Istvan Imreh, James Carman – Musik Jörg U. Lensing
Mit John Brockman, Stewart Brand, David Gelernter, Heinz von Foerster

Zwischen 1978 und 1995 erschüttert eine Serie von Bombenanschlägen die USA. Ziele der Brief- und Rohrbomben sind Manager großer Fluggesellschaften sowie Wissenschaftler verschiedener Eliteuniversitäten, die sich mit der Entwicklung von Computern und Verhaltensforschung beschäftigen. Den Täter tauft das FBI »Unabomber«, ein Computerkürzel aus »Universities« und »Airlines«. 1996 verhafteten FBI-Agenten den ehemaligen Mathematikprofessor Ted Kaczynski in der Wildnis Montanas.

Wieso wandelt sich ein Musterschüler mit einem IQ von 170 zu einem »most wanted« Terroristen? DAS NETZ taucht ein in die Geschichte von Ted Kaczynski und spürt den Einflüssen und Utopien nach, unter denen seine Generation aufgewachsen ist.

Eine Veranstaltung des Filmclub 813 in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, Berlin, und dem Käthe Kollwitz Museum Köln im Rahmen der Ausstellung KOLLWITZ NEU DENKEN.

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Dienstag 28.11.2017 – 20 Uhr
Scope: Werkschau Helmut Herbst – Fantasie und Präzision
Frühes Kino, frühes Fernsehen
BRD 1964-1992, digital
Regie Helmut Herbst

Trailer und Spots, darunter die ersten farbigen Bilder in der ARD (1964-1970, ca. 10 Min.).

Cinegrafik heißt Helmut Herbsts 1962 in Hamburg gegründetes, noch heute bestehendes Studio. Für ihn selbst war die Gründung der Versuch, angesichts der »altbackenen und spießigen deutschen Filmszene der fünfziger Jahre« einen eigenen Weg in die Moderne zu gehen. Der später berühmte Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn holte ihn zum NDR. Auch der HR zählte zeitweise zu den Auftraggebern. Auch die allerersten farbigen Fernsehbilder stammten von Herbst: Zur Einführung des Farbfernsehens 1967 produzierte Cinegrafik die farbige Girlande, mit der die bunten Programme angekündigt wurden. Im selben Jahr formulierte die Hamburger Filmemacher Cooperative, der Herbst ebenfalls angehörte, ihr ästhetisch und politisch radikales Programm und veranstaltete die Hamburger Filmschau.

DIE SERPENTINTÄNZERIN
D/HUN 1992 – 86 Min.
Regie Helmut Herbst
Buch Helmut Herbst, István Kardos
Kamera Sándor Kardos
Mit Karina Fallenstein, Ben Becker, Eva Mattes, Otto Sander

Im Jahr 1905 betreibt Viktor Conrad (Ben Becker) eine der ersten Kinematografen-Buden auf den Jahrmärkten. Dort sieht er selbst die Aufnahmen der taubstummen Tänzerin Olga (Karina Fallenstein) und verliebt sich…

Helmut Herbsts aufwändigster Spielfilm ist eine liebevolle Hommage an die Anfänge des Films, die er auch als Forscher, Entdecker verschollenen Materials und leidenschaftlicher Aktivist für die Bewahrung des Filmerbes gegenwärtig hält.

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Mittwoch 29.11.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
DIE WILDEN ENGEL
(THE WILD ANGELS)
USA 1966 – DF – 86 Min. – 35mm
Regie Roger Corman
Buch Peter Bogdanovich, Charles B. Griffith
Kamera Richard Moore – Musik Mike Curb, Davie Allan
Mit 
Peter Fonda, Nancy Sinatra, Bruce Dern, Diane Ladd, Buck Taylor

Roger »King of the B’s« Cormans läutete 1966 mit DIE WILDEN ENGEL die Welle der Hell’s Angels-Filme ein. Die Motorradgang um den Anführer »Heavenly Blues« verbreitet mit ihrer ausschweifenden Lebensweise Angst und Schrecken. Als Blues mexikanische Mechaniker verdächtigt, sein Motorrad geklaut zu haben, verwickelt er sie in eine wüste Schlägerei. Bei einer wilden Verfolgungsjagd wird »Loser«, ein Mitglied der Angels, von der Polizei angeschossen. Ins Krankenhaus eingeliefert, steht Loser nun eine Anklage bevor – doch er stirbt an seinen Verletzungen. Der Tod seines Freundes verändert Blues… Berühmt-berüchtigt ist die Beerdigungs-Szene gegen Ende des Films, in der die Rocker eine Sex- und Drogen-Orgie in einer Kirche feiern.

»The sometimes shocking events in this incredible movie were based on stories told by the real California Angels, who appear as themselves. Later they sued for defamation!«
(Michael Weldon)

Joan Didion, wache Beobachterin amerikanischer Zustände der 60er, schreibt über Motorradfilme: »Viele von ihnen sind außerordentlich schön mit ihrem Instinkt für das wahre Aussehen des amerikanischen Westens, für die verschossenen Fahnen, die über verlassenen Tankstellen wehen, und die ausgebleichten Straßen in den Wüstenstädten… Die meisten dieser Filme werden mit weniger als 200.000 Dollar hergestellt. In New York laufen sie nur gelegentlich. Und doch stellten die Motorradfilme mehrere Jahre lange eine Art volkstümliche Untergrundliteratur für Jugendliche dar, sie haben ihr Publikum gefunden und einen Mythos fabriziert, der alle unausgegorenen Ressentiments des Publikums exakt zum Ausdruck bringt, alle Sehnsucht nach der äußerst erregenden Erfahrung des Todes. Gewaltsam zu sterben ist »richtig«, ein Aufblitzen. Weiterleben heißt nur, wie Peter Fonda in THE WILD ANGELS hervorhebt, weiter Miete zahlen. Ein erfolgreicher Motorradfilm ist ein perfekter Rorschachtest seines Publikums.«

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Donnerstag 30.11.2017 – 19:30 Uhr (Filmbeginn 21 Uhr!)
Eröffnung LaDOC Lectures – Konferenz Kraftfelder
WESTERN
D/A/BUL/MCO 2017 – 121 Min. – digital
Buch & Regie Valeska Grisebach
Kamera Bernhard Keller
Mit 
Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman A. Letifov, Veneta Frangova

Ein Vermittlungsfilm ist das: Kommunikation ist eine Frage der Intuition. Ein paar knorrige Bauarbeiter aus Deutschland arbeiten fremd im bulgarischen Hinterland. Der culture clash mit den Einheimischen ist vorprogrammiert, doch es ist erst einmal ein beiläufiges Beschnuppern und begieriges Warten darauf, dass jemand seinen move macht. Entstanden ist ein erstaunlicher Hybrid, der geschickt Zuschauererwartungen aufbaut, um sie dann zu unterlaufen und der in einer neorealistischen Studie seine Bestimmung findet.

19.30 Uhr: Begrüßung Christiane Büchner und Carolin Schmitz, Gastgeberinnen (LaDOC)
Sophie Maintigneux, Professorin, Kunsthochschule für Medien Köln
20 Uhr: Werkstattgespräch  mit Valeska Grisebach
Moderation Bettina Braun (LaDOC) und Solveig Klaßen (KHM)
21 Uhr: Vorführung WESTERN
Anschließend Empfang im Kinofoyer

Infos + Anmeldung: www.ladoc.de
Auf Einladung, für Akkreditierte und Abendkasse!
Eintritt: 10,- €, erm. 5,- €
Eintritt frei: Mitglieder des Filmclub, von LaDOC sowie Angehörige, Mitarbeiter und Studierende der KHM Köln.

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Wir sind stolz, bekanntgeben zu können, dass der Filmclub 813 den diesjährigen Lotte-Eisner-Preis des Kinematheksverbundes gewonnen hat.

Die Jury-Begründung:
»Der Filmclub 813 e.V. erhält den Lotte-Eisner-Preis für sein ausgezeichnetes, erfrischend kreatives Programm, das Alt mit Neu, Stumm mit Ton, Kunst mit Pop und Konsenskanon mit Trash verbindet. Der Filmclub 813 liebt, sieht, kuratiert, empfiehlt und zeigt außergewöhnliche Filme (…) in der vorwiegend analogen Vorführpraxis. Sie haben in ihrem Jubiläums-Kinojahr 2016 das erste 813-Non-Stop-Kino-Wochenende mit einem wagemutigen Programm installiert, das sich nicht scheut „L’Etoile de Mer“ (1928) von Man Ray als Vorfilm zu einer 35mm-Kopie von „Der SpongeBob Schwammkopf Film“ aus dem Jahr 2014 zu zeigen. (…) Die Kurator*innen lassen sich von ihrer kritischen (Schau-)Lust und ihrem Kinowissen treiben, abseits eines vermeintlichen Kanons, und bereichern damit das Kinogeschehen. Die „Eisnerin“ wäre angetan von der vorbildhaft cine-enthusiastischen Programmarbeit und differenzierten Auseinandersetzung mit den Medien, Formaten und Inhalten von Film.«
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bei berechtigten Ansprüchen beim Filmclub 813 zu melden.

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