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EIN STEINREICHER MANN muss leider entfallen! Stattdessen zeigen wir:

Die-Mutter-der-Kompagnie-Weiss-Ferdl-Betty-Bird-Grit-Haid

Mittwoch 29.6.2016 – 20 Uhr
Deutsche Lustspiele 1930 – 1932

DIE MUTTER DER KOMPAGNIE
D 1931 – 86 Min. – 35mm
Regie Franz Seitz sr.
Buch Joseph Dalmann, Franz Seitz sr. Kamera Franz Koch Musik Georg Ebner
Darsteller Weiß-Ferdl, Betty Bird, Paul Heidemann, Grit Haid

Ein Exemplar des in Deutschland besonders zu frühen Tonfilmzeiten sehr populären Genres des Militärschwanks, angesiedelt in einer bayerischen Landgemeinde, wo sich eine Kompanie für die Dauer ihres Manövers einquartiert findet.

»Perhaps for the first time in the history of the motion-picture Industry, a German military farce has arrived upon a New York Screen without the almost inevitable romance between some handsome ›Herr Leutnant‹ and a high-born maiden as an offset to the comedy love-making of the enlisted men and their temporary sweethearts. In DIE MUTTER DER KOMPAGNIE (The Company’s Mother), now at the Yorkville Theatre, Weiß-Ferdl, the excellent Bavarian fun-maker, occupies the centre of the stage basically all the time. The love affair between the charming country hotel employee (Grit Haid) and the owner of the hostelry (Paul Heidemann) merely serves as a hazy background for Herr Weiß-Ferdl’s antics as a top-sergeant known as the ›company’s mother‹.«
(The New York Times)

»Weiß-Ferdl lebt hier sein ureigenstes Element mit solch lebendigem Humor und bezwingender Natürlichkeit, dass sein Publikum immer und immer wieder mit stürmischer, gleich ungezwungener Heiterkeit antwortet.«
(Illustrierter Sonntag. Das Blatt des gesunden Menschenverstandes)

im Vorprogramm:
SCHERBEN BRINGEN GLÜCK
D 1932 – 20 Min. – 35mm
Regie Curt Bois
Kamera Hans Karl Gottschalk – Musik Hans J. Salter
Mit Curt Bois, Karin Hardt

»In […] SCHERBEN BRINGEN GLÜCK, der einzigen Regiearbeit von Bois, verheißt bereits der Titel, dass immer erst etwas zu Bruch gehen muss, bevor sich alles zum Guten wendet. Hier ist es eine teure Vase […].«
(Philipp Stiasny, Zeughauskino)

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Donnerstag 30.6.2016 – 20 Uhr
Grüße aus dem Ferienlager
CROPSY
(DIE VERBRENNUNG)
USA 1981 – OF – 90 Min. – 35mm
Regie Tony Maylam
Buch Peter Lawrence, Bob Weinstein
Kamera Harvey Harrison – Musik Rick Wakeman
Mit Brian Matthews, Leah Ayres, Brian Backer, Lou David

Cropsy, der Aufseher des Sommercamps Blackwood, wird bei einem aus den Fugen geratenen Streich völlig entstellt. Jahre später entsteht nicht unweit des Unfallortes ein neues Ferienlager, und auch der just aus dem Krankenhaus entlassene Cropsy schaut wieder vorbei – mit einer Gartenschere im Gepäck …

Der sonnige Slasher vereint etablierte Kräfte wie Make-Up-Meister Tom Savini und Yes-Keyboarder Rick Wakeman mit Newcomern: Das berühmt-berüchtigte Produzentengespann Bob und Harvey Weinstein sowie die spätere Oscargewinnerin Holly Hunter, hier in einer wortlosen Nebenrolle zu sehen, fanden durch CROPSY ihren Einstieg ins Filmgeschäft.

»CROPSY ist ein ungewöhnlich effektiver Horrorfilm in fast jeglicher Hinsicht; ein gefundenes Fressen für alle, die sich wünschen, dass FRIDAY THE 13, PART II ein stärkeres, intelligenteres Skript bekommen hätte. […] Seine größten Stärken sind ein dichtes, schnittiges Drehbuch und die geistesgegenwärtige Versammlung von verlässlichen Talenten sowohl vor als auch hinter der Kamera.«
(Scott Ashlin, 1000misspenthours.com)

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1. 813-Non-Stop-Kino-Wochenende zum 15-jährigen Kinojubiläum (1.7.-3.7.2016)

Der Filmclub 813 begeht heute, am 1.7.2016, sein 15-jähriges Kino-Jubiläum:
15 Jahre „Kino 813 in DER BRÜCKE“
Der Kinosaal in der BRÜCKE ist nun als einziger in Köln seit den frühen 1950ern fast im Originalzustand erhalten. Die Präsentation von 35mm- und 16mm-Filmkopien gehört hier noch zum Alltag! Somit ist dieses Kino – unfreiwillig – zu einem Museumsort geworden; darauf ist der Filmclub 813 sehr stolz. Der Anlass zu einem dreitägigen Non-Stop-Programm einzuladen.
Die Filme sind der Tageszeit angemessen ausgewählt; stilsicher garniert mit Wochenschauen, Kurz- und Kulturfilmen der Zeit und unverzichtbar versehen mit zahlreichen Trailern, so wie es jahrzehntelang üblich war. Dabei sind übrigens auch einige Kinderfilme, aus alten, wie auch neuen Tagen und ganz klassisch eine Stummfilm-Matinee mit Klavierbegleitung am Sonntagvormittag.

Freitag 1.7.2016 – 18:13 Uhr
Umtrunk

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Cinemania

20:13 Uhr
Eröffnungsprogramm
CINEMANIA
USA/D 2002 – OmU – 83 Min. – 35mm
Regie Angela Christlieb, Stephen Kijak
Kamera Angela Christlieb – Musik Robert Drasnin, Stereo Total
Darsteller Jack Angstreich, Eric Chadbourne, Roberta Hill

Ein dokumentarischer Einblick in das Leben fünf New Yorker Cinephiler, die voller Hingabe zeigen, wie Filme zu einer aufregenderen Realität werden können.

im Vorprogramm:
HEUTE PROGRAMMWECHSEL
BRD 1958 – 15 Min. – 35mm
Regie Max Michel

Werbefilm der Projektoren-Firma Friesner & Höpfner. Wie kommt ein Film ins Kino: Von der Herstellung bis auf die Leinwand.

K.I.N.O.
BRD 1968 – 11 Min. – 35mm
Regie & Buch Marran Gosov
Kamera Hubs Hagen, Niklaus Schilling – Musik Erich Ferstl, Laurie Johnson
Darsteller Margit Haberland, Walter Gnilka, Tom Riedl, Marran Gosov

Ein unverfänglicher Kinobesuch wird zu einem verschachtelten Alptraum.

EMELKA-PALAST
BRD 1986, 13 Min., 35mm
Regie & Buch Hans Sachs, Hedda Rinneberg
Kamera Hans Sachs

Augsburg: Ein großer Kinopalast von 1929 wird dem Erdboden gleichgemacht: Die Wehmut vergangener glanzvoller Tage kann dem Pragmatismus der Zeit bis 1985 nicht standhalten.

»Ein gefilmtes Wechselspiel zwischen glanzvoller Vergangenheit und zerstörender Gegenwart …«
(filmportal.de)

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StrangerThanParadise042014OS

22:30 Uhr
STRANGER THAN PARADISE
USA/BRD 1984 – 89 Min. – OF – 35mm
Regie & Buch Jim Jarmusch
Kamera Tom DiCillo – Musik John Lurie
Darsteller John Lurie, Eszter Balint, Richard Edson

Jarmuschs zweiter Autorenfilm, der von der Sehnsucht nach der Ferne handelt. Minimalistisch portraitiert durch die erwartungsvollen Augen dreier Youngsters.

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LIEBESSCHULE BLUTJUNGER MÄDCHEN muss leider entfallen! Stattdessen zeigen wir:

Reifeprüfung auf der Schulbank

01:00 Uhr
REIFEPRÜFUNG AUF DER SCHULBANK
BRD 1982 – 85 Min. – 35mm
Regie & Buch Jan Apfeld
Kamera Günter Lemmer Musik Jack Kruppa
Darsteller Werner Singh, Eleonore Melzer, Dorle Buchner

Da Lehrer Alfred lieber mit seiner Freundin verreisen möchte, anstatt vor der Klasse zu stehen, bittet er seinen Freund, den Callboy Carlo, um Hilfe. Dieser übernimmt mit Freuden den Unterricht in den Fächern Sport und Sexualkunde.

Kameramann Lemmer, Komponist Kruppa und einige der Darsteller von REIFEPRÜFUNG AUF DER SCHULBANK drehten zu Beginn der 1980er hauptsächlich mit Jürgen Enz (HERBSTROMANZE), doch mit Jan Apfeld hat noch ein zweiter Sexfilm-Auteur von ihren Künsten Gebrauch gemacht.

»Bei seiner ersten Unterrichtseinheit verstehen die Schüler den Unterricht offenbar falsch, denn statt zuzuhören, befriedigen sie sich unter der Bank selbst. Auch der Sportunterricht verläuft ähnlich. Eine der Schülerinnen, ›Mausi‹, ist so begeistert von Carlo, dass sie private Klavierstunden bei ihm nehmen möchte. Kurz darauf erscheint Mausi in Carlos Wohnung, in der auch tatsächlich ein Klavier steht, was allerdings die einzige Beziehung zum Klavierunterricht darstellt, denn innerhalb weniger Minuten kommt es zum Geschlechtsverkehr, der in allen Einzelheiten gezeigt wird. Offenbar eilt Carlo nunmehr ein einschlägiger Ruf voraus, denn nach und nach erscheinen mehrere Schülerinnen bei ihm, um ebenfalls ›Klavierunterricht‹ zu erhalten, der natürlich auch auf dem Sofa endet. Schließlich erscheinen eines Tages gleich zwei Schülerinnen, mit denen es zum Triolenverkehr kommt.«
(Bundesanzeiger Nr. 223, 28.11.1987)

im Vorprogramm:
DIE SEX-JÄHRIGEN
BRD 1971 – 9 Min. – 35mm
Regie Stephan Kayser

Die Parodie auf die Sexfilmwelle zeigt, dass auch schon die Allerkleinsten ein Liebesleben haben.

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Gothic

03:00 Uhr
GOTHIC
GB 1986 – DF – 87 Min. – 35mm
Regie Ken Russel
Buch Stephen Volk – Kamera Mike Southon – Musik Thomas Dolby
Darsteller Gabriel Byrne, Julian Sands, Natasha Richardson, Myriam Cyr

In gewohnt unheilvollen Bildern erzählt Ken Russel die Geschichte der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 1816, in der Lord Byron Gäste in sein Schloss am Genfer See einlud und sich gemeinsam mit ihnen berauschenden und morbiden Erfahrungen hingab.

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chelovek-amfibiya

Samstag 2.7.2016 – 11:13 Uhr
DER AMPHIBIENMENSCH
(TSCHELOWEK-AMFIBIJA / ЧЕЛОВЕК-АМФИБИЯ)
UdSSR 1962 – DF – 96 Min. – 35mm
Regie Gennadi Kasanski, Wladimir Tschebotarjow
Buch Alexei Kapler, Akiba Golburt, A. Xenofontow – Kamera Eduard Rosowski
Darsteller Wladimir Korenew, Anastassija Wertinskaja

Dr. Salvator setzt seinem lungenkranken Sohn Fischkiemen ein, um dessen Leben zu retten. In märchenhaften Bildern ist man belustigt und bestürzt zugleich.

im Vorprogramm:
ZAPLJA I SCHURAWL / Цапля и журавль
(DER REIHER UND DER KRANICH)
UdSSR 1974 – OF – 10 Min. – 35mm
Regie Juri Norstein
Buch Juri Norstein, Roman Katschanow – Kamera Alexander Schukowski – Musik Michail Meerowitsch – Sprecher Innokenti Smoktunowski

Die Reiherdame und der Kranich wollen einander heiraten, doch sie sind beide zu stolz, um den Antrag des jeweils anderen anzunehmen. So werben die zwei Liebenden immer weiter umeinander, ohne jemals Erfolg zu haben. Trickfilmmeister Juri Norstein erzählt in melancholisch-nebligen Bildern eine Geschichte von solcher Allgemeingültigkeit, dass man sie auch versteht, wenn sie, wie hier, auf Russisch ohne Untertitel dargeboten wird.

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Alice-1951

13:30 Uhr
ALICES ABENTEUER IM WUNDERLAND
USA 1951 – DF – 75 Min. – 35mm
Regie Clyde Geronimi, Wilfred Jackson, Hamilton Luske
Buch Winston Hibler, Ted Sears u. v. a. – Literaturvorlage Lewis Carroll – Musik Oliver Wallace

Bereits seit den frühen 1930ern plante Walt Disney eine Adaption von Lewis Carrolls Büchern ALICE IM WUNDERLAND und ALICE HINTER DEN SPIEGELN. Nach zahlreichen erfolglosen Anläufen kam sie 1951 endlich zustande – doch weder Kenner der Werke Carrolls noch das anvisierte Familienpublikum konnten sich mit ihr anfreunden. Damit war das Schicksal des Films jedoch noch lange nicht besiegelt: 1968 entdeckte eine neue Generation seine psychedelischen Qualitäten, diverse Wiederaufführungen boten den Kritikern Möglichkeit zur Re-Evaluation, und heute gilt er als das freigeistigste und fabulierfreudigste Disney-Werk sowie als Wundertüte kreativer Animation.

im Vorprogramm:
DO PIVNICE
(IN DEN KELLER)
ČSSR 1983 – 16 Min. – 16mm
Regie Jan Švankmajer
Buch Jan Švankmajer, Joszef Kolber – Kamera Juraj Galvánek
Darsteller Monika Belo-Cabanová, Oľga Vronská, Alexander Letko

Ein kleines Mädchen wird in den Keller geschickt, um Kartoffeln zu holen, und sieht auf dem Weg dorthin ungewöhnliche und verstörende Dinge.
An eine direkte ALICE-Adaption begab sich Jan Švankmajer, der Lewis Carroll als einen Wegbereiter des Surrealismus verehrt und ihm ein intimes Verständnis der Logik von Träumen bescheinigt, erst 1988 mit NĚKO Z ALENKY. Doch schon in DO PIVNICE, der hauptsächlich von traumatischen Kindheitserinnerungen des Regisseurs inspiriert wurde, ist Carrolls Einfluss unverkennbar.

DURCH DEN SPIEGEL
USA 1936 – OF – 9 Min. – 16mm
Regie David Hand
Buch William Cottrell, Joe Grant, Bob Kuwahara – Musik Frank Churchill, Leigh Harline, Paul J. Smith

Disneys erste Annäherung an ALICE: Micky Maus schläft bei der Lektüre von THROUGH THE LOOKING-GLASS ein und träumt von einer bizarren Welt auf der anderen Seite seines Spiegels, in der er magischen Walnüssen und tanzenden Spielkarten begegnet.

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15:30 Uhr
MONTE CARLO RALLYE
(MONTE CARLO OR BUST!)
GB/F/I 1969 – 125 Min. – DF – 35mm
Regie Ken Annakin, Sam Itzkovitch
Buch Ken Annakin, Jack Davies – Kamera Gábor Pogány – Musik Ron Goodwin
Darsteller Tony Curtis, Terry-Thomas, Lando Buzzanca, Walter Chiari, Bourvil, Mireille Darc, Marie Dubois, Gert Fröbe

Die Komödie MONTE CARLO RALLYE spielt in den 1920er Jahren und verfolgt die Anstrengungen von fünf verschiedenen Teams, die bei einem Autorennen als erste das Ziel Monte Carlo erreichen wollen. Jedes Team startet von einem anderen Ort aus und muss sich mit widrigen Umständen aller Art auf dem weiten Weg nach Monte Carlo herumschlagen.

»Überwiegend amüsanter, tempo- und gagreicher Film, der menschliche Schwächen und nationale Eigenheiten ironisch glossiert.«
(Lexikon des internationalen Films)

im Vorprogramm:
KLEINE MONTE CARLO STORY
BRD 1957, 10 Min., 35mm
Regie Eberhard Itzenplitz

Eine der frühesten Regiearbeiten von Eberhard Itzenplitz (HOTEL DER TOTEN GÄSTE, BAMBULE). FSK-Befund: Jugendfördernd!

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18:00 Uhr
DER SAUSTALL
(COUP DE TORCHON)
F 1981 – DF – 128 Min. – 35mm
Regie Bertrand Tavernier
Buch Jean Aurenche, Bertrand Tavernier – Literaturvorlage Jim Thompson – Kamera Pierre William Glenn – Musik Philippe Sarde
Darsteller Philippe Noiret, Isabelle Huppert, Jean-Pierre Marielle, Stéphane Audran

Ein sengend heißer film noir, der aus Jim Thompsons Pulp-Klassiker POP. 1280 eine böse Kolonialismus-Satire macht, indem er den Plot nach Französisch-Westafrika anno 1938 verlegt. Dort wird ein anfänglich gutmütiger Dorfpolizist (Philippe Noiret) von den Demütigungen seiner weißen Mitstreiter dazu getrieben, ein ganz eigenes System von Recht und Ordnung zu entwickeln.

»Tavernier inszeniert schlicht, aber einfallsreich, verspielt und lebendig, und schafft eine pessimistische, auf erschreckende Weise komische Welt: Die moralische Reflexion, zu der sich die Geschichte auswächst, und ätzende Gesellschaftskritik stoßen direkt und unvermittelt auf absurden Humor.«
(Sven Lohmann, schnitt.de)

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20:45 Uhr
Förderverein Filmkultur Bonn präsentiert …
CREATURE FROM THE BLACK LAGOON
(DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS)
USA 1954 – OF – 79 Min. – 35mm – 3D
Regie Jack Arnold
Buch Harry Essex, Arthur Ross – Kamera William E. Snyder, Charles S. Welbourne – Musik Hans J. Salter, Henry Mancini
Darsteller Antonio Moreno, Richard Denning, Richard Carlson, Julie Adams

Eine Gruppe von Geologen wird am Amazonas von einem Kiemenmenschen angegriffen, der ein verschollen geglaubtes Bindeglied zwischen Meeres- und Landlebewesen zu sein scheint. Jack Arnolds Klassiker in nervenaufreibendem 3D!

im Vorprogramm:
THIRD DIMENSIONAL MURDER / MURDER IN 3-D
USA 1941 – OF – 8 Min. – 16mm – 3D
Regie George Sydney
Buch Jerry Hoffman – Kamera Walter Lundin – Musik David Snell
Darsteller Pete Smith, Ed Payson

Ein junger Mann wird in einem Schloss von zahlreichen Kreaturen der Nacht verfolgt.

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23:00 Uhr
AUF DEM HIGHWAY IST DIE HÖLLE LOS
(THE CANNONBALL RUN)
USA 1981 – DF – 95 Min. – 35mm
Regie Hal Needham
Buch Brock Yates – Kamera Michael Butler – Musik Al Capps
Darsteller Burt Reynolds, Roger Moore, Farrah Fawcett, Dom DeLuise, Dean Martin, Sammy Davis Jr.

In Anlehnung an den realen Cannonball Run bricht in dieser bekannten Filmvariante eine Reihe von Fahrerteams in teils ungewöhnlichen Fahrzeugen zu einem Rennen quer durch die USA auf. Der stargespickte Film liefert eine Reihe teils gelungener Selbstparodien und viel Vollgas, lässt aber den Charme seines offensichtlichen Vorbildes EIN AUSGEKOCHTES SCHLITZOHR (Regie: ebenfalls Hal Needham) etwas vermissen.

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01:00 Uhr
SILVIA IM REICH DER WOLLUST / FREUDE AM FLIEGEN
BRD 1977 – 89 Min. – 35mm
Regie Franz Josef Gottlieb
Buch Mia Sorell – Kamera Franz X. Lederle – Musik Gerhard Heinz
Darsteller Corinne Cartier, Gianni Garko, Frits Hassoldt, Olivia Pascal, Betty Vergès

Gelangweilt von ihrer Beziehung zum öden Kurt, lässt sich die junge Silvia durch die Lektüre des Buches „Freude am Fliegen“ dazu anregen, ihre sexuellen Fantasien in die Tat umzusetzen und hoffnungsvoll dem Mann ihrer Träume nach Salzburg, Monte Carlo und an die Riviera hinterherzureisen.

Franz Josef Gottlieb (RUDI, BENIMM DICH!) nutzte Erica Jongs Skandalroman ANGST VORM FLIEGEN als Inspiration für diese sonnige Erotikkomödie im klassischen LISA-Film-Stil.

»[Der Film ist] eine lustige Sache und grundsympathische Angelegenheit mit viel nackter Haut, schönen Locations und gleichzeitig auch ein humorvolles Sittenbild seiner Zeit mit dem Herz an der richtigen Stelle.«
(deliria-italiano.de)

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03:00 Uhr
DIE PRIVATEN NACHMITTAGE DER PAMELA MANN
(THE PRIVATE AFTERNOONS OF PAMELA MANN)
USA 1974 – DF – 83 Min. – 35mm
Regie Radley Metzger (als Henry Paris)
Buch Radley Metzger (als Jake Barnes) – Kamera Paul Glickman (als Marcel Hall) – Musik Robert Rochester
Darsteller Barbara Bourbon, Eric Edwards, Georgina Spelvin, Alan Marlow

Der wohlhabende Mr. Mann hegt den Verdacht, dass seine Frau Pamela ihm untreu ist, und beauftragt den Privatdetektiv Frank damit, sie zu beschatten. Die Untersuchungen von Pamelas ausschweifendem Privatleben führen Frank bald in die entlegensten Winkel von New York.

Der erste der fünf Hardcore-Filme, die Radley Metzger (KAMELIENDAME 2000) unter dem Pseudonym Henry Paris drehte und damit das golden age of porn entscheidend mitprägte.

»A wonderfully self-aware work powered by a smart script, witty dialogue, terrific performances and Metzger’s considerable skill behind the camera, THE PRIVATE AFTERNOONS OF PAMELA MANN takes all the conventions of a typical adult-film and playfully turns them inside out.«
(Jeremy Richey, mooninthegutter.blogspot.com)

im Vorprogramm:
DAS MEISTERSTÜCK
(KAMA SUTRA RIDES AGAIN)
GB 1972 – 9 Min. – DF – 35mm
Regie Bob Godfrey
Buch Stan Hayward – Kamera Paul Whibley – Musik Johnny Hawksworth

Um zu vermeiden, dass das Eheleben zur öden Routine verkommt, üben sich Ethel und Stanley in immer abenteuerlicheren Sexualstellungen.
Zu den größten Fans des oscarnominierten Trickfilms, der das Klischee des verstockten Briten gleichzeitig bestätigt und konterkariert, zählte sich Stanley Kubrick.

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Sonntag 3.7.2016 – 11:13 Uhr
Stummfilm-Matinee
DAS GLÜCK
(STSCHASTJE / СЧАСТЬЕ)
UdSSR 1934 – 66 Min. – 35mm
Buch & Regie Alexander Medwedkin
Kamera Gleb Trojanski
Darsteller Pjotr Sinowjew, Jelena Jegorova, Lidija Nenaschewa, Nikolai Tscherkassow, Michail Gipsi

»Diese bereits 1934 hergestellte, aber erst ein Jahr später freigegebene Satire auf das Schicksal der Bauern vor der Oktoberrevolution und nach Einführung der Kolchosen ist einer der letzten Stummfilme von außerordentlichem Rang. In zahlreichen geistreichen und witzigen Details schildert Medwedkin darin den Weg des ausgebeuteten Bauern Chmyr in die Gemeinschaft der Kolchose, die als durchaus anfällig für Korruption und individuelle Faulheit dargestellt wird. Bemerkenswert und wohl nur erklärbar durch die isolierte Produktionsweise Medwedkins, der beständig mit seinem Kinozug unterwegs gewesen war, ist sein formaler Wagemut in einer Zeit, in der es keine Ausnahme mehr von dem rigide praktizierten sozialistischen Realismus zu geben schien.«
(rororo Filmlexikon)

Klavierbegleitung: Daniel Kothenschulte

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13:00 Uhr
EINE TOLLE HEXE
USA 1971 – DF – 104 Min. – 35mm
Regie Robert Stevenson
Buch Bill Walsh, Don DaGradi Kamera Frank V. Phillips Musik Richard M. Sherman, Robert B. Sherman, Irwin Kostal
Darsteller Angela Lansbury, David Tomlinson, Roddy McDowall

Gemeinsam mit der freundlichen Hexe Miss Price erleben die Geschwister Carrie, Paul und Charlie in deren fliegendem Bett die unglaublichsten Abenteuer. Pünktlich zum Abschluss des EM-Viertelfinales zeigen wir das verrückteste Fußballspiel der Filmgeschichte. Es läuft eine Erstaufführungskopie, die 15 Minuten länger als die bekannte deutsche Fassung ist.

im Vorprogramm:
MEERESKINDER
USA 1938 – 9 Min. – 16mm
Regie Rudolf Ising, Vernon Stallings
Buch Jonathan Caldwell, Pinto Colvig, Maurice Day Musik Scott Bradley

Kleine Meereswesen veranstalten eine Parade am Grunde des Ozeans.

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15:00 Uhr
DER RÄUBER HOTZENPLOTZ
BRD 1974 – 114 Min. – 35mm
Regie & Buch Gustav Ehmck
Literaturvorlage Otfried Preußler Kamera Hubs Hagen Musik Peer Raben, Eugen Thomass Darsteller Gert Fröbe, Lina Carstens, Rainer Basedow, David Friedmann, Gerhard Acktun, Josef Meinrad, Nina Ehmck

In der starbesetzten Verfilmung wird die Geschichte des berühmten Kinderbuches von Otfried Preußler um den gerissenen RÄUBER HOTZENPLOTZ, die Freunde Kasper und Seppel, Großmutters gestohlene Kaffeemühle, einen überforderten Wachtmeister, einen bösen Zauberer und eine gute Fee etwas schwerfällig, aber mit viel Charme zum Leben erweckt.

im Vorprogramm:
LÄRM ZERMÜRBT
BRD 1954 – 11 Min. – 35mm
Regie E. K. Beltzig
Darsteller Gert Fröbe

Herr Fröbe bezieht eine neue Wohnung und wird sogleich von allerlei Lärm belästigt. Ein Kommentator erklärt, wo dieser herkommt, und erläutert die Vorteile moderner Schallisolation.

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17:30 Uhr
DER SPONGEBOB SCHWAMMKOPF FILM
(THE SPONGEBOB SQUAREPANTS MOVIE)
USA 2004 – DF – 87 Min. – 35mm
Regie Stephen Hillenburg, Derek Drymon
Buch Derek Drymon, Tim Hill, Stephen Hillenburg u. v. a. Kamera Jerzy Zieliński Musik Gregor Narholz, Derek Drymon
Sprecher Santiago Ziesmer, Marco Kröger, Eberhard Prüter

In ihrem ersten Abenteuer auf der großen Leinwand müssen SpongeBob und sein bester Freund Patrick die Krone des Neptun wiederfinden – ein surrealer und alberner Spaß für junge und junggebliebene Fans.
Schöpfer der Unterwasserhelden ist übrigens der Meeresbiologe Stephen Hillenburg, der seine Trickfilmleidenschaft zum Beruf gemacht hat.

im Vorprogramm:
L’ÉTOILE DE MER
F 1928 – 12 Min. – 16mm
Regie & Buch Man Ray
Literaturvorlage Robert Desnos Kamera Man Ray
Darsteller Alice Prin, André de la Rivière, Robert Desnos

Ein Seestern ist das visuelle Leitmotiv in diesem frühen Meilenstein surrealistischen Films. Dem legendären Avantgardisten Man Ray zollte man in SPONGEBOB SCHWAMMKOPF Tribut, indem man einen Charakter der Serie nach ihm benannte.

*****

19:13 Uhr
MADEMOISELLE
F/GB 1966 – DF – 103 Min. – 35mm
Regie Tony Richardson
Buch Marguerite Duras, Jean Genet Kamera David Watkin Musik Antoine Duhamel
Darsteller Jeanne Moreau, Ettore Manni, Keith Skinner, Umberto Orsini

Die angesehene Lehrerin eines kleinen französischen Dorfes nutzt unbeobachtete Momente dazu, Brunnen zu vergiften und Weiden zu fluten. Der Taten verdächtigt wird ein italienischer Holzfäller, zu dem sie sich hingezogen fühlt.

Marguerite Duras überarbeitete den schon 1951 begonnenen Drehbuch-Entwurf Jean Genets, und free cinema-Ikone Tony Richardson machte daraus ein formal streng reduziertes, dabei aber höchst sinnliches Porträt unberechenbarer Weiblichkeit.

»[…] was ich an dem Film nicht fassen kann, ist, dass ich ihn riechen kann. Die warme Abendluft, der Holzduft aus dem Wald, das Dorf im Mondlicht, die alten Höfe, alten Leute. Ich rieche Mademoiselles knarrenden Kleiderschrank, wenn sie ihn öffnet, um das chice Kleid und die hochhackigen Schuhe rauszuholen, die sie zu ihren Anschlägen trägt. Die blumengeschmückten Dorfkirchen, den Duft der Bigotterie, den ich erregend finde. Nicht nur ich. Dem Film geht es genauso.«
(Silvia Szymanski, hardsensations.com)

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21:13 Uhr
DAS STUNDENHOTEL VON ST. PAULI
BRD 1970 – 95 Min. – 35mm
Buch & Regie Rolf Olsen
Kamera Heinz Hölscher Musik Erwin Halletz
Darsteller Curd Jürgens, Andrea Rau, Corny Collins, Rudolf Schündler, Michael Maien, Brigitte Mira

Kommissar Canisius (Curd Jürgens) ist in Sorge, da sein Sohn bei einer Demonstration, die er unerlaubterweise besuchte, lebensgefährlich verletzt wurde. Doch trotzdem ruft die Pflicht: Ein Mord in einem Stundenhotel, wo sich die zwielichtigsten Gestalten herumtreiben, erfordert Canisius‘ ganzen Spürsinn.

Rolf Olsen erweist sich einmal mehr als Chefdokumentarist des sündigen Hamburgs. Den verruchten Schauplatz des Stundenhotels nutzt er dazu, das ganze Spektrum unmoralischen Verhaltens, dem man auf St Pauli begegnen kann, zu beleuchten. Und reale Aufnahmen einer Herz-OP gibt’s noch obendrauf. Formvollendete deutsche Krimi-Exploitation in Reinkultur!

im Vorprogramm:
EIN MATROSENABENTEUER IN HAMBURG
D 1909, 2 Min., 35mm

Ein Fragment, das zeigt, wie der Matrose Hinrik gleich nach seiner Rückkehr in die Hamburger Heimat zusammen mit einer Dame ein zweifelhaftes Etablissement aufsucht.

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bei berechtigten Ansprüchen beim Filmclub 813 zu melden.

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