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Freitag 28.4.2017 – 20 Uhr
Buchvorstellung mit Filmen
ÄSTHETIK DES VIRTUELLENZUR GEDANKENPHOTOGRAPHIE VON TED SERIOS
Vortrag von Romeo Grünfelder, Hamburg

Aus Anlass des 10. Todesjahres von Ted Serios präsentiert der Filmemacher Romeo Grünfelder den im Textem Verlag neu erschienenen Fotoband »Ted Serios. Serien« und erinnert so an das »vielleicht bestdokumentierte Medium der Parapsychologie überhaupt.« (Steven Braude).

Ted Serios behauptete in den 1960er Jahren, Gedanken allein mittels psychischer Energie auf Sofortbild bannen zu können. In umfangreichen Experimenten, die unter strengen Laborbedingungen durchgeführt wurden, entstanden über 400 paranormale Polaroids mit diffusen Alltagsmotiven, wie sie überraschender nicht sein konnten. Der Fotoband umfasst bislang unveröffentlichte Serien, die eine beispiellose und bis heute anhaltende Kontroverse zwischen Parapsychologen, Bühnenzauberern, Naturwissenschaftlern und Photographen provozierten.

Einige Séancen mit Ted Serios wurden zu wissenschaftlichen Zwecken auf 16mm-Film und Video dokumentiert. Diese zeigt unter anderem

DETOUR DE FORCE
Österreich/USA 2014 – OF – 30 Min. – digital
Regie Rebecca Baron

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Samstag 29.4.2017 – 20 Uhr
Peeping De Palma
DER TOD KOMMMT ZWEIMAL
(BODY DOUBLE)
USA 1984 – DF – 114 Min. – 35mm
Regie Brian De Palma
Buch Robert J. Avrech, Brian De Palma
Kamera Stephen H. Burum – Musik Pino Donaggio
Mit Craig Wasson, Melanie Griffith, Gregg Henry, Deborah Shelton

Der vom Pech verfolgte Schauspieler Jake erhält plötzlich ein unwiderstehliches Angebot: Er darf umsonst in einem Luxusappartement wohnen, das nicht nur eine tolle Aussicht auf Los Angeles bietet –  sondern auch auf die hübsche Nachbarin gegenüber, die ihm prompt einen Gratisstriptease liefert. Doch schon am nächsten Abend muss er hilflos mitansehen, wie sie brutal ermordet wird …

»Von den […] Opening Credits bis zum Abspann vor dem Hintergrund blutbesudelter Brüste ist dieser Film eine einzige Feier des schlechten Geschmacks. Doch jede Einstellung und jeder Schnitt sitzen perfekt und zahlreiche ausgeklügelte Kamerafahrten beweisen De Palmas inszenatorische Meisterschaft.«
(Gregor Torinus, filmstarts.de)

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Sonntag 30.4.2017 – 19:15 Uhr
Paris mon amour
DIE LIEBENDEN VON PONT-NEUF
(LES AMANTS DU PONT-NEUF)
Frankreich 1991 – DF – 126 Min. – 35mm
Buch & Regie Leos Carax
Kamera Jean-Yves Escoffier
Mit Denis Lavant, Juliette Binoche, Klaus-Michael Grüber

Was Carax hier erzählt, ist im Kern eine simple Liebesgeschichte, die von Alex und Michèle, zwei gebrochenen Outlaws aus dem Unterbauch der Gesellschaft. Doch die Geschichte und die Art und Weise, wie er sie erzählt, sind nicht voneinander zu trennen. So heftig und eruptiv, so extrem und radikal, und dann wieder so zerbrechlich und vorsichtig, wie sich die Begegnung von Alex und Michèle gestaltet, so ist auch der Film in seiner Erzählweise: einerseits eine filmische Bühne der ausufernden Bildeinfälle und großen Emotionen, dabei gleichzeitig eine existentielle Innenschau, bei der Carax an die Grenzen geht – dorthin wo, physischer Schmerz und Liebe untrennbar miteinander verwoben sind.

Der Pont-Neuf, die älteste Brücke von Paris, ist die Bühne des Films, ein Refugium für diejenigen, die vom gesellschaftlichen Treiben der Stadt ausgeschlossen sind oder sich selbst ausschließen.

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Montag 1.5.2017 – 20 Uhr
Tag der Arbeit
DER JOB
(IL POSTO)
Italien 1961 – DF – 93 Min. – s/w – 35mm
Regie Ermanno Olmi
Buch Ettore Lombardo, Ermanno Olmi
Kamera Lamberto Caimi Musik Pier Emilio Bassi
Mit Sandro Panseri, Loredana Detto

Der sechzehnjährige Domenico hat Glück: Er besteht die Eignungsprüfung in einem großen Betrieb und wird angestellt – als zweiter Bürodiener. Immerhin hat er vielleicht eine Lebensstellung und die Möglichkeit aufzusteigen. Der Film entlarvt die Kehrseite dieses Glücks: den trostlosen Alltag im Büro, Missgunst und Frustration der Kollegen, die schale Ersatzbefriedigung eines Betriebsfestes. Eine schüchterne Liebesgeschichte mit Antonietta deutet sich an; aber die strenge Hierarchie des Betriebs und sein Organisationsschema trennen die jungen Leute.

Olmi hat seinen Film wie ein Dokument gestaltet. Das zeigt sich nicht nur in dem Entschluss, Laiendarsteller einzusetzen, es zeigt sich in jeder Einstellung, jeder Sequenz. Da wird nicht gefällig arrangiert, kein Effekt gesucht, nichts karikiert oder parodiert. »So ist es!« sagt dieser Film; und er sagt es leise, ein wenig traurig und bisweilen sanft komisch. Er zeigt das Bild einer Gesellschaft, in der menschliche Arbeitsleistung billig ist, in der man nicht leichthin einen ›Job‹ annimmt, sondern in der man verzweifelt um eine Lebensstellung kämpft – ein Kampf, dem sich alles unterordnet, was human ist. Olmi nimmt dabei, unmerklich streng, die Perspektive seiner Hauptfigur ein, einem heimlichen Flaneur und stillen Rebellen.

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Mittwoch 3.5.2017 – 20 Uhr
Filmmuseum Düsseldorf präsentiert…
DAS GRÜNE LEUCHTEN
(LE RAYON VERT)
Frankreich 1986 – DF – 98 Min. – 35mm
Buch & Regie Eric Rohmer
Kamera Sophie Maintigneux – Musik Jean-Louis Valéro
Mit Marie Rivière, Vincent Gauthier

»Rohmers Film ist die sanfte Chronik eines Sommers, Delphine vom 2. Juli bis zum 4. August: Eine kleine Pariser Sekretärin in ihren 30ern (Marie Rivière), unscheinbar, weil sie sich selbst dafür hält. Sie laboriert noch immer an einer verflossenen Liebe, und kurz vor Urlaubsbeginn hat eine Freundin die gemeinsam geplante Reise abgesagt. Delphine findet keinen Ersatz und hat Angst, dass das wahre Leben, irgendwo anders, ihr entgeht.«
(Fritz Göttler)

»Wer den grünen Lichtstrahl sieht und reinen Herzens ist, der kann in diesem Augenblick in den eigenen Gefühlen und in denen der anderen lesen. […] Rohmers Kino ist, wie das grüne Leuchten, Wissenschaft, Märchen und Zauberei zugleich: Seine Schönheit offenbart sich nur denen, die sehen, suchen, träumen können.«
(Claudius Seidl)

Einführung: Florian Deterding, Filmmuseum Düsseldorf

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Kaurismäen varhainen tuotanto
Zum 60. Geburtstag von Aki Kaurismäki
Ein proletarisches Umfeld, wortkarge Charaktere beiderlei Geschlechts, die sich überwiegend von Kaffee, Zigaretten und Alkohol zu ernähren scheinen, gewürzt mit einer Prise staubtrockenen Humors – das sind seit über 30 Jahren die Zutaten der Filme Aki Kaurismäkis. Anlässlich seines 60. Geburtstags zeigt der Filmclub 813 eine Auswahl aus dem Frühwerk des Regisseurs.

»Arme Leute sind out. Man redet nicht über sie. Aki Kaurismäki jedoch erzählt fast ausschließlich von Habenichtsen, Randexistenzen, Gescheiterten, Unterdurchschnittlichen. Und er erzählt so über sie, als würde sich die Sonne nur ihretwegen jeden Morgen die Mühe machen, aufzugehen.«
(Stuttgarter Zeitung)

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Donnerstag 4.5.2017 – 20 Uhr
Kaurismäen varhainen tuotanto
CALAMARI UNION
Finnland 1985 – OmU – 84 Min. – s/w – 35mm
Buch & Regie Aki Kaurismäki
Kamera Timo Salminen
Musik Aki Kaurismäki, Mikko Mattila, Jone Takamäki, Casablanca Vox
Mit Timo Eränkö, Kari Heiskanen, Asmo Hurula, Sakke Järvenpää, Matti Pellonpää

»Achtzehn junge Männer, von denen siebzehn Frank heißen, versuchen etwas Einzigartiges zu tun: Bedroht von Löffeln, Hämmern, Schreibmaschinen, kuhgroßen Hunden und bösen alten Frauen mit kleinen spitzen Ellenbogen, durchqueren sie eine wilde, gnadenlose Stadt, um an die Küste zu gelangen ›wo man freier atmen kann‹. Der Achtzehnte, der ständig verhunztes Englisch spricht, trägt den finnischsten aller Namen: Pekka. Nur zwei von ihnen gelangen ans Ziel – und stellen fest, wie wenig es ihren Träumen entspricht.«
(Verleihinfo)

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Samstag 6.5.2017 – 20 Uhr
Peeping De Palma
THE UNTOUCHABLES – DIE UNBESTECHLICHEN
(THE UNTOUCHABLES)
USA 1987 – OF – 119 Min. – 35mm
Regie  Brian De Palma
Buch David Mamet
Kamera Stephen H. Burum – Musik Ennio Morricone
Mit Kevin Costner, Robert De Niro, Sean Connery, Andy García, Charles Martin Smith

Im Auftrag der Prohibitionsbehörde will Eliot Ness Al Capone dingfest machen. Damit macht er sich aber auch zahlreiche Feinde, denn Capone hat halb Chicago einschließlich der Polizei und Richter unter seiner Kontrolle. Ness erkennt schnell, dass er nur Erfolg haben kann, wenn er unbestechliche Beamte findet – und er stellt ein ungewöhnliches Team zusammen …

De Palma inszenierte die Jagd auf Capone in kraftvollen, elegischen Bildern und ließ sich dazu von Eisenstein und Hitchcock inspirieren. Unterstützt von einem glänzend  aufgelegten Cast und der aufpeitschenden Musik von Ennio Morricone gelang ihm so ein Comeback an der Kinokasse und bei Kritikern.

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Sonntag 7.5.2017 – 19:15 Uhr
Boulevard der Erinnerung: Tomás Milian († 22.3.2017)
VON ANGESICHT ZU ANGESICHT
(FACCIA A FACCIA)
Italien/Spanien 1967 – DF – 112 Min. – 35mm
Buch & Regie Sergio Sollima
Kamera Rafael Pacheco – Musik Ennio Morricone
Mit Gian Maria Volonté, Tomás Milián, William Berger, Jolanda Modio

Der an einer Lungenkrankheit leidende Geschichtsprofessor Brad Fletcher wird bei einem Überfall von dem Banditen Beauregard Bennet als Geisel genommen. Lehnt Fletcher zunächst noch jegliche Form der Gewalt ab, findet er nach und nach Gefallen an dem Leben als Gesetzloser.

Italowestern. Soziologiestudie. Fesselnd und unglaublich genau beobachtet, wie Menschen ihre Ideale aufgeben und sich verändern. Zugleich Sollimas Statement am Vorabend der Studentenrevolte. Intelligenter war ein Italowestern nie.

»Ein schlauer Film, ein spannender Film, mit vielen formalen Exzellenzen. Der beste der drei Sollima-Western, aber nur knapp! Also anschauen, aber fix … Und grüß mir den Teufel!«
(Christian Kessler, www.buio-omega.de)

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Mittwoch 10.5.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
FLESH + BLOOD
Niederlande/Spanien/USA 1985 – DF – 128 Min. – 35mm
Regie Paul Verhoeven
Buch Paul Verhoeven, Gerard Soeteman
Kamera Jan de Bont – Musik Basil Poledouris
Mit Rutger Hauer, Jennifer Jason Leigh, Tom Burlinson, Jack Thompson

Fürst Arnolfini verweigert seinen Söldnern den verdienten Lohn. Die rächen sich und entführen seine zukünftige Schwiegertochter Agnes (Jennifer Jason Leigh). Das verwöhnte Mädchen kann es gar nicht erwarten, die Jungfräulichkeit zu verlieren. Gefallen findet sie vor allem an Martin (Rutger Hauer). Doch der Verlobte will seine versprochene Frau zurück und jagt die Söldner durch das pestverseuchte Land …

»Als erwachsener Actionfilm bietet Verhoevens Film zwei Stunden prachtvolle Unterhaltung mit einigen herausragenden Einfällen, spektakulären Set Pieces und saftigen Details. Die erste Liebesszene zwischen Steven und Agnes, bei der die beiden eine Alraune unter zwei Gehenkten ausgraben, ist so ein Moment, bei dem sich Verhoeven-typisch das Profan-Abstoßende und das Erhabene treffen.«
(Oliver Nöding, Remember it for later)

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Donnerstag 11.5.2017 – 20 Uhr
Kaurismäen varhainen tuotanto
VARJOJA PARATIISISSA
(SCHATTEN IM PARADIES)
Finnland 1986 – OmU – 76 Min. – 35mm
Buch & Regie Aki Kaurismäki
Kamera Timo Salminen
Mit Matti Pellonpää, Kati Outinen, Sakari Kuosmanen, Esko Nikkari

Mit IM SCHATTEN DES PARADIESES eröffnete Kaurismäki 1986 seine proletarische Trilogie: drei Filme über das triste Leben der Arbeiterklasse, kleine Glücksmomente und mehr oder weniger erfolgreiche Ausbruchsversuche. Im Zentrum von IM SCHATTEN DES PARADIESES steht die Liebesgeschichte zwischen Müllwagenfahrer Nikander (Matti Pellonpää) und Supermarktkassiererin Ilona (Kati Outinen). Der unbeholfenen Annäherung der beiden gewinnt Kaurismäki Momente ab, die manchmal komisch, manchmal zärtlich, manchmal qualvoll sind – häufig auch all das zugleich. Immer aber steht Kaurismäki auf der Seite seiner Protagonisten in ihrem Ringen mit einer kalten, abweisenden Welt.

Im Vorprogramm:
ROCKY VI
Finnland 1986 – 9 Min. – s/w – 35mm
Regie Aki Kaurismäki
Buch Sakke Järvenpää, Aki Kaurismäki, Mato Valtonen
Kamera Timo Salminen – Musik Leningrad Cowboys
Mit Silu Seppälä, Sakari Kuosmanen, Heinäsirkka

Eine ironische Spiegelung des kurz zuvor erschienen ROCKY IV, die gleichzeitig Kaurismäkis Rache an dem von ihm verhassten Sylvester Stallone und das erste Musikvideo der Leningrad Cowboys ist.

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Edgar G. Ulmer, der Verfluchte
Edgar G. Ulmer (1904-1972) drehte über 120 kleine, billige B-Filme, die weit besser inszeniert sind, als Produktionsbedingungen ahnen ließen. Trotz deutlicher Zeit- und  Budgetbeschränkungen entwickelte einen individuellen Stil und nutzte die wenigen Freiheiten, die er innerhalb der eng gesteckten Grenzen hatte. Sein Werk wurde von den Zeitgenossen weitestgehend ignoriert, erst die Cahiers du Cinéma entdeckte ihn in den 50er Jahren wieder. Und nannte ihn »le plus maudite cinéaste« – den verfluchtesten Filmschaffenden.

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Samstag 13.5.2017 – 20 Uhr
Edgar G. Ulmer, der Verfluchte
THE BLACK CAT
(DIE SCHWARZE KATZE)
USA 1934 – OF – 64 Min. – s/w – 16mm
Regie Edgar G. Ulmer
Buch Peter Ruric – Literarische Vorlage Edgar Allan Poe
Kamera John J. Mescall – Musik Heinz Roemheld
Mit Boris Karloff, Bela Lugosi, David Manners, Julie Bishop (als Jacqueline Wells)

Während ihrer Ungarn-Reise lernen Joan und Peter Alison den Psychiater Dr. Werdegast kennen. Als ihr Reisebus von der Straße abkommt, suchen die drei Zuflucht in dem Anwesen von Hjalmar Poelzig. Werdegast und Poelzig verbindet jedoch eine düstere Vergangenheit aus Kriegszeiten.

»THE BLACK CAT ist abwechselnd verwirrend und hypnotisch und lebt von John Mescalls rastloser Kamera – sicherlich die beste der drei Karloff/Lugosi-Paarungen von Universal«
(James Marriott & Kim Newman: Horror. Meisterwerke des Grauens von Alien bis Zombie)

DETOUR
(UMLEITUNG)
USA 1945 – OF – 69 Min. – s/w – 16mm
Regie Edgar G. Ulmer
Buch Martin Goldsmith
Kamera Benjamin H. Kline – Musik Leo Erdody
Mit Tom Neal, Ann Savage, Claudia Drake

Ein Kult-Road-Movie, schon 1987 von Rainer Knepperges und Bernhard Marsch für Köln wiederentdeckt.

»Eines der verstörendsten Meisterwerke in der Geschichte Hollywoods – ein Z-Movie, das als Schauplätze karge Motelzimmer, Imbissbuden und vor allem die halluzinatorisch irreale Rückprojektion endloser Straßen zu bieten hat (sowie einen schmierigen Katatoniker als ›Star‹). Eine Umleitung ins Verderben, ein vom flehenden und höchstwahrscheinlich erlogenen voice over seines armseligen Helden vorwärts-getragener Noir: Auf dem Weg nach Hollywood, zu seiner Geliebten, gerät der Nobody in ein Labyrinth fataler ›Unglücksfälle‹, das in Ulmers minimalistischer Gestaltung zu einem illusionslosen Schattenbild der kapitalistischen Gesellschaft wird.«
(Christoph Huber / Österreichisches Filmmuseum)

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Sonntag 14.5.2017 – 19:15 Uhr
Boulevard der Erinnerung: Christine Kaufmann († 28.3.2017)
90 MINUTEN NACH MITTERNACHT
BRD 1962 – 77 Min. – s/w – 35mm
Regie Jürgen Goslar
Buch Wolfgang Schnitzler – Literaturvorlage Joseph Hayes
Kamera
Klaus von Rautenfeld – Musik Bert Kaempfert
Mit Christine Kaufmann, Martin Held, Hilde Krahl, Christian Doermer

Nach einem nächtlichen Besuch der Bowlingbahn geht die 17-jährige Julie nicht mit ihrem Freund nach Hause, sondern schließt sich dem verschrobenen Nolan, einem flüchtigen Bekannten, an. Dieser wird durch die unverhoffte Situation auf finstere Gedanken gebracht…

Jürgen Goslar orientierte sich für seinen dicht erzählten Krimi an einem Roman von Joseph Hayes, der wenige Jahre zuvor großen Erfolg als Autor von William Wylers AN EINEM TAG WIE JEDER ANDERE hatte, siedelte den Film im amerikanischen Kleinstadtmilieu an und engagierte mit Hauptdarstellerin Christine Kaufmann und Komponist Bert Kaempfert zwei bereits international bekannte deutsche Stars.

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Mittwoch 17.5.2017 – 20 Uhr
Peeping De Palma
RAISING CAIN
(MEIN BRUDER KAIN)
USA 1992 – OF – 92 Min. – 35mm
Buch & Regie Brian De Palma
Kamera Stephen H. Burum – Musik Pino Donaggio
Mit John Lithgow, Lolita Davidovich, Steven Bauer, Frances Sternhagen

»Verfügt ein Mensch über mehr als zwei Identitäten, dann reicht der moralische Imperativ nicht mehr aus. Wie bequem war es noch, zwischen Dr. Jekyll und Mr. Hyde zu wählen! Mit der moralischen Kategorie kann der Kinderpsychologe Carter (John Lithgow) sich jedoch nicht helfen, wenn fünf Identitäten gleichzeitig ins Spiel kommen: der fürsorgende Hausmann, der Bruder Kain, der Vater, der siebenjährige Knabe, die Frau im Mann. Lithgow, der große Shakespeare-Schauspieler, spielt den fünffachen Carter furios. Er verbreitet lähmende Angst und provoziert befreiendes Gelächter.«
(Dietrich Kuhlbrodt, epd film)

»Ein Film, der mit Flashbacks, Off-Dialogen, Traumszenen, Schockmomenten, Erzählbrüchen und den obligatorischen Plansequenzen eine beachtliche Palette an filmischem Einfallsreichtum vorführt und seine eigene Handlung so konsequent konterkariert, dass dem Zuschauer einiges an Aufmerksamkeit abverlangt wird. Jazz in seiner besten Form – selten hat es so viel Spaß gemacht, Herrn De Palma bei der Arbeit zuzuschauen.«
(Rajko Burchardt, from beyond filmblog)

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Donnerstag 18.5.2017 – 20 Uhr
Kaurismäen varhainen tuotanto
HAMLET LIIKEMAAILMASSA
(HAMLET GOES BUSINESS)
Finnland 1987 – OmU – 86 Min. – s/w – 35mm
Buch & Regie Aki Kaurismäki
Kamera Timo Salminen – Musik Elmore James
Mit Pirkka-Pekka Petelius, Esko Salminen, Kati Outinen, Elina Salo

»Der klassische Stoff von William Shakespeare übertragen ins moderne Finnland: ein blutiger Machtkampf an der Spitze eines großen Konzerns. Hamlets Vater ist nicht wie bei Shakespeare König von Dänemark, sondern ein erfolgreicher Großindustrieller. Klaus, ein karrieresüchtiger Untergebener, verjagt ihn, übernimmt seinen Betrieb und heiratet seine Witwe, Hamlets Mutter. Zu allem Überfluss möchte er den Betrieb auch noch auf die Produktion von Gummi-Enten umstellen. Der getötete Konzernchef erscheint seinem Sohn als Geist und bittet ihn, den Mord zu rächen.«
(Verleihinfo)

»Der Industriellensohn Hamlet rächt die Ermordung seines Vaters, beschwört jedoch mehr Unheil als beabsichtigt herauf und geht schließlich selbst zugrunde. Shakespeares Drama als Folie für Kapitalismuskritik, die die Handlungsfäden der Geschichte geschickt mit den Mustern des Gangsterfilms und der ›Schwarzen Serie‹ verknüpft.«
(Lexikon des Internationalen Films)

Im Vorprogramm:
THRU THE WIRE
Finnland 1987 – 6 Min. – s/w – 35mm
Buch & Regie Aki Kaurismäki
Kamera Timo Salminen – Musik Leningrad Cowboys
Mit Nicky Tesco, Marja Leena-Helin, Mato Valtonen

Eine Stummfilm-Komödie über einen Sträfling, der aus einem amerikanischen Gefängnis ausbricht, vor finsteren Gestalten fliehen muss und dabei die Liebe sucht.

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Samstag 20.5.2017 – 20 Uhr
Paris mon amour
ZAZIE
(ZAZIE DANS LE MÉTRO)
Frankreich/Italien 1960 – DF – 93 Min. – 35mm
Regie Louis Malle
Buch Louis Malle, Jean-Paul Rappeneau – Literaturvorlage Raymond Queneau Kamera Henri Raichi – Musik Fiorenzo Carpi, André Pontin
Mit Catherine Demongeot, Philippe Noiret, Hubert Deschamps, Carla Marlier, Vittorio Caprioli

Zazie besucht ihrem Onkel für zwei Tage in Paris, während ihre Mutter die Zeit für ihre Liebhaber nutzt. Zazies größter Wunsch ist, einmal mit der Metro zu fahren. Doch da die bestreikt wird, macht sie auf eigene Faust Paris unsicher und hinterlässt dabei ein heilloses Durcheinander …

Louis Malle nutzt alle Möglichkeiten, die das Kino seit der Stummfilmzeit bietet. Er erzählt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, vorwärts und rückwärts, und seine Darsteller wechseln ihre Position schon mal mit jedem Schnitt. In ZAZIE ist das Irreale real, physikalische Gesetze gelten nicht. Paris wirkt wie eine Stadt, in der alles möglich ist – und so sieht es auch die kleine Zazie.

Im Vorprogramm:
DAS ERSTE ERLEBNIS
(LA PREMIÈRE NUIT)
Frankreich 1958 – DF – 21 Min. – s/w – 35mm
Regie Georges Franju
Buch Marianne Oswald, Rémo Forlani, Georges Franju
Kamera Eugen Schüfftan – Musik Georges Delerue
Mit Pierre Devis, Lisbeth Persson

»Junge trifft Mädchen, Junge verliert Mädchen, Junge findet Mädchen wieder (oder auch nicht). Georges Franju gestaltet die uralte Geschichte als poetisches Großstadtmärchen, als (Entdeckungs-)Reise durch die Unterwelten der métro de Paris, als labyrinthische Romanze in modernen Katakomben, als subterranes Traumbild, ohne Dialog, ohne Kommentar.«
(Sebastian Schubert, Magazin des Glücks)

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Sonntag 21.5.2017 – 19:15 Uhr
Edgar G. Ulmer, der Verfluchte
GREEN FIELDS
(GRÜNE FELDER)
USA 1937 – OmU – 100 Min. – s/w – 35mm
Regie Edgar G. Ulmer, Jacob Ben-Ami
Buch George Moskov, Peretz Hirschbein – Literaturvorlage Peretz Hirschbein
Kamera J. Burgi Contner, William Miller – Musik Vladimir Heifetz
Mit Michael Gorrin, Helen Beverly, Isidore Cashier, Anna Appel

Der erste von Ulmers vier jiddischen Filmen zeigt einen jungen Talmud-Studenten, der sich von der Synagoge aufs Land zu einer Bauernfamilie begibt, um dort den wahren jüdischen Geist zu finden.

»Sonnendurchflutet und luftig, doch von Sehnsucht bestimmt, erinnert der Film an Renoir und Vigo.«
(J. Hoberman, Village Voice)

»[Der Film] ist sehr gut! Es war eine der nettesten Komödien, die ich je machte, aber mit einem sehr starken philosophischen Hintergrund.«
(Edgar G. Ulmer im Interview mit Peter Bogdanovich)

»The utopian dream of GREEN FIELDS is finally an expression of Ulmer’s own feelings of liberation: Far from the haunted soundstages of Bavaria and Hollywood, he created a lyrical fusion of landscape and theatrical artifice where the long takes necessitated by an $8,000 budget evoke an invisible presence brooding over the natural world.«
(Bill Krohn, Film Comment)

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Mittwoch 24.5.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
DER FÄNGER
(THE COLLECTOR)
USA 1965 – DF – 119 Min. – 35mm
Regie William Wyler
Buch John Kohn, Stanley Mann, Terry Southern – Literaturvorlage John Fowles
Kamera Robert Krasker, Robert Surtees – Musik Maurice Jarre
Mit Terence Stamp, Samantha Eggar, Mona Washbourne, Maurice Dallimore

Ein nerdiger Liebhaber von Schmetterlingen fügt seiner Sammlung eine hübsche junge Frau hinzu, die er schon seit langem bewundert. Er sperrt sie in seinen Keller – in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann schon in ihn verlieben wird.

»William Wyler schlägt aus dieser Gänsehautstory ein Meisterstück perfekten Kinohandwerks. Fazit: Brillanter Neurosenschocker.«
(Abendzeitung)

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Donnerstag 25.5.2017 – 20 Uhr
Kaurismäen varhainen tuotanto
ARIEL
Finnland 1988 – DF – 73 Min. – 35mm
Buch & Regie Aki Kaurismäki
Kamera Timo Salminen
Musik Bill Casey, Melrose, Rauli Somerjoki, Taisto Tammi, Olavi Virta
Mit Turo Pajala, Susanna Haavisto, Matti Pellonpää, Eetu Hilkamo

Die Mine, in der Taisto Kasurinen (Turo Pajala) arbeitet, wird geschlossen. Sein Vater erschießt sich. Zuvor drückt er Taisto noch die Schlüssel für seinen alten Cadillac in die Hand. In der wohl kältesten Cabriofahrt aller Zeiten fährt Taisto Hunderte von Kilometern durch den finnischen Winter von Lappland bis nach Helsinki. Dort verliert er sein Geld, findet eine Frau, kommt ins Gefängnis und bricht wieder aus.

»ARIEL knüpft vor allem an Bressons Sparsamkeit der Darstellung an. Da ist kein Bild, vor allem kein Wort zu viel. Kaurismäkis fünfter Spielfilm ist ein Meisterstück lakonischer Erzählweise.«
(epd Film)

Im Vorprogramm:
WOLGA
D 2003 – 14 Min. – s/w – 35mm
Regie Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler
Buch Markus Mischkowski
Kamera KaPe Schmidt – Musik Tobias Doetsch
Mit Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler, Anja Terkamo, Sonja Potthast

»Episode 4 des Kölner Westend-Zyklus:
Mike und Alfred hängen in der Iltis-Klause rum und warten auf den Frühling. Plötzlich taucht eine fremde Frau auf und bestellt Wodka. Mike und Alfred sind schwer irritiert.«
(Westendfilme)

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Freitag 26.5.2017 – 20 Uhr
Dirty Pictures präsentiert … Die gnadenlose Welt des Italowestern – Lee Van Cleef Special

Obwohl der Amerikaner Lee Van Cleef  (1925 – 1989) bereits als Gangster in 12 UHR MITTAGS zu sehen war, gelang ihm der internationale Durchbruch erst 13 Jahre später als wortkarger Kopfgeldjäger in Sergio Leones FÜR EIN PAAR DOLLARS MEHR. Diese Rolle wurde sein Markenzeichen, und er war eins der Aushängeschilder des Italowesterns. Wir zollen diesem großartigen Schauspieler heute Abend mit zwei eher unbekannten Werken aus den 1970er Jahren Tribut.

MATALO / BAD MAN´S RIVER
(
EL HOMBRE DE RÍO MALO)
Italien/Spanien/Frankreich 1971 – DF – 92 Min. – 35mm
Regie Eugenio Martín
Buch Eugenio Martín, Philip Yordan
Kamera Alejandro Ulloa – Musik Waldo de los Ríos
Mit Lee Van Cleef, Gina Lollobrigida, James Mason, Gianni Garko

Nachdem die steckbrieflich gesuchte Bande um Roy King (Lee Van Cleef) erneut  einen großen Coup gelandet hat, lernt dieser auf einer Eisenbahnfahrt die durchtriebene Alicia (Gina Lollobrigida) kennen. Von nun an geht alles drunter und drüber …

Zu Unrecht unterschätzter, komödiantisch angelegter Italowestern mit Starbesetzung. Auch wenn er damals von der Kritik im übersättigten Westernmarkt völlig zerrissen wurde, bietet der Film sehr kurzweilige und humorvolle Unterhaltung.

Wir zeigen eine der letzten 35mm-Kopien, originalgetreu im breiten Techniscope.

CAPTAIN APACHE
GB/Spanien 1971 – DF – 92 Min. – 35mm
Regie Alexander Singer
Buch Milton Sperling, Philip Yordan – Literaturvorlage S. E. Whitman
Kamera John Cabrera – Musik Dolores Claman
Mit Lee Van Cleef, Stuart Whitman, Carroll Baker, Elisa Montés

Der Indianeroffizier Captain Apache (Lee Van Cleef) soll den Mord an einem Indianerkommissar aufklären und reist dazu in das entsprechende Territorium. Dort stößt er bei seinen Nachforschungen, neben vielen skurrilen Charakteren, immer wieder auf April Morning

Ein fast vergessener und unterbewerteter Genrebeitrag, der sich im Laufe der Zeit von einem Western zu einem Krimi entwickelt. Neben der Handlung ist auch der psychedelische Soundtrack völlig untypisch geraten, und Lee Van Cleef selbst singt das Titelthema.

Sonderveranstaltung 8,13 € / 7,13 € / 6,13 €

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Samstag 27.5.2017 – 20 Uhr
Peeping De Palma
CARLITO’S WAY
USA 1993 – OmU – 144 Min. – 35mm
Regie Brian De Palma
Buch David Koepp – Literaturvorlage Edwin Torres
Kamera Stephen H. Burum – Musik Patrick Doyle
Mit Al Pacino, Sean Penn, Penelope Ann Miller, John Leguizamo

Carlito Brigante (Al Pacino) verdankt seine vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis dem halbseidenen Anwalt Kleinfeld (Sean Penn). Doch sein Versuch, danach ein bürgerliches Leben zu beginnen, scheitert bereits im Ansatz. Carlito muss einen Mafioso in Notwehr umbringen, und sein Anwalt hat auch noch eine Bitte, die er nicht abschlagen kann …

»De Palma führt vor, dass er im Anheizen und Ausreizen einer klassischen Suspense-Situation oder einer Verfolgungsjagd unter den Hitchcock-Adepten noch immer der Größte ist.«
(Urs Jenny, Spiegel)

»I can’t make a better picture than this.«
(Brian De Palma in der Dokumentation De Palma)

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Sonntag 28.5.2017 – 19:15 Uhr
Paris mon amour
ADIEU PHILIPPINE
Frankreich/Italien 1962 – DF – 112 Min. – s/w – 35mm
Regie Jacques Rozier
Buch Jacques Rozier, Michèle O‘Glor
Kamera René Mathelin – Musik Jacques Denjean, Maxime Saury, Paul Mattei
Mit Jean-Claude Aimini, Yveline Céry, Stefania Sabatini, Vittorio Caprioli

»Ein junger Fernsehmechaniker, der auf seine Einberufung zum Militär nach Algerien wartet, verbringt die kurze Zeit, die ihm noch bleibt, mit zwei Mädchen. Erst am Ende schleicht sich Wehmut und das Wissen um die Unmöglichkeit einer Dreierbeziehung ein. Roziers erster langer Kinofilm ist eine kritische, aber sympathiegetönte Bewußtseinsschilderung junger apolitischer Leute Ende der 50er Jahre in der V. Republik. Der Film ist wegen seines unverstellten, spontanen Stils ein Paradebeispiel für Frankreichs Nouvelle Vague
(Filmdienst)

»Jacques Roziers erster Film, ADIEU PHILIPPINE, ist der eindeutigste Erfolg dieses neuen Kinos, dessen Spontanität umso stärker ist, als sie sich aus einer sehr langen und minutiösen Arbeit ergibt. Es ist sogar etwas Geniales in dem Gleichgewicht zwischen der Belanglosigkeit der gefilmten Ereignisse und der Realitätsdichte, die Ihnen genug Gewicht verleiht, um uns zu begeistern.

Das Thema des Films ist der Spaß an der Freude, es geht um die Zeit, die man damit verbringt, Mädchen aufzureißen, seinen Spaß zu haben; darum, ein denkbar einfaches Grundschema auszuschmücken, getragen von einer absolut gemeisterten Improvisation. Von Anfang an begegnet man einer umwerfenden Treffsicherheit des Tons, einer mediterranen Fröhlichkeit. […]

Sie werden in ADIEU PHILIPPINE keine einzige gesuchte Einstellung finden, keinen einzigen Kameragag, aber auch keine Ungeschicklichkeit oder Grobheit. Sie werden keinen ›poetischen Moment‹ finden, denn der ganze Film ist ein einziges Poem.«
(François Truffaut: Die Filme meines Lebens)

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Mittwoch 31.5.2017 – 20 Uhr
Edgar G. Ulmer, der Verfluchte
DIE HERRIN VON ATLANTIS
(ANTINEA, L’AMANTE DELLA CITTÀ SEPOLTA)
Italien/Frankreich 1961 – DF – 110 Min. – 35mm
Regie Edgar G. Ulmer, Giuseppe Masini, Frank Borzage
Buch Remigio Del Grosso, Ugo Liberatore, André Tabet – Literaturvorlage Pierre Benoit
Kamera Enzo Serafin – Musik Carlo Rustichelli
Mit Jean-Louis Trintignant, Haya Harareet, Amedeo Nazzari

In der bereits sechsten Adaption von Pierre Benoits Roman ›L’Atlantide‹ gelangen drei junge Männer, nachdem ihr Helikopter in der Wüste zerschellt, ins mythische Atlantis, das einst nicht im Meer, sondern im Sand der Sahara versank. Dort herrscht mit grausamer Hand die schöne Antinea.

Ulmer wollte den Film zunächst nur produzieren, landete jedoch schon nach zwei Drehtagen auf dem Regiestuhl, da der ursprünglich mit der Inszenierung betraute Frank Borzage erkrankte.

»Schon ein kleines Kunststück, Atlantis und die H-Bombe, Hubschrauber und seit Jahrtausenden versunkene Pracht in ein und denselben Film zu packen. Hier hat man es geschafft […].«
(Filmdienst)

»[E]ine absurde, phantastische Low-Budget-Oper, ein billiger europäischer Koproduktions-Ausstattungsfilm auf den Spuren der 30er-Jahre-Serials-Studiohöhlen. […] L’ATLANTIDE verschränkt lustvoll Unsinn mit unwirklicher Technicolor-Pracht […].«
(Christoph Huber, Österreichisches Filmmuseum)

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Der Filmclub 813 gewinnt den Kinopreis des Kinematheksverbundes 2016 in der Kategorie I Kino, das zurückblickt.

Die Jury-Begründung:
»Der erste Preis der Kategorie I geht an das Kino 813 in der BRÜCKE (Köln) für ein herausragendes Programm, welches trotz geringer Förderung und allein durch ehrenamtliches Engagement ermöglicht wird und sich reflektiert und ideenreich mit unterschiedlichen Aspekten der internationalen Filmgeschichte auseinandersetzt, sowie für seinen Einsatz um die analoge Aufführungspraxis des Mediums vor Ort.«

Die zweiten Preise gingen an das Zeughauskino (Berlin), das Filmmuseum Potsdam, Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf, und Caligari Filmbühne (Wiesbaden). Verliehen wurde der Preis am 24.9.2016 im Filmmuseum Berlin.
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