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Freitag 27.1.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
KOMM UND MACH’S MIT MIR
(MALABIMBA)
I 1979 – DF – 87 Min. – 35mm
Regie Andrea Bianchi
Buch Piero Regnoli – Kamera Franco Villa – Musik Elsia Mancuso, Berto Pisano
Mit Katell Laennec, Patrizia Webley, Enzo Fisichella, Giuseppe Marrocu, Elisa Mainardi

Bei einer Seance wird die pubertierende Tochter der von inneren Streitigkeiten gebeutelten Adelsfamilie Caroli von einem äußerst notgeilen Dämon besessen. Während die Hormone in der Sippe sowieso schon wüst ins Kraut schießen, trägt nun also auch das total entfesselte Töchterchen seinen Teil dazu bei. Ihr enthemmtes Treiben halten alle für krankhafte Auswüchse ihrer Pubertät, erst die zu ihrer Erziehung eingestellte Nonne Sofia findet heraus, was wirklich los ist.

»Ach, ist das schön! Ich verehre diesen Film. Zwar ist er handwerklich eine leere Hose …. aber er ist konsistent vergnüglich, vollgestopft mit unglaublichen Details und hat ein absolut geniales Sleaze-Drehbuch von Piero Regnoli, das sich die Mühe macht, seine Charaktere mit drolligen Motivationen auszustatten, die wirklich niemand erwartet hätte. Der vermutlich außergewöhnlichste Film aus Bianchis Karriere. Eine tickende Zeitbombe.«
(Christian Keßler, Splatting Image)

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Mittwoch 1.2.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
GENERAL IDI AMIN DADA
F/CH 1974 – OF – 90 Min. – 35mm
Buch & Regie Barbet Schroeder
Kamera Néstor Almendros – Musik Idi Amin
Mit Idi Amin

»Schroeder and his crew, including the great European cameraman Néstor Almendros, went to Uganda in 1974 with a simple offer: Would Amin like to ›direct‹ himself in a documentary? He would, and he does, and the result is revealing and chilling. […]
I suggested that IDI AMIN DADA isn’t a very good documentary. That’s no doubt partly because Amin limited the filmmakers to what he wanted them to see. They didn’t have the time or the freedom to photograph all they wanted, or how they wanted. But the subject matter is so compelling, and Amin reveals himself so freely, that the movie’s compelling all the same. We’re left with contradictory, disturbing images.«
(Roger Ebert)

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Freitag 3.2.2017 – 20 Uhr
Ein Brigadistaksounds-Musikfilmabend
NOLA?
Baskenland 2015 – OmeU – 65 Min. – digital
Regie Fermín Muguruza
Kamera Daniel Gómez Lillo – Musik Fermín Muguruza

Nach vielen musikalischen Reisen und Projekten mit MusikerInnen aus aller Welt kommt der baskische Musiker und Filmemacher Fermin Muguruza  2015 nach New Orleans. 10 Jahre nach der Zerstörung durch den Hurrikan Katrina spielt er mit MusikerInnen aus der Stadt einige Punkrockklassiker seiner  Bands  Kortatu und Negu Gorriak ein. Die historische ›Preservation Hall Jazz Band‹, Jazzlegenden und junge MusikerInnen geben seinen Songs den typischen ›New-Orleans-Groove‹.  Im Gegenzug erzählen ihm MusikerInnen und Menschen aus der Stadt die wahre Geschichte Katrinas: Die 2. und 3. Zerstörung New Orleans‘ durch Polizei und Militär, durch Disaster Capitalism und Gentrification. Sie berichten aber auch über den grandiosen Widerstand der kleinen Leute, die ihre Stadt und Kultur, die ›second lines‹ verteidigen. Ein exzellenter Dokumentarfilm über wunderbare Menschen und ihr Überlebensmittel: Die Musik.

KUMBIA QUEERS: MORE LOUDER BITTE!
D 2013 – OmU – 46 Min. – digital
Regie Natalia Sanhueza, Almut Wetzstein
Kamera Hannah Rosales-Musick, Almut Wetzstein – Musik Kumbia Queers

Ein weiterer Musik-Dokumentarfilm über eine der ersten Europatouren der Kumbia Queers. Die Frauenband aus Buenos Aires interpretiert die traditionelle Cumbia neu: Mit afrokubanischen Einflüssen, Punkspirit, Queerness und politischer Haltung.

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Samstag 11.2.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
SOLDAAT VAN ORANJE
(SOLDIER OF ORANGE)
NL 1977 – OmeU – 155 Min. – 35mm
Regie Paul Verhoeven
Buch Kees Holierhoek, Gerard Soeteman, Paul Verhoeven
Literaturvorlage Erik Hazelhoff Roelfzema
Kamera Jost Vacano – Musik Rogier van Otterloo
Mit Rutger Hauer, Jeroen Krabbé, Susan Penhaligon, Edward Fox

Anhand einer Gruppe niederländischer Studenten wird die Spaltung der Niederlande nach der Besetzung durch die deutschen Truppen veranschaulicht.Während einige Opfer der Nazis werden und andere sich mit ihnen verbrüdern, schließt sich ein kleiner Teil dem von England aus operierenden Widerstand an.

»Paul Verhoevens packendes Antikriegsepos basiert auf dem autobiographischen Roman ›Soldaat van Oranje ’40-’45‹ von Erik Hazelhoff Roelfzema. Diverse Parallelen zwischen dem Regisseur und dem Autor machen das Werk noch interessanter. Beide studierten mit einigen Jahren Abstand an der Universität von Leiden und gehörten derselben elitären Bruderschaft an. Verhoeven hat eigene Erfahrungen aus dieser Zeit in die Geschichte einzubinden. Dies macht die Stimmung, die in den Niederlanden vor und während des Kriegs herrschte, authentisch und differenziert. […] Im Gegensatz zu seinen anderen Werken verzichtet Verhoeven weitestgehend auf drastische Gewaltexzesse. Er nimmt sich statt dessen die Zeit, seinen Blick auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Charaktere zu richten. Diese sind bis in die Nebenrollen glänzend besetzt.«
(Andreas Eckenfels, filmreporter.de)

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Freitag 17.2.2017 – 20 Uhr
Dirty Pictures präsentiert… Die gnadenlose Welt des Italowestern Rares & Obskures aus der Genrefrühzeit
STIRB AUFRECHT, GRINGO!
(LA COLT È LA MIA LEGGE)
I/E 1965 – DF – 87 Min. – 35mm
Regie Alfonso Brescia
Buch Franco Cobianchi, Mario Musy, Ramón Comas, Alfonso Brescia
Kamera Eloy Mella – Musik Carlos Castellanos Gómez, Carlo Savina
Mit Ángel del Pozo, Luciana Gilli, Miguel de la Riva, Franco Cobianchi

OKLAHOMA JOHN
(IL RANCH DEGLI SPIETATI)
E/I/BRD 1965 – DF – 86 Min. – 35mm
Regie Jaime Jesús Balcázar, Roberto Bianchi Montero
Buch Alfonso Balcázar, Helmut Harun, Giuseppe Maggi
Kamera Giuseppe La Torre – Musik Francesco De Masi
Mit Rick Horn, Sabine Bethmann, José Calvo, Karl-Otto Alberty

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Samstag 18.2.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
STILETTO
USA 1969 – DF – 100 Min. – 35mm
Regie Bernard L. Kowalski
Buch A. J. Russell – Literaturvorlage Harold Robbins
Kamera Jack Priestley – Musik Sid Ramin
Mit Alex Cord, Britt Ekland, Patrick O’Neal, Joseph Wiseman, Barbara McNair

Die Mafia rettet einen aufstrebenden Autohändler und Playboy davor, gelyncht zu werden, verlangt von ihm aber immer wieder Morde an Missliebigen. Als er aussteigen will, wird er von der ›Ehrenwerten Gesellschaft‹ und der inzwischen auf ihn aufmerksam gewordenen Polizei gejagt.

»Nach einem Bestseller von Harold Robbins gedreht, zeigt der Film gute schauspielerische Leistungen und eine spannende Handlung. Der pessimistische Ausgang sollte wohl das US-Publikum nachdenklich stimmen. Für Freunde des harten Krimis.«
(Evangelischer Film-Beobachter)

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Mittwoch 22.2.2017 – 20 Uhr
something weird cinema
TÜRKISCHE FRÜCHTE
(TURKS FRUIT)
NL 1973 – DF – 107 Min. – 35mm
Regie Paul Verhoeven
Buch Gerard Soeteman – Literaturvorlage Jan Wolkers
Kamera Jan de Bont – Musik Rogier van Otterloo
Mit Monique van de Ven, Rutger Hauer, Wim van den Brink, Tonny Huurdeman

»Schon 1973 war Paul Verhoevens Talent voll entwickelt (und nicht zu unrecht wurde dieses ungestüme, wütende, hemmungslos energetische Werk vor kurzem zum besten niederländischen Film aller Zeiten gewählt): die Adaption eines damaligen Bestsellers erzählt von der bedingungslosen Liebe eines Bildhauers zu einer jungen Frau aus gutem Hause und besitzt nicht weniger satirische Fleischeslust und rohe emotionale Gewalt als Verhoevens ungleich bekanntere US-Werke. Jan De Bont bedient die rasende Handkamera, während die Hauptdarsteller Rutger Hauer und Monique van de Ven in wilder, ungezügelter, antibürgerlicher Lust durchs Leben gleiten. Schon damals legte Verhoeven satirische Sternstunden des politisch Unkorrekten vor: Böse Witze über Brustkrebs, der Radetzkymarsch als verballhornte Melodie des Bürgertums, ungebührliches Benehmen vor der Königin, haltloses Reihern über Festtafeln, wilde Glückstänze durch die Straßen und Dauerficken aus Lebenswut. Und wie immer bei Verhoeven scheitert die Individualanarchie am emotionalen Defekt der Protagonisten und an den Zwängen der Welt. Eines der traurigsten (weil auch hysterisch komischen) Filmbilder des vergangenen Jahrhunderts: die krebskranke, glatzköpfige Veen deutet auf eine viereckige Einschnittwunde in ihrem Kopf und sagt: ›Da ist ein Türchen‹. Die Verzweiflung über die Welt, die einem das Gehirn zerfrisst, geht aber nie raus.«
(Christoph Huber, allesfilm.com)

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Der Filmclub 813 gewinnt den Kinopreis des Kinematheksverbundes 2016 in der Kategorie I Kino, das zurückblickt.

Die Jury-Begründung:
»Der erste Preis der Kategorie I geht an das Kino 813 in der BRÜCKE (Köln) für ein herausragendes Programm, welches trotz geringer Förderung und allein durch ehrenamtliches Engagement ermöglicht wird und sich reflektiert und ideenreich mit unterschiedlichen Aspekten der internationalen Filmgeschichte auseinandersetzt, sowie für seinen Einsatz um die analoge Aufführungspraxis des Mediums vor Ort.«

Die zweiten Preise gingen an das Zeughauskino (Berlin), das Filmmuseum Potsdam, Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf, und Caligari Filmbühne (Wiesbaden). Verliehen wurde der Preis am 24.9.2016 im Filmmuseum Berlin.
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bei berechtigten Ansprüchen beim Filmclub 813 zu melden.

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