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Samstag 29.1.2022 20 Uhr
Cranky State of Mind: Bill Forsyth
GREGORY’S GIRL
GB 1980 – OmU – 91 Min. – 35mm
Buch & Regie Bill Forsyth
Kamera Michael Coulter – Musik Colin Tully
Mit John Gordon Sinclair, Dee Hepburn, Jake D‘Arcy, Clare Grogan

Forsyths zweiter Film, das Porträt einiger Jungs, die nur eines im Kopf haben: Wie sie zu ihrer ersten Liebe, zu ihrem ersten Rendezvous, zu ihrem ersten Kuss kommen. Alle haben damit Probleme. Einer von ihnen versucht, mit verblüffenden Kenntnissen zum Ziel zu kommen. »Wusstest du schon, dass der Rotz mit einer Geschwindigkeit von 100 Meilen in der Stunden aus der Nase fliegt, wenn du niest?« Ein anderer ist Fensterputzer geworden, weil ihm das ermöglicht, intensivere Studien zu treiben. 

Der tapsige Gregory hat eine tiefere Sehnsucht. Er verzehrt sich nach Dorothy, dem weiblichen Fußballstar der Schule. Er lernt italienisch, als er erfährt, dass Dorothy gern in Italien leben würde. Und er bietet sich als Trainingspartner an, obwohl es ihm als Torwart nie darum geht, ob er nun einen Ball fängt oder nicht.

»GREGORY’S GIRL zeigt Forsyths Vorliebe für Tagträume, die gefüllt sind mit alltäglicher Wirklichkeit. Und zugleich verdichtet er das Alltägliche, indem er es anreichert mit Tagträumereien.

Was es auch gibt in Forsyths Filmen: gesucht schöne Bilder. Kitsch stört Forsyth nicht. In GREGORY’S GIRL zeigt er Jogging-Szenen, die einem Werbefilm entnommen sein könnten. In LOCAL HERO arbeitet er bei den Aufnahmen am Strand mit akzentuiertem Gegenlicht, er überhöht das Naturalistische noch. Die Bilder von Glasgow in COMFORT AND JOY haben etwas Irreales. Forsyth nutzt diese Bilder, um die düsteren Seiten, das Irre seiner Filme aufzuhellen, die Atmosphäre seiner Märchenwelten zu verdichten.«
(Norbert Grob)

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Mittwoch 9.2.2022 20 Uhr
Hommage Basil Dearden

»Basil Dearden war in der Blütezeit des britischen Kinos in den 1940er bis 50er Jahren einer der profiliertesten Filmregisseure und arbeitete auch für die legendären Ealing Studios. Hierzulande ist der vielfach ausgezeichnete Ausnahmeregisseur bisher nur wenigen Cineast*innen bekannt. Dearden fühlte sich in vielen Genres zu Hause. Er inszenierte Komödien, Thriller, Film Noirs, Gesellschaftsdramen, Mystery- und Abenteuerfilme – thematisch immer am Puls der Zeit mit einem kritischen und gleichsam humorvollen Blick auf das aktuelle politische Geschehen. (…)«
(Aus dem Programmheft des Metropolis Kino, Hamburg)

Wir danken dem British Film Institute für die Bereitstellung der 35mm-Filmkopien und der Kinemathek Hamburg, welche die beiden 16mm-Kopien beisteuert.

DEAD OF NIGHT
(TRAUM OHNE ENDE)
GB 1945 – OF – 103 Min. – s/w – 35mm
Regie Basil Dearden, Alberto Cavalcanti, Robert Hamer, Charles Crichton
Buch John Baines, Angus MacPhail, T. E. B. Clarke
Literaturvorlage H.G. Wells, John Baines, E.F. Benson, Angus MacPhail
Kamera Douglas Slocombe, Jack Parker – Musik Georges Auric
Mit Michael Redgrave, Mervyn Johns, Frederick Valk, Roland Culver, Basil Radford

Ein Architekt trifft in einem abgelegenen Landhaus Gäste, die er aus seinen Träumen zu kennen scheint. Jeder dieser Gäste hat eine unheimliche Geschichte zu erzählen.

Unmittelbar nach dem Krieg erreichte der Horror in Form eines endlosen Alptraums die britischen Leinwände. Er verweigert sich, sein Publikum am Ende geläutert zu entlassen, und seine fünf Geschichten zeigen sich zunehmend unfassbarer, bis sie in der berühmten Bauchredner-Episode ihren Höhepunkt finden. 

»DEAD OF NIGHT (1945) is one of just a handful of true horror films of British cinema’s first half-century, and certainly the most important film in that genre until the beginning of Hammer’s horror cycle a decade later.«
(BFI Screenonline)

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Donnerstag 10.2.2022 20 Uhr
The Wondrous Imagination of Rod Serling
The Twilight Zone #1

Kaum jemand prägte das amerikanische Fernsehen so nachhaltig wie Rod Serling. Nachdem er sich zunächst einen Namen als versierter Dramatiker machte, überraschte er 1959 mit der Hinwendung zum Science-Fiction-Genre und präsentierte sich als Schöpfer, Conferencier und Chefautor von THE TWILIGHT ZONE. Insgesamt 156 in sich abgeschlossene Geschichten konfrontierten den Menschen mit dem Außerweltlichen und beobachteten, wie er darauf reagiert, die Grenzen seines bisherigen Horizonts gesprengt zu sehen. Dafür fand die Serie immer wieder neue Bilder – zahllose Stoffe speisen sich seither aus dem Ideenarsenal der TWILIGHT ZONE, nicht zuletzt aus den oft überraschenden Schlusswendungen. Ganz Humanist und Moralist, nutzte Serling viele der fantastischen Stoffe gleichsam auch, um durch sie gesellschaftliche Anliegen an der Zensur vorbei zu schmuggeln und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Filmclub 813 präsentiert im Februar neun der besten Episoden als 16mm-Sendekopien aus dem Bestand eines amerikanischen Sammlers. Ergänzt werden sie durch zwei Kinofilme, die auf Drehbüchern Serlings fußen.

THE MONSTERS ARE DUE ON MAPLE STREET
USA 1960 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Ron Winston
Buch Rod Serling
Kamera George T. Clemens – Musik René Garriguenc
Mit Claude Akins, Jack Weston, Barry Atwater, Mary Gregory

Seltsame Ereignisse beunruhigen die Nachbarschaft. Schon bald wird aus Misstrauen Paranoia, und Vorsichtsmaßnahmen eskalieren in blanker Gewalt. Serlings Abrechnung mit dem McCarthyismus: Ein bitteres Lehrstück über außer Kontrolle geratene Gruppendynamik, so anschaulich, dass es bis heute auf dem Lehrplan vieler amerikanischer Schulen steht.

A PASSAGE FOR TRUMPET
USA 1960 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Don Medford
Buch Rod Serling
Kamera George T. Clemens – Musik Lyn Murray
Mit Jack Klugman, John Anderson, Mary Webster, Frank Wulff

Auf Serling, den Pessimisten, folgt Serling, der Sentimentalist: Zu seinen Spezialitäten gehörten auch wehmütige Märchen über Verstoßene und Außenseiter der Gesellschaft, die eine zweite Chance bekommen. Nicht immer ist diese frei von Fallstricken, doch manch einer findet sein Glück selbst in der TWILIGHT ZONE: So auch der selbstmordgefährdete Jazzmusiker Joey, der zur rechten Zeit einem wohlmeinenden Musikerkollegen an der Trompete begegnet: dem Erzengel Gabriel.

EYE OF THE BEHOLDER
USA 1960 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Douglas Heyes
Buch Rod Serling
Kamera George T. Clemens – Musik Bernard Herrmann
Mit Maxine Stuart, Donna Douglas, William D. Gordon, Jennifer Howard

Eine Frau im Krankenhausbett, ihr Gesicht bandagiert, erwartet das Ergebnis ihrer elften und letzten Operation: Wird sie für immer abscheulich aussehen müssen? Serlings Herausforderung an die begabten Handwerker hinter der Kamera: über die Kunst, mit einem Minimum an Möglichkeiten eine Pointe 20 Minuten lang aufs Eleganteste hinauszuzögern.

Zwischen den Folgen: Original-Werbeblöcke aus den 1960ern

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Samstag 12.2.2022 20 Uhr
The Wondrous Imagination of Rod Serling
REQUIEM FOR A HEAVYWEIGHT
(DIE FAUST IM GESICHT)
USA 1962 – OF – 89 Min. – s/w – 16mm
Regie Ralph Nelson
Buch Rod Serling
Kamera Arthur J. Ornitz – Musik Laurence Rosenthal
Mit Anthony Quinn, Jackie Gleason, Mickey Rooney, Julie Harris, Cassius Clay aka Muhammad Ali

Serlings Favorit unter den eigenen Drehbüchern: Er schrieb das Boxerdrama ursprünglich fürs Fernsehen, wo es 1956 mehrere Emmys gewann und seinen Ruf als ernstzunehmender Autor zementierte.

»FAUST IM GESICHT erzählt die Geschichte vom Abstieg eines ausgemusterten Berufsboxers. Die Grundstruktur ist kreisförmig. Der Film endet, wo er begonnen hat: im Ring. Die schwierigste Prüfung wird dem Protagonisten aber abseits des Sports abverlangt. Als Nachzügler prototypischer US-amerikanischer Boxfilme der Periode 1946 bis 1956 interessiert sich dieser Film der 1960er Jahre für die andere, triste Kehrseite der Siegergeschichten – es geht weniger um Bestechlichkeit als um die Einsamkeit derer, die es nicht ganz nach oben schaffen.«
(Sabine Gottgetreu, Filmgenres: Sportfilm)

»Serling has still not gotten his due for his non-TWILIGHT ZONE writing, but it’s impossible to imagine THE WRESTLER or even RAGING BULL without REQUIEM FOR A HEAVYWEIGHT.«
(cinefile.info)

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Sonntag 13.2.2022 – 19:15 Uhr
Hommage Basil Dearden
THE CAPTIVE HEART
(DAS GEFANGENE HERZ / STILLE HELDEN)
GB 1946 – OF – 99 Min. – s/w – 35mm
Regie Basil Dearden
Buch Angus MacPhail, Guy Morgan
Literaturvorlage Patrick Kirwan
Kamera Douglas Slocombe – Musik Alan Rawsthorne
Mit Michael Redgrave, Rachel Kempson, Frederick Leister

»Filme über Kriegsgefangene sind meistens ziemlich klaustrophobische Angelegenheiten: Es geht um den Lagerkoller der Inhaftierten, um ihre internen Streitereien und um ihre Versuche, den Wärtern eins auszuwischen. In THE CAPTIVE HEART hingegen spielt all das höchstens eine Nebenrolle. Wie schon der Titel nahelegt, geht es nicht so sehr um die physische als um die emotionale Gefangenschaft, um sehr private Ängste, Sorgen und Hoffnungen, die von der erzwungenen Trennung von Geliebten, Freunden und Verwandten in der Heimat herrühren.

Im Zentrum steht ein stiller, eleganter Schnurrbartträger, der sich Geoffrey Mitchell nennt (Michael Redgrave). Tatsächlich heißt er Karel Hašek und ist ein tschechischer Soldat, der nach seiner Flucht aus dem KZ Dachau die Identität eines gefallenen britischen Offiziers angenommen hatte. Um nicht aufzufliegen, beginnt er eine Korrespondenz mit Mitchells Witwe – die wiederum nichts vom Tod ihres Gatten weiß.

Soll heißen: Mitchell / Hašek schreibt Briefe in eine Heimat, die keine ist und appelliert an die Liebe einer Frau, die ihn nicht kennt. Ein Film über die Macht, wenn nicht gar die moralische Notwendigkeit der Fiktion.«
(Lukas Foerster)

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Mittwoch 16.2.2022 20 Uhr
Boulevard der Erinnerung:  Sidney Poitier († 6.1.22)
TRÄUMENDE LIPPEN
(A PATCH OF BLUE)
USA 1965 – DF – 105 Min. – s/w – 35mm
Buch und Regie Guy Green
Literaturvorlage Elizabeth Kata
Kamera Robert Burks – Musik Jerry Goldsmith
Mit Sidney Poitier, Shelley Winters, Elizabeth Winters

»Als Sidney Poitier, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, nach Hollywood kam, hatte man in der amerikanischen Filmindustrie eine recht genaue Vorstellung davon, welche Rollen schwarze Schauspieler zu spielen hatten: Hotelboys, Butler, Putzkräfte, Schuhputzer und Verbrecher. Also die Rollen, die Afroamerikaner*innen in der amerikanischen Gesellschaft auch im echten Leben meist einzunehmen gezwungen waren. (…) 

Über den Broadway kommend, wurde irgendwann Darryl F. Zanuck auf ihn aufmerksam und holte ihn an die Westküste. 1950 gab Poitier sein Kinodebüt in Zanucks Produktion NO WAY OUT. Er spielte da einen jungen Mediziner, der der erste schwarze Arzt in einem kommunalen Krankenhaus ist und mit rassistischen Patienten zu kämpfen hat. (…)«
(David Steinitz, Süddeutsche Zeitung)

Eine Blaupause für seine Rollengeschichte. A PATCH OF BLUE zeigt Poitier auf dem Höhepunkt seiner Arbeit als Schauspieler, ein Jahr nach seinem Oscar-Gewinn, nachdem Martin Luther King mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde und der US-Kongress den Civil Rights Act verabschiedete. Poitier musste immer so charmant und makellos sein, damit ihn wirklich jeder mag, eine große Last im wirklichen Leben, ein Star zu sein und Aktivist für die Sache –, und verblüffend in diesem Film, der sagt, Liebe sei blind und das auch noch wörtlich nimmt, um am Ende eine erbauliche Lebensformel aus dem Klischee zu machen. Der interracial kiss mit Shelley Winters wurde damals trotzdem aus dem Film genommen.

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Donnerstag 17.2.2022 20 Uhr
The Wondrous Imagination of Rod Serling
The Twilight Zone #2

FIVE CHARACTERS IN SEARCH OF AN EXIT
USA 1961 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Lamont Johnson
Buch Rod Serling
Literaturvorlage Marvin Petal
Kamera George T. Clemens – Musik Fred Steiner
Mit William Windom, Murray Matheson, Susan Harrison, Kelton Garwood, Clark Allen

Ein Clown, ein Landstreicher, eine Ballerina, ein Dudelsackspieler und ein Soldat erwachen in einem zylindrischen Gefängnis, ohne zu wissen, wie sie dort hinkamen oder wieder hinauskommen. Eine beklemmende Versuchsanordnung, inspiriert vom Existenzialismus und vom absurden Theater.

MR. GARRITY AND THE GRAVES
USA 1964 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Ted Post
Buch Rod Serling
Literaturvorlage Mike Korologos
Kamera George T. Clemens – Musik Tommy Morgan
Mit John Dehner, J. Pat O’Malley, Stanley Adams, Percy Helton

Sporadisch versuchte sich Serling auch am Western und an der Komödie, mit wechselhaftem Erfolg. Besonders geglückt ist ihm diese Kombination beider Genres: die Geschichte eines Handlungsreisenden, der anbietet, Tote wiederzuerwecken – und eines Dorfes, in dem jeder seine Gründe hat, die Verstorbenen lieber unter der Erde zu wissen.

MIRROR IMAGE
USA 1960 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie John Brahm
Buch Rod Serling
Kamera George T. Clemens
Mit Vera Miles, Martin Milner, Joe Hamliton

Eine Frau begegnet an einer Bushaltestelle ihrer Doppelgängerin. Ausgangssituation eines der elegantesten Schauerstücke der Serie, das zeigt, mit welch einfachen Konstruktionen Serling menschliche Urängste aufwühlen konnte – nur, um das Publikum schon kurz darauf höflich lächelnd wieder in den Abend zu entlassen.

Zwischen den Folgen: Original-Werbeblöcke aus den 1960ern

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Freitag 18.2.2022 – 19:30 Uhr
Filmclub 813 und Art Theater Bulgarien zeigen…
IN THE HEART OF THE MACHINE
(В СЪРЦЕТО НА МАШИНАТА)
BG 2022 – OmeU – 115 Min. – digital
Regie Martin Makariev
Buch Boby Zahariev, Martin Makariev
Kamera Andrej Andreev – Musik Victor Stoyanov
Mit Bashar Rahal, Hristo Shopov, Alexander Sano, Julian Vergov

August 1978, in einem bulgarischen Gefängnis, eine Stahlfabrik. Eine Gruppe von Insassen wird zu schwerer Arbeit berufen, um die Strafzeit zu verkürzen – dabei werden sie als Protagonisten vor moralische Entscheidungen gestellt, die ihren wahren Charakter offenbaren. Handelt ganz existentialistisch vom Verlangen nach Freiheit – aber das mit dem Menschsein ist nicht so einfach.

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Samstag 19.2.2022 20 Uhr
Boulevard der Erinnerung: Peter Bogdanovich († 6.1.22)
IS‘ WAS, DOC?
(WHAT’S UP, DOC?)
USA 1972 – DF – 94 Min. – 35mm
Regie Peter Bogdanovich
Buch Buck Henry, Peter Bogdanovich, David Newman
Kamera László Kovács – Musik Artie Butler
Mit Barbara Streisand, Ryan O’Neal, Madeline Kahn, Kenneth Mars

»Die Filmemacher des New Hollywood machten Schluss mit dem trägen, verstaubten Studiosystem der Fünfzigerjahre, (…) machten Schluss mit dem Märchen vom Happy End. Auch die anderen Regisseure sollen nach den ersten Ruhmeswellen ziemlich abgehoben sein, (…). Aber kaum ein Hollywoodregisseur stand sich mit seiner Hybris selbst so im Weg wie Bogdanovich – vielleicht auch, weil er das Kino noch mehr liebte, es noch mehr zum Leben brauchte als alle anderen. (…)«

Mitte der 1960er Jahre war er »eine Art Dandy-Journalist, der sich bereits auf Augenhöhe mit den Stars sah. (…) Bogdanovich frühstückte regelmäßig mit Fritz Lang, war mit Orson Welles und John Ford befreundet, begleitete Alfred Hitchcock bei der Arbeit. Diese Nähe hat ihm Interview-Möglichkeiten eröffnet, von denen er sein Leben lang gezehrt hat. (…)«
(David Steinitz, Süddeutsche Zeitung)

Über Roger Corman fand er dann zu seinem Regiedebüt. IS‘ WAS, DOC? ist sein dritter Film, eine Screwball-Orgie, die Gagdichte ist fast erdrückend. Ryan O’Neal hechelt Barbara Streisand einen Film lang atemlos hinterher, manchmal genervt, aber zu jeder Aggression unfähig. Er ist, was die Ablösung des Machos als Normalfall des Filmhelden angeht, stilbildend geworden. Bogdanovich hatte den Film als Hommage an die großen Meister des Genres gedreht, an Lubitsch, Wilder und vor allem Hawks – und wurde plötzlich in einem Atemzug mit diesen Meistern genannt.

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Sonntag 20.2.2022 19:15 Uhr
Hommage Basil Dearden
FRIEDA
GB 1947 – OF – 98 Min. – s/w – 16mm
Regie Basil Dearden
Buch Angus MacPhail, Ronald Millar
Literaturvorlage Ronald Millar
Kamera Gordon Dines – Musik John Greenwood
Mit David Farrar, Mai Zetterling, Glynis Johns, Flora Robson

»Würden Sie Frieda zu sich ins Haus nehmen? stand auf den Plakaten, mit denen Deardens Film FRIEDA angekündigt wurde. Durch die Heirat eines britischen Offiziers mit einer deutschen Krankenschwester wird in dessen Heimatstadt eine Diskussion über den deutschen Nationalcharakter ausgelöst. Eine Verwandte des Offiziers lehnt Frieda mit dem Hinweis ab, ein Krieg sei kein Fußballspiel, nach dem man sich wieder die Hände reicht. Öffentlich bezichtigt sie Frieda der Mitverantwortung an den Verbrechen des Dritten Reiches, um zuletzt zu der Erkenntnis zu gelangen, dass, wer andere als Unmenschen behandelt, selbst zum Unmenschen wird. Die didaktischen Elemente machen nur einen Teil des Films aus, daneben versucht Dearden, als Meister des sadistischen Melodrams, Veit Harlan zu übertreffen.«
(Frank Noack, Der Tagespiegel)

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Dienstag 22.2.2022 20:22 Uhr
…22.2.2022… die überleben wollen…
…JAHR 2022… DIE ÜBERLEBEN WOLLEN…
(SOYLENT GREEN)
USA 1973 – DF – 97 Min. – 35mm
Regie Richard Fleischer
Buch Stanley R. Greenberg
Literaturvorlage Harry Harrison
Kamera Richard H. Kline – Musik Fred Myrow
Mit Charlton Heston, Leigh Taylor-Young, Joseph Cotten, Edward G. Robinson

Im Jahr 2022 versorgt der Konzern Soylent die Menschheit mit synthetischer Nahrung, denn durch Überbevölkerung und den Treibhauseffekt ist die Natur komplett zerstört. Als ein Soylent-Mitarbeiter umgebracht wird, fängt ein Polizist an, unangenehme Fragen zu stellen. 

Neben dem offensichtlichen Fingerzeig auf die Frage, was das Ende des Wachstums und der ökologische Suizid bedeuten, sind es die genauen Beobachtungen von sozialen Fehlentwicklungen, die …JAHR 2022… auszeichnen. Frauen müssen sich als Inventar verkaufen, Unruhen werden brutal unterdrückt und eine kleine Oberschicht sondert sich vom Rest der Gesellschaft einfach ab. 

»Es war ein kommerzielles Risiko, die Zukunft so düster und bedrückend darzustellen, aber in meinen Augen wäre es unverantwortlich, alles in schönsten Farben zu schildern, wenn man weiß, dass das genaue Gegenteil der Fall sein wird. Ich hoffe, dass die Zuschauer durch den Film etwas lernen … um dann anschließend aktiv zu werden«
(Richard Fleischer, Lexikon des Science Fiction Films)

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Mittwoch 23.2.2022 20 Uhr
The Wondrous Imagination of Rod Serling
SEVEN DAYS IN MAY
(SIEBEN TAGE IM MAI)
USA 1964 – OmU – 118 Min. – s/w – 35mm
Regie John Frankenheimer
Buch Rod Serling
Literaturvorlage Fletcher Knebel, Charles Bailey II
Kamera Ellsworth Fredericks – Musik Jerry Goldsmith
Mit Kirk Douglas, Burt Lancaster, Fredric March, Edmond O’Brien, Ava Gardner

Der Titel verspricht eine Romanze, aber wir sind in Serling-Land, Kalter Krieg. Ava Gardner ist nur Dekoration, Männer machen die Welt unter sich aus. Auch ein Film der gadgets, Frankenheimer ist geradezu besessen von Hochtechnologie, überall Hubschrauber, Flugzeuge, Bildschirme, die Dinge herrschen über den Menschen. Die Geisteshaltung macht sich breit, wonach die Macht des Geldes beinahe alles möglich macht.

Und da ist immer diese ominöse Kluft, zwischen Militär und Bevölkerung, eben auch im Kino. Schon lange geistert die Angst vor einem Coup durchs Frontier-Land – spätestens seit diesem Film, in dem ein General den Präsidenten stürzen will, weil dieser den Sowjets gegenüber zu nachgiebig sei. Die US-Streitkräfte tendieren dazu, sich in eine selbst perpetuierende Kriegerkaste zu verwandeln. 

Da der erste Akt der 35mm-Kopie nicht mehr spielbar ist, zeigen wir den Beginn des Films digital und ohne Untertitel.

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Donnerstag 24.2.2022 20 Uhr
The Wondrous Imagination of Rod Serling
The Twilight Zone #3

THE MASKS
USA 1964 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Ida Lupino
Buch Rod Serling
Kamera George T. Clemens
Mit Robert Keith, Virginia Gregg, Milton Selzer, Alan Sues, Brooke Hayward

Als einzige Frau auf dem Regiestuhl der TWILIGHT ZONE bescherte Ida Lupino der Serie kurz vor ihrem Ende ein spätes, finsteres Meisterwerk über einen sterbenden Patriarchen, der mit seinem letzten Willen die Habgier seiner Sippschaft zu entblößen sucht.

A WORLD OF HIS OWN
USA 1960 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie Ralph Nelson
Buch Richard Matheson
Kamera George T. Clemens
Mit Keenan Wynn, Phyllis Kirk, Mary La Roche

Ein Schriftsteller kann seine Figuren mittels Diktiergerät zum Leben erwecken, von der heimlichen Geliebten bis zum ausgewachsenen Elefanten. Eine humoristische metafiktionale Spielerei, doch Richard Mathesons erster Entwurf der Geschichte als alptraumhaftes Melodram blitzt noch durch die Leichtigkeit hindurch.

LONG DISTANCE CALL
USA 1961 – OF – 25 Min. – s/w – 16mm
Regie James Sheldon
Buch William Idelson, Charles Beaumont
Mit Bill Mumy, Lili Darvas, Philip Abbott, Patricia Smith

Mitten in der zweiten Staffel stellte man die Produktion aus Kostengründen von 35mm-Material auf Videoband um. Nach sechs Folgen wurde das Experiment abgebrochen, zu schwer wiegten die ästhetische Verflachung und die Einschränkung der gestalterischen Möglichkeiten. Nur für LONG DISTANCE CALL erwies sich die Kompromisslösung als unverhoffter Glücksgriff: Die Geschichte eines kleinen Jungen, der über ein Spielzeugtelefon allzu sehnsüchtige Anrufe seiner toten Großmutter erhält, gewinnt so die verstörende Anmutung einer Familien-Sitcom aus der Hölle. 

Zwischen den Folgen: Original-Werbeblöcke aus den 1960ern

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Freitag 25.2.2022 – 20 Uhr
Die gnadenlose Welt des Italowestern – Viva la Revolución!

Ein zentrales und immer wiederkehrendes Thema im Italo-Western war die mexikanische Revolution. Wir zeigen heute einen Klassiker und einen fast vergessenen, frühen Euro-Western. 

MURRIETA – GEISSEL VON KALIFORNIEN
(JOAQUÍN MURRIETA)
E 1965 – DF, 107 Min., 35mm
Regie George Sherman
Buch James O’Hanlon
Kamera Miguel Fernández Mila – Musik Antonio Pérez Olea
Mit Jeffrey Hunter, Arthur Kennedy, Diana Lorys, Roberto Camardiel

Der Mexikaner Murrieta (Jeffrey Hunter) folgt dem Goldrausch nach Kalifornien und erhofft sich dort mit seiner Frau ein neues Glück. Doch schon bei seiner Ankunft erfährt er nur Beleidigung und Verachtung. Lediglich Marshall Captain Love (Arthur Kennedy) scheint mit den Murrietas zu sympathisieren…

Dieser frühe spanische Western thematisiert neben der Revolution auch den damals schon vorherrschenden Rassismus und übt unterschwellig Gesellschaftskritik, wie man sie in den damaligen Euro-Western bisher noch nicht kannte. 

Die verschollen geglaubte deutsche Fassung wurde erst kürzlich wiedergefunden. 

TEPEPA
(TEPEPA)
I/E 1968 – DF – 98 Min. – 35mm
Regie Giulio Petroni
Buch Giulio Petroni, Franco Solinas, Ivan Della Mea
Kamera Francisco Marín – Musik Ennio Morricone
Mit Tomas Milian, Orson Welles, John Steiner, José Torres

Der Revolutionär Tepepa (Tomas Milian) wird von einem englischen Arzt (John Steiner) vor seiner Hinrichtung gerettet. Doch ist dieser wirklich ein Freund Mexikos und der Revolution… oder treiben ihn persönliche Motive?

TEPEPA ist heute ein von den Kritikern und Fans geliebter Revolutionswestern, war jedoch an der Kinokasse damals leider kein großer Erfolg. 

»Dieser Film ist in erster Linie ein psychologisches Drama im Umfeld der mexikanischen Revolution, in der es Petroni trotzdem nicht versäumte, auch die typischen Versatzstücke des Revolutionswestern zu verwenden. Ennio Morricone gelingt es wieder, unvergessliche Musik für diesen großartigen Film beizusteuern.«
(Ulrich P. Bruckner, Für ein paar Leichen mehr)

Sonderveranstaltung 8,13 € / 7,13 € / 6,13 €

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Samstag 26.2.2022 – 20 Uhr
Filmmuseum Düsseldorf präsentiert…
Zum 10. Todestag von Theo Angelopoulos († 24.1.2012)
DER BLICK DES ODYSSEUS
(ΤΟ ΒΛΕΜΜΑ ΤΟΥ ΟΔΥΣΣΕΑ / TO VLEMMA TOU ODYSSEA)
GR/F/I/D 1995 – DF – 176 Min. – 35mm
Regie Theo Angelopoulos
Buch Theo Angelopoulos, Giorgio Silvagni, Tonino Guerra, Petros Markaris
Kamera Giorgos Arvanitis, Andreas Sinanos – Musik Eleni Karaindrou
Mit Harvey Keitel, Maia Morgenstern, Erland Josephson, Thanassis Vengos

Winter, Kältezeit, die Periode der entsättigten Farben und der reduzierten Lebenskraft – wie so oft in Filmen von Angelopoulos. Ein Mensch unterwegs, ortlos, Odysseus, »ihm ist gegeben, auf keiner Stätte zu ruhen« – hier ein Regisseur auf der Suche nach drei Rollen belichteten, nicht entwickelten Filmmaterials, aufgenommen von Kameraleuten aus der Frühzeit des Kinos. Die Winterreise führt den Mann von Filmarchiv zu Filmarchiv, Schutzräumen des Gedächtnisses, von Nordgriechenland nach Albanien, Rumänien, Serbien, Bosnien. Die Geschichte des Mannes lagert dann noch andere Geschichten an, die des Films, die des 20. Jahrhunderts.

Harvey Keitel als Alter Ego von Angelopoulos: Er agiert verlangsamt, als trage er das Gewicht der Welt, das Graue der Gegenwart und der Vergangenheit. In seinem Schlussmonolog spricht er in die Kamera – zum Zuschauer oder zu wem? -, von seiner Rückkehr in den Kleidern eines anderen Mannes, vom endlosen Erzählen, unterbrochen von tröstlichen Umarmungen zu Hause – aber es bleibt offen, ob und wann er je zurückkehren wird. Und wohin denn auch? Wo ist Heimat? So stellt sich dieser Film als weiteres Kapitel in einer unendlichen Geschichte dar, als Fragment, demonstrativ in seinem Gestus.

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Sonntag 27.2.2022 19:15 Uhr
Hommage Basil Dearden
SARABAND FOR DEAD LOVERS
(KÖNIGSLIEBE)
GB 1948 – OF – 96 Min. – 35mm
Regie Basil Dearden
Buch John Dighton, Alexander Mackendrick
Kamera Douglas Slocombe – Musik Alan Rawsthorne
Mit Joan Greenwood, Stewart Granger, Peter Bull, Flora Robson

SARABAND FOR DEAD LOVERS war der erste Technicolor-Film aus den Ealing Studios. Gekonntes Melo. Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt er von der tragischen Liebesbeziehung zwischen Prinzessin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg und dem Grafen Philipp Christoph von Königsmarck.

»Nachdem Dorothea im späten 17. Jahrhundert zur Ehe mit Kurfürst Georg Ludwig gedrängt wird, führt sie ein beengtes und freudloses Dasein am Hofe Hannovers. Als der attraktive Graf Philipp von Königsmarck sich wegen Geldproblemen in die Dienste Georgs stellt, verlieben sich Sophie und er leidenschaftlich ineinander. Die Missachtung höfischer Regeln und die rasende Eifersucht von Philipps ehemaliger Geliebten Gräfin Platen bringen das Paar in Bedrängnis und lassen ihnen schließlich nur einen Ausweg: die gemeinsame Flucht.«
(Michael Kienzl, Metropolis Kino Hamburg)

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Update 28.9.2021

 

LOHN DER ANGST am 1.10.2021, 20 Uhr – Nach 11 Monaten der corona-bedingten Spielpause gibt es zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes für alle Freigetränke!

Update 24.9.2021

Hinweis: Abgelaufene 813-Freundeskarten bleiben auf jeden Fall dieses Jahr noch gültig!

LOHN DER ANGST am 1.10.2021, 20 Uhr – Nach 11 Monaten der corona-bedingten Spielpause gibt es zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes für alle Freigetränke!

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Update 20.9.2021

Eine Kurzübersicht unseres Oktober-Programms finden Sie unter DEMNÄCHST. Mehr folgt in wenigen Tagen…

Ein englisches Plakatmotiv von LOHN DER ANGST (siehe oben) hängt im Zimmer von Martin (Werner Enke) aus der in Deutschland berühmten Kinokomödie ZUR SACHE SCHÄTZCHEN. – Tatsächlich kein Zufall, LOHN DER ANGST ist Werner Enkes Lieblingsfilm No.1.

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Update 18.9.2021

Breaking news!!
In Kürze wird das aktuelle Programm des Filmclub 813 veröffentlicht. Vom 1.10. bis 31.10. wird 19 mal gespielt werden; wie in alten Zeiten!

Für diesen Monat wurde das Programm unter dem Motto „Solidarität mit dem Filmclub 813!“
in erster Linie von befreundeten Kinos und Filmarchiven aus ganz Deutschland zusammen-gestellt. – Es werden alles Filme sein, die noch nie im Filmclub 813 gelaufen sind.

Den Auftakt macht am Freitag, den 1.10.2021 um 20 Uhr LOHN DER ANGST von Henri-Georges Clouzot aus dem Jahre 1953.

 

Update 1.9.2021

Ab Oktober wird es wieder ein Kinoprogramm geben!

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Update 31
.8.2021*

Am Freitag, den 20.8.2021 fand vor dem Kölner Landgericht die Verhandlung „Kölnischer Kunstverein vs. Filmclub 813“ in puncto mehrerer fristloser und außerordentlicher Kündigungen, sowie der Räumungsklage gegen den Filmclub 813 statt. Das Urteil wird am 8.10.2021 gesprochen. Bis dahin hat man nun Gelegenheit, sich gütlich, sprich außergerichtlich zu einigen. Das empfahl der Richter und legte den Verkündungstermin extra weit nach hinten. – Kurzum: Nun ist der Kölnische Kunstverein wieder zu Verhandlungen bereit!

*31.8. – was für ein schönes Datum!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 29.6.2021

Special-Screening: 20 Jahre Kino 813 in der BRÜCKE!

 

Update 26.6.2021:
Donnerstag, 1. Juli 2021, 20:13 Uhr – 8:13 p.m.
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0 Jahre ein eigenes Kino für den Filmclub 81320 Jahre „Kino 813 in der BRÜCKE“!

Vor 20 Jahren, am 1. Juli 2001 wurde der Filmclub 813 durch den Kauf der kompletten Kinotechnik und des Kinoinventars vom British Council offizieller Kinobetreiber des Kinosaales im städtischen Gebäude DIE BRÜCKE.

Zum Kinojubiläum präsentiert der Filmclub 813: „BB au 813“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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MANINA, THE GIRL IN THE BIKINI
( MANINA, LA FILLE SANS VOILE / MANINA, THE LIGHTHOUSE KEEPER‘S DAUGHTER / SOMMERNÄCHTE MIT MANINA )
F 1952/58 – englische Fassung* – s/w – 86 Min. – 35mm
Regie: Willy Rozier – Buch: Willy Rozier, Xavier Vallier
Kamera: Michel Rocca – Musik: Marcel Bianchi, Jean Yatove
Mit Brigitte Bardot, Jean-François Calvé, Howard Vernon u.v.a.

*Wir zeigen die US-amerikanische Version von 1958 als englisch-sprachige Synchronfassung.
In Ermangelung einer deutschen Verleihkopie, da die einzig bekannte nur als leicht brennbare Nitro-Kopie existiert und somit nicht ausleihbar ist bzw. gar nicht gespielt werden dürfte. (Nitrofilm fällt in Deutschland unter das Sprengstoffgesetz.)

Im Vorprogramm: 35mm-Trailer-Show mit BB durch die 50er, 60er + 70er Jahre

Eintritt: 8,13 Euro – Dafür erhält man gleichzeitig eine 813-Freundeskarte, die ein
Jahr lang zum ermäßigten Eintritt von 4 Euro pro Kinobesuch berechtigt.

Reservierung unter: [email protected] – Wird bestätigt!

Wir weisen ausdrücklich auf die aktuell gültigen Corona-Regelungen
der Stadt Köln und des Landes NRW für den Besuch von Kinos hin!

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Update 21.6.2021:
Den 2. Offenen Brief gibt es nun auch auf Spanisch!

Hier kann man unterschreiben:

2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 vom 9.2.2021 als Reaktion auf die aktuelle Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins vom 5.2.2021 – aussi en français, also in English, также на русском языке, ¡También en español!

 

Update 15.5.2021:
Den 2. Offenen Brief gibt es nun auch auf Russisch!

(s. u.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier kann man unterschreiben:

2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 vom 9.2.2021 als Reaktion auf die aktuelle Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins vom 5.2.2021 – aussi en français, also in English, также на русском языке

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am 1. Juli 2021 werden wir – vorbehaltlich der aktuellen Entwicklungen in Sachen Pandemie – unser 20-jähriges Kinojubiläum begehen. 20 Jahre ein eigenes Kino für den Filmclub 81320 Jahre Kino 813 in der BRÜCKE!

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Eine Empfehlung in kinolosen Zeiten:

Radio – Lange Nacht im Deutschlandfunk: Tränen im Kino – Melodramen von Douglas Sirk von Martina Müller – 24.4.2021 – (nur noch kurze Zeit in der DLF-Mediathek zum Download)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Aus traurigem Anlaß:

„Im Labyrinth der Leidenschaften“ – Nachruf zum Tode des Filmkritikers Hans Schifferle Von Doris Kuhn und Tobias Kniebe in der Süddeutschen Zeitung vom 2.4.2021   (Link*)

*Mit dankenswerter Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

Hans Schifferle war uns sehr verbunden. – Diesen Film hätte sich Hans mit Sicherheit bei uns angeguckt, und  seine helle Freude dabei gehabt:

 

Update 7.4.2021:
Den aktuellen Artikel der Stadtrevue (4.2021) kann man sich jetzt als pdf herunterladen.
– siehe unten, am 28.3.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 6.4.2021:
8:13 Uhr
– Nun stehen 1040 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 und 1557 Unterschriften unter dem 1. Offenen Brief – Bei der ersten Petition gilt es allerdings noch 695 Unterschriften dazu zurechnen, ergo sind es insgesamt 2252.

2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins (9.2.2021)

Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung(31.10.2020)

 

 

Update 3.4.2021:
8:13 Uhr
– Nun stehen 1038 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 und 1388 Unterschriften unter dem 1. Offenen Brief – Ein Tag der schönen Zahl!  Bei der ersten Petition gilt es allerdings noch 695 Unterschriften dazuzurechnen.

 

Update 30.3.2021:
18:13
p.m. – Nun stehen 1036 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813:
2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins (9.2.21)

Der 1. Offene Brief an den Vorstandsvorsitzenden des Kölnischen Kunstvereins vom 31.10.2021 hat mittlerweile 1387 Mitunterzeichner*innen, zuzüglich 695 Erst- & Zweiunter-zeichner*innen, ergo zusammen 2082 (!):
Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

 

 

Update 29.3.2021:
8:13 a.m.
– Nun stehen 1035 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813:
http://chng.it/GCrLb8Mg

 

 

Update 28.3.2021:
Der doppelseitige Artikel von Wolfgang Frömberg in der April-Ausgabe der Stadtrevue (Seite 52-53) über den Konflikt zwischen dem Kölnischen Kunstverein und dem Filmclub 813 hat den bezeichnenden Titel „Der große Graben“. Dort werden nun zum ersten Mal weitere Hintergründe für die Motivation des Kölnischen Kunstvereins dargestellt, das Kino 813 in der BRÜCKE kahl zuschlagen und den Filmclub 813 vor die Türe zu setzen.

Stadtrevue_4.2020_Film_DER_GROSSE_GRABEN_Seite_52-53 (als pdf zum Download)*

*Mit freundlicher Genehmigung der www.stadtrevue.de

 

 

Update 27.3.2021:
Am 26.3.2021 bespielte der Kölnische Kunstverein trotz fristloser Kündigung und eingereichter Räumungsklage gegen den Filmclub 813 im Rahmen seiner Ausstellungs-eröffnung wieder den Kinosaal des Filmclub 813  und projizierte dabei bis in die späten Abendstunden eine Video-Dauerschleife auf die Leinwand des Filmclub 813.
Laut Überlassungsvertrag darf er das problemlos. – Aber dieser Vertrag ist ja jetzt einseitig von ihm gekündigt geworden!
Wie ist also nun die selbstverständliche Nutzung des Eigentums des Filmclub 813 zu verstehen?
Will der Kölnische Kunstverein dem Filmclub 813 nun in der BRÜCKE eine Brücke bauen, in dem er den Vertrag doch wieder gelten läßt und die Technik, also die technischen Einbauten des Filmclub 813 entspannt nutzt, oder ist es einfach nur Gutsherrenart, das Eigentum des Filmclub 813 ungefragt zu nutzen? – Wollen wir mal positiv denken…
Etwas anderes ist zumindest sicher: Wenn das Virus es zulässt, werden wir ab dem 1. Juli das Kino 813 in der BRÜCKE anlässlich unseres 20jährigen Kinojubiläums wieder öffnen.
– Denn für uns ist der 2011 abgeschlossene Überlassungsvertrag noch bis 2034 bindend!

 

 

Update 21.3.2021:
8:13 p.m.
– Jetzt stehen 1029 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE!
http://chng.it/GCrLb8Mg

Hier mal ein Kommentar aus der aktuellen 813-Petition als direkter  Appell an den Kölnischen Kunstverein :

„Lieber Kölner Kunstverein, ich habe keinerlei Ahnung worum es bei diesem Streit geht, aber es ist irgendwie auch gar nicht so wichtig. Zwei Institutionen die sich auf jeweils ihre ganz eigene Art und Weise derart der Kunst verschrieben haben, sollten sich nicht bekriegen, sondern unterstützen. Und schon gar nicht versuchen die Arbeit des anderen auf juristischem Wege zu zerstören. Also bitte stoppt die Klage und redet miteinander. Die Arbeit des Filmclubs 813 ist wichtig und einzigartig für alle die das Kino lieben. Und zwar genau an dem historischen Ort, an dem sie seit nunmehr 26 Jahren stattfindet: im „Die Brücke“! Was da bei einer Räumung zerstört würde, kommt so vielleicht nie wieder. Das kann doch einem „Kunstverein“ nicht egal sein.
Bitte stellt Persönliches nicht über die Kunst und deren Erhalt für alle die sie lieben. Es gehört auch zur Kunst (wie zum Leben) die Andersartigkeit des jeweils anderen zu akzeptieren. Also bitte zeigt etwas mehr Verständnis für einander und redet miteinander. Danke!“

Karsten John, Köln, Deutschland

 

Die Filmstiftung NRW gratuliert dem Filmclub 813 in der aktuellen Ausgabe seines „Magazins“ (1/2021) zum 30 jährigen Bestehen. – Danke!

Filmstiftung Das Magazin 1/2021 (Seite 41)

 

 

Update 12.3.2021:
13:38:18
Uhr – Jetzt stehen 1000 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE!
http://chng.it/GCrLb8Mg

 

Update 9.3.2021:
8:13
p.m. – Zur Zeit gibt es 975 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 25, dann ist das zweite Ziel erreicht: 1000 (!)

 

Update 28.2.2021:
Sonntagabend, 19 Uhr:  Das Kino 813 in der BRÜCKE nimmt ebenfalls an der bundesweiten Aktion „Kino leuchtet. Für Dich.“ teil:

Foto: Elena Wegner (c) 2021

 

Update 26.2.2021:
Heutiges Interview mit Bernhard Marsch, dem 1. Vorsitzenden des Filmclub 813  im Deutschlandfunk Kultur in der Sendung „Kompressor“ über die aktuelle Situation des Kino 813 in der BRÜCKE im Konflikt des Filmclub 813 mit dem Kölnischen Kunstverein:

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=905839

 

8:13 p.m. – Zur Zeit gibt es 913 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 87, dann ist das zweite Ziel erreicht: 1000 (!)

 

 

Update 19.2.2021:
 8:13
p.m. Zur Zeit 713 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 100, dann ist das erste Ziel erreicht: 813 (!)

 

 

Update 18.2.2021:
„Die Rückkehr der guten Laune!“

 

Update 15.2.2021:
Das Kino im Sprengel gehört ebenfalls wie der Filmclub 813  zum deutschen (kino-climates.de) und europäischen (kino-climates.org) Off-Off-Kino-Netzwerk „Kino Climates“. Dies schreiben unsere Kinofreunde aus Hannover in ihrem Blog zur hiesigen Situation:

Kino im Sprengel_Hannover_Blog_14.2.2021

Man beachte dabei auch die Nachrichten aus Frankreich, wo es aktuelle, ähnliche, aber anders gelagerte Fälle gibt!

——

Die beiden 35mm-Projektoren (Philips FP5) des Filmclub 813 im Originalzustand, damals im AKI-Kino im Frankfurter Hauptbahnhof.

Foto: Bernhard Marsch (c) 2021

 

Update 12.2.2021:
Die filmszene.koeln und der Kölner Stadt-Anzeiger greift die 813-Pressemitteilung des Filmclub 813 auf:

https://www.ksta.de/kultur/nach-kuendigung-koelner-filmclub-813-auf-raeumung-verklagt-37935094

KSTA_vom_12.2.2021_von_Michael_Kohler_ (pdf*)  *mit freundlicher Genehmigung des Verlages

filmszene.koeln (11.2.2021)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 11.2.2021:
813-Online-Petition
vom 9.2.2021: 2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des „Kino 813 in der BRÜCKE“ des Filmclub 813:

813-Online-Petitions-Link auf change.org_(9.2.2021)

Zweiter_Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_9.2.2021 (pdf-Download)

Second_Open_Letter_to_the_Kölnischer_Kunstverein_9-2-2021_(pdf-Download)

Deuxième_lettre_ouverte_au_Kölnischer_Kunstverein_9.2.2021_(pdf-Download)

 

 

Update 10.2.2021:
813-Pressemitteilung
vom 9.2.2021 zur Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins gegen den Filmclub 813, welche diesem am 2.2.2021 zugestellt wurde:

813-Presse-Mitteilung_Räumumgsklage_(9.2.2021) – als pdf zum Download

 

 

 

 

Update 24.1.2021:

30 Jahre Filmclub 813 – Die Durchdringung von Kino und Leben

Hier der Vollständigkeit halber auch das unbeschnittene Foto der 8 Gründungsmitglieder des Filmclub 813:Foto: Udo Noll (c) 1990

 

Update 21.1.2021:
Gratulationsschreiben der Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach
an den Filmclub 813 vom 12.1.2021:

An den Filmclub 813 e.V.
Glückwunsch 30 jähriges Bestehen des Filmclub 813
Im Sommer 1990 fanden sich einige Filmenthusiasten in Köln mit dem Ziel zusammen, selten gezeigte, anspruchsvolle und auch abseitige Werke der Filmkunst zur Aufführung zu bringen. Der 12.1.1991 markierte mit dem Screening von Rudolf Thomes Kultfilm „Rote Sonne“ die öffentliche Geburtsstunde des Filmclubs 813. Ich gratuliere sehr herzlich zu diesem bemerkenswerten Jubiläum!
Mit jener mittlerweile historischen Vorstellung ist es dem Filmclub 813 gelungen, ein Statement für die Filmkultur in Köln abzugeben und zugleich programmatisches Ausrufezeichen für die zukünftige Arbeit des Vereins zu setzen. Seither ist es Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern mit viel ehrenamtlichem Engagement, Sachverstand und filmischer Neugier geglückt, ein unabhängiges und besonderes Programm auf die Beine zu stellen, welches auch über die Grenzen Kölns hinaus viel Beachtung findet. In Ihrer kontinuierlichen und mutigen Programmation im Abspiel auf Celluloid, beleuchten Sie sowohl den anerkannten Kanon der Filmgeschichte, begehen Jubiläen bekannter Persönlichkeiten der Filmkunst oder gestalten thematische oder historisch ausgerichtete Reihen. Ihr Herz schlägt aber auch für das Genrekino, für das Mitternachtskino und für gescheiterte Ambitionen des Filmschaffens, die eine zweite Chance beim Publikum verdienen. In dieser Totale – um ein weiteres filmisches Bild zu bemühen – liegt der Reiz des Angebots, den der Filmclub 813 seit nunmehr 30 Jahren in der Kölner Filmkultur präsentiert. Ein Angebot, das schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden ist.
In der Rückschau auf 30 Jahre Filmclub 813 wird auch deutlich, dass diese Initiative filmbegeisterter Menschen wichtige Impulse für die Filmkultur in Köln geliefert hat und etliche heute erfolgreiche Kinobetreiber, Produzenten oder Verleiher aus ihr hervorgegangen sind. Mit der sogenannten „Kölner Gruppe“ ist auch das Wirken eines Zirkels unabhängiger Regisseure, Schauspieler und Autoren untrennbar mit dem Filmclub 813 verbunden.
Für Ihren wichtigen Beitrag zur Filmkultur in Köln möchte ich Ihnen ausdrücklich danken und natürlich zu Ihrem Jubiläum herzlich gratulieren. Das Kulturamt wird Ihnen auch bei der Fortführung ihrer program-matischen Aktivitäten und der Weiterentwicklung des Vereins als verlässlicher Partner zur Seite stehen.
Mit besten Grüßen,
Susanne Laugwitz-Aulbach

Hier nochmal der 813-Petitons-Link zum Mitzeichnen unseres  Offenen Briefes vom 31.10.2020 an Herrn Dr. Thomas Waldschmidt zur Rücknahme der Kündigung:

Offener Brief zur Rücknahme der fristlosen Kündigung des Filmclub 813

 

 

Update 21.1.2021 (13:18 Uhr MEZ/CET)

Foto: Bernhard Marsch (c) 2021

Der Filmclub 813 darf derweil stolz auf folgender Auszeichnungen zurückblicken:

Kinematheksverbundspreis 2003 (2.Platz)
Kinematheksverbundspreis 2005 (1.Platz)
Kinematheksverbundspreis 2008 (2.Platz)
Preis der DEFA-Stiftung 2010
Kinematheksverbundspreis 2015, gewidmet: Helmut W. Banz
Kinematheksverbundspreis 2016 (1.Preis, Kategorie I, "Kino, das zurückblickt")
Lotte-Eisner-Preis 2017 des Kinematheksverbundes
Kinematheksverbundspreis 2018 (2.Preis, Kategorie IV, "Kino, das wagt")
Kinematheksverbundspreis 2019 (2.Preis, Kategorie I, "Kino, das zurückblickt")
Kinematheksverbundspreis 2020 (2.Preis, Kategorie II, "Kino, das bildet")

 

Update 17.1.2021:

KSTA_vom_16.1.2021_von_Michael_Kohler_(pdf*)  *mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 

Update 13.1.2021:
Der Kölner Musiker und Künstler Jo Zimmermann, auch bekannt als „Schlammpeitziger“ gratuliert dem Filmclub 813 mit einer Zeichnung:

 

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Der Filmclub 813 hat heute 30. Geburtstag! – Am 12.1.1991 wurde die erste öffentliche Kinoveranstaltung geboten, ursprünglich geplant im AKI-Kino im Hauptbahnhof, letztlich stattgefunden in der Filmpalette. – Hier ein Foto-Ausschnitt von unserer „legendären“ 813-Polaroid-Wand, stellvertretend für alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder und vorallem für all die ehrenwerten Gäste des Filmclub 813, die hier abgebildet und damit verewigt sind!

 

 

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Update 30.12.2020:
Der 813. Unterzeichner des Offenen Briefes ist Théo Deliyannis aus L’Haÿ-les-Roses in Frankreich. Herzlichen Glückwünsch! Es wartet 813 mal freier Eintritt auf Dich, Théo. Félicitations! Soyez les bienvenus au Kino 813 in der BRÜCKE. Il attend 813 fois entrée libre, Thèo.

 

Update 24.12.2020:
Heute wurden dem Vorstandsvorsitzenden des Kölnsichen Kunstvereins Dr. Thomas Waldschmidt 1005 weitere Unterschriften des Offenen Briefes zugestellt. Somit erhöht sich nun die Zahl aller geleisteten Unterschriften auf genau 1700. Als Freunde des Filmclub 813 haben Hans W. Geissendörfer und Edgar Reitz nun auch mitunterzeichnet.

Foto: Bernhard Marsch (c) 2020

Hier noch ein kleiner Artkel aus der epd film aus der aktuellen Dezember-Ausgabe zum Konflikt mit dem Kölnischen Kunstverein als Download: epd film_Dezember 2020 – Seite 10

 

 

Update 13.12.2020:
Die 813-Online-Petition hat heute die Zahl 1000 (!) erreicht.

 

Update 7.12.2020:
Zum ersten Mal in fast 30 Jahren hat der Kölner Stadt-Anzeiger dem Filmclub 813  heute eine ganze Seite gewidmet! – Leider nicht aus Freude über den am 12. Januar 2021 anstehenden 30. Geburtstag und die damit über die letzten Jahrzehnte verbundenen unvergesslichen cinephilen Vergnügungen und cineastischen Kurzweiligkeiten, die ehrenamtlich, uneigennützig und kompetent dem Kölner Kinopubilkum kontinuierlich und zuverlässig mit minimalem Budget zugeführt wurden. Und leider auch nicht aus Würdigung anläßlich des am  1. Juli 2021 stattfindenden 20jährigen Kino-Jubiläums als offizieller Betreiber des Kino 813 in der BRÜCKE im gleichnamigen denkmalgeschützen Gebäude in der Hahnenstraße 6, als Garant für die Darreichung filmhistorischen Kinokulturgutes in der, in der heutigen Zeit eher selten gewordenen, analogen Präsentationsform. – Nein, der Grund ist der, daß der Kölnische Kunstverein weiterhin weniger daran interessiert ist, konstruktive Verhandlungen zu führen, als daran, den Filmclub 813 mit seinen 60 Mitgliedern weiterhin öffentlich zu diskreditieren.

Artikel von Frank Olbert im Kölner Stadt-Anzeiger_7.12.2020 (Link)

Im nachstehenden Kommentar wird die Rolle der Stadt Köln, insbesondere die des Kulturamtes beleuchtet. – Kultur- und Liegenschaftsamt haben dem Filmclub 813 zugesichert, daß er in der BRÜCKE bleiben und sogar unter besseren Bedingungen arbeiten kann, sofern er sich mit dem Kölnischen Kunstverein arrangiere. Und wenn es aber haken sollte, stehe die Stadt als Vermittler parat. – Der Anwalt des Kölnischen Kunstvereins, ebenfalls Mitglied des Vorstandes diktierte allerdings die Bedingungen erstaunlich übergriffig und drohte u. a.  weiterhin mit einer Räumung des Kinoeigentums des Filmclub 813 aus der BRÜCKE, wenn man den gestellten Bedingungen nicht ad hoc zustimme. Obwohl beide Ämter, sowie das Kulturdezernat der Stadt Köln ihre Zustimmung zur fristlosen Kündigung des Filmclub 813 explizit versagt hatten! – Unter diesen Umständen sehen wir leider das Klima noch nicht dafür gegeben, auf Augenhöhe über eine zukünftige friedliche Koexistenz beider Vereine in der BRÜCKE zu verhandeln.

Kommentar von Frank Olbert im Kölner Stadt-Anzeiger vom 7.12.2020 (Link)

Unsere nach wie vor laufende 813-Online-Petition „Offener Brief an den Kölnischen Kunstverein zur Rücknahme der Kündigung des Filmclub 813“ hat nun jetzt fast 813 + 187 zusätzliche Unterzeichnerinnen und Unterzeichner. U. a. sind just Hans W. Geissendörfer und Edgar Reitz als prominente Unterstützer hinzugekommen.  – Alle neuen Unterschriften werden noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfeste zur Kenntnisnahme und gefälligen Betrachtung an Dr. Thomas Waldschmidt übergeben und anschließend veröffentlicht. – Insgesamt sind es nach heutigem Stand fast 1700 Mitstreiter und Sympathisanten, nicht nur aus Köln, sondern aus der ganzen Welt! – Mindestens die Anzahl von 1813 zu erreichen, ist das nächste Ziel.

 

Update 28.11.2020:
Der aktuelle Stadtrevue-Artikel (12/2020), geschrieben von Sven von Reden zum Download: Stadtrevue 12.2020_Film_Seite 64 –  Zitat: „Pikant ist, dass der Anwalt
des Kunstvereins wiederum den Kassenwart des Filmclub 813 e.V. vertritt, der wegen vereinsrechtlicher Unregelmäßigkeiten den Vorsitzenden des Vereins Bernhard
Marsch, verklagt hat.“
– Noch liegt keine Klage vor. Aber wir dürfen gespannt sein und wundern uns überhaupt nicht mehr, was sich der Kölnische Kunstverein nun hat einfallen lassen, nachdem seine fristlose Kündigung quasi gescheitert ist, da die Stadt Köln (Kulturdezernat, Kulturamt und Liegenschaftsamt) einer Kündigung nicht zugestimmt hatte und dieses nun auch öffentlich in diversen Briefen kundgetan hat. – Die Backstory hinter allem ist übrigens filmreif. Wir arbeiten gerade hart am Drehbuch!

 

Update 23.11.2020:
Ein Artikel mit dem aktuellen Konflik zwischen dem Filmclub 813 und dem Kölnischen Kunstverein als Aufhänger ist am Donnerstag, den 19.11.2020  in der Jungle World erschienen:  Lars Henrik Gass im Interview mit Mortiz Liewerscheidt.

https://jungle.world/artikel/2020/47/das-kommerzielle-kino-hat-keine-zukunft

 

Update 14.11.2020:
Das haben unsere Kinofreunde vom Kino im Sprengel aus Hannover am 25.10.2020 in Ihrem Blog veröffentlicht:

https://blog.kino-im-sprengel.de/tag/kundigung-fur-filmclub-813

 

Update 10.11.2020:
Hier zwei Artikel zum Thema, die am 7.11. und am 10.11. in der Kölnischen Rundschau erschienen sind. Der Artikel vom 10.11. bezieht sich direkt auf den vom 7.11., in dem ein nicht unerheblicher Sachverhalt falsch dargestellt wurde und korrigiert diesen:

Kölnische Rundschau vom 10.11.2020 (pdf-download)

Kölnische Rundschau vom 7.11.2020 (pdf-download)

 

Update 9.11.2020:
Hier ein aufschlußreicher Artikel aus der aktuellen Stadtrevue (11/2020), geschrieben von Sven von Reden zum Download: Stadtrevue 11.2020_Film_Seite 5 – Im drittletzten  Satz heißt es: „Klar ist, dass das Programm des Filmclub 813 für das Kölner Kulturleben unersetzbar ist.“

 

Update 8.11.2020:
Hier das Video von 813-Mitglied Tobias Schmücking, welches er am 16.10.2020 gegen 12 Uhr aus bekannten Gründen gedreht hatte:

 

Update 7.11.2020: Eine kleine akustische Solidaritätsgeste von 813-Freund Felix Kubin aus Hamburg:

 

Update 6.11.2020: 813-Schnellballsystem: Jede/jeder, die/der den Offenen Brief unterschrieben hat, möge doch bitte drei weitere Sympathisanten finden. Die Verbreitung funktioniert dann so schnell, wie ein nicht zu unterschätzender Virus, der sich gerade quasi in aller Munde befindet. Aus 1 mach 3 mach 8 (!)

Den aktualisierten Offenen Brief findet man oben im Menü unter 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! –  also in English et en français!

 

Update 5.11.2020: Heute wurde der aktualisierte Offene Brief mit nun 695 Erst- und ZweitunterzeichnerInnen (Stand: 31.10.2020, 13:18 Uhr) zugestellt. Die Veröffentlichung erfolgt dann am morgigen Tage. Die/der 813te* wird gleichzeitig mit Bekanntgabe des gewählten Präsidenten einer Supermacht verlautbart (*Ein Jahr freier Entritt!).

 

Update 3.11.2020: Die Veröffentlichung aller bisherigen Unterschriften wird ungefähr zeitgleich mit dem Ergebnis der US-Präsidentwahl veröffentlicht. Wir haben zwar keine Briefwahl, aber zwei Verfahren, die noch zusammengeführt werden müssen. Auf jeden Fall wir es eine/en 813. UnterzeichnerIn geben, das ist mal sicher!

https://www.change.org/Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Stand der 813- Online-Petition (s.u.) – 3.11.2020, 8:13 p.m.: 258 UnterzeichnerInnen – Tendenz steigend. – 22 Uhr: 344 – Insgesamt die Zahl von 1000 UnterzeichnerInnen überschritten.

https://www.change.org/Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Unterschriftenaktion für den Erhalt des Filmclub-Kinos

Update 31.10.2020: Ab 13.18 Uhr ist nun eine Oneline Petition auf change.org in der Sache veröffentlicht und aktiv (s. u.). – Diese löst das bisherige Verfahren per Email an [email protected] ab. – Alle 695 Erst- und ZweitunterzeichnernInnen bis zum 31.10.2020, 13:17:59 Uhr sind erfaßt und werden noch heute dem Kölnischen Kunstverein in einem aktualisierten Brief nachgereicht und anschließend ebenfalls auf dieser Website veröffentlicht. Bitte nicht via change.org doppelt unterzeichnen! – Die Petition wird solange laufen, bis die fristlose Kündigung, die juristisch noch im Raum steht, zurückgenommen ist, um in Augenhöhe gemeinsam am Verhandlungstisch sitzen zu können. Denn Verhandlungen soll es laut aller Beteiligten von nun an geben. Eine juristische Auseinandersetzung soll vermieden werden, denn sie würde dem Kölner Kulturleben nur mehr als schaden!

https://www.change.org/Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Update 30.10.2020:

Zur Stellungnahme des Kölnischen Kunstvereins auf www.koelnischerkunstverein.de/aktuell hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Filmclub 813 – eine Replik

Der Vorwurf des Kölnischen Kunstvereins, der Filmclub 813 verstoße seit Jahren gegen elementare vertragliche Pflichten, ist unzutreffend. Daher ist auch die vom Kölnischer Kunstverein erklärte Kündigung weder sachlich nachvollziehbar noch rechtlich begründet.

Der Filmclub 813 hat seine Räumlichkeiten Dritten nicht ohne Zustimmung des Kölnischer Kunstverein überlassen. Es ist andersherum so, dass der Kölnische Kunstverein seinerseits dem Filmclub 813 die vertraglich geregelte und seit Jahren praktizierte Zustimmung zur Überlassung an Dritte für eine Veranstaltung im Oktober 2020 verweigert hat. Ziel des vom Filmclub 813 eingeleiteten einstweiligen Verfügungsverfahrens war die Verpflichtung zur Erteilung dieser Zustimmung durch den Kölnischer Kunstverein. Der Antrag wurde aus bloßen prozessualen Gründen, die mit den Eigenheiten eines Verfügungsverfahren zusammenhängen, zurück-genommen, nicht etwa aus inhaltlichen Gründen. Zur Frage, ob dem Filmclub 813 gegen den Kölnischer Kunstverein ein Anspruch auf Erteilung der Zustimmung zustand, gab es vom Gericht keine Beurteilung.

Eine Eskalation ist nicht von Seiten des Filmclub 813 ausgegangen, sondern vom Kölnischen Kunstverein, welcher durch die Verweigerung seiner Zustimmung Veranstaltungen verhindert hat.

Aber auch der Filmclub 813 hat natürlich Interesse an einer Einigung mit dem Kölnischen Kunstverein, der die Räumlichkeiten seinerseits von der Stadt Köln zur Verfügung gestellt bekommt. Die Überlassung der Räume auf einer einfacheren und klareren Grundlage, welche es dem Kölnischen Kunstverein ermöglicht, die Regelungen einzuhalten und einhalten zu wollen, wäre begrüßenswert.

Der Filmclub 813 jedenfalls arbeitet im Sinne der Kultur an einer einvernehmlichen Lösung.

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Die Zweitunterzeichnerliste unseres Offenen Briefes vom 23.10.2020 – mit der wir nun auf insgesamt 672 MitzeichnerInnen kommen (Stand: 30.10.2020, 23:18 Uhr) – wird morgen übergeben und anschließend unter 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! veröffentlicht. Unter anderem geben sich darauf Volker Schlöndorff und Rudolf Thome* die Ehre.  (*Sein Kinofilm ROTE SONNE aus dem Jahr 1970 war der allererste Film, den der Filmclub 813 am 12.1.1991 öffentlich in einem Kino, der Filmpalette gezeigt hatte. Am 12.1.2021 jährt sich dieser Tag dann zum 30. Mal, ergo werden wir dann – hoffentlich – unser 30jähriges Vereinsjubiläum feiern!

Update 28.10.2020: Hier unser ungekürzter Video-Beitrag zur Präsentation des Filmclub 813 im Rahmen der virtuellen Preisverleihung. Er darf gerne geteilt werden!

https://vimeo.com/469526797/

Update 27.10.2020: Eilmeldung: Kinopreis des Kinematheksverbundes an den Filmclub 813 e.V. und sein Kino 813 in der BRÜCKE in der Kategorie „Kino, das bildet“ (2. Platz)

https://vimeo.com/472207354

Zur Zeit haben ca. 200 ZweitunterzeichnerInnen unseren Offenen Brief unterschrieben (Stand: 16:40 Uhr). Sobald die damit verbundenen Fleißarbeiten der Namensübertragung abgeschlossen sind, wird der aktualisierte Brief veröffentlicht, aber nicht vor morgen. Gerne immer noch weiterverbreiten. – Der/die 813. UnterzeichnerIn hat ein Jahr freien Eintritt! – Gewünscht sind in der Regel Einzelpersonen als MitzeichnerInnen. Gerne können auch ganze Listen an [email protected] geschickt werden.

Update 26.10.2020:  Der Flügelschlag des Schmetterlings in China zieht seine Kreise…

WDR-Kulturnachrichten: Prominente unterstützen Kölner Filmclub 813

filmverstand.net: Filmclub 813 droht das Aus

filmdienst.de: Lars Henrik Gass „Die Kinokultur der Zukunft“

Das 813-November-Programm findet man nun rechts außen unter der Rubrik „Demnächst“ (aus bekannten Gründen ohne Gewähr),

Update 25.10.2020: Den Offenen Brief an den Kölnischen Kunstverein findet man unter dem Menü-Button 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! (siehe oben). Der Brief wird regelmäßig aktualisiert. Wer nun mitunterzeichnen möchte, schicke bitte eine E-Mail mit den Angaben Vorname, Name, Tätigkeit, Wohnort, ggf. Land an diese E-Mail-Adresse: [email protected]
Der Offene Brief hatte zum Zeitpunkt der Übergabe am 23.10.2020 bereits 318+ Erstunterzeichner! – Das Spiel geht nun aber erst recht weiter mit dem Ausbau der UnterzeicherInnenliste auf eine stattliche Anzahl von 813, 8138, 81381 oder gar 813813!

Das 813-Kinoprogamm läuft bisher ungestört weiter! Wir gehen im Moment davon aus, dass dies erst mal so bleiben wird. – Das 813-November-Programm wird – wahrscheinlich – erst morgen veröffentlicht. Es liegt in den letzten Zügen…

Update 22.10.2020: Oben unter dem Button 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! findet Ihr einen aktuellen Radio-Beitrag von WDR 3, gesendet am 20.10.2020 in der 12-Uhr-Sendung „Kultur am Mittag“ und ein Solidaritäts-Schreiben des Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. an den Kölnischen Kunstverein zur Rücknahme der fristlosen Kündigung.

Update 15.10.2020: Gestern war unsere Vorstellung mit EIN ERFOLGREICHER BLINDGÄNGER – unter Corona-Bedingungen (36 Zuschauer = 20% der Kapazität sind zurzeit erlaubt) – ausverkauft!

Es kamen im Laufe des Abends aber weit mehr Sympathisanten einfach so vorbei, um uns Ihre Solidarität zu bekunden! Wir haben uns riesig gefreut.

Der erste Anruf des heutigen Morgens kam von unserem Anwalt und Licht am Horizont erscheint: Er trifft sich am 28.10. mit dem gegnerischen Kollegen, um eine grundsätzliche Klärung der hoffentlich nicht ganz verfahrenen Situation anzugehen.

Von der „Gegenseite“ wurde signalisiert, dass man eine Räumung inklusive Schlüsselsperrung wohl ab dem 16.10. aussetze.

Wenn dem so sei, liefe unser 813-Kinoprogramm tatsächlich ab Sonntag wie gewohnt weiter!!

Heute Abend um 20 Uhr werden wir persönlich vor Ort im Kino 813 in der BRÜCKE informieren und auch ein improvisiertes Filmprogramm als leicht verdauliche Kost anbieten.

„8-1-3, nous restons la!“

14.10.2020:
Die letzte Vorstellung im Kino 813 in der BRÜCKE?

Dem Filmclub 813 e.V. wurde vom Kölnischen Kunstverein am 8.10.2020 überraschend außerordentlich und fristlos gekündigt. Die Übergabe der überlassenen Räumlichkeiten wie Kinosaal, Filmvorführraum und Büro in geräumtem und besenreinem Zustand soll am 16.10.2020, 12 Uhr erfolgen. Die Kündigung ist ungerechtfertigt und zudem juristisch unwirksam.

Wir wissen zur Zeit nicht, ob der Kölnische Kunstverein dazu bewegt werden kann, diese Kündigung zu revidieren.

Um unser Recht durchzusetzen, das Kino 813 in der BRÜCKE weiter bespielen zu können, rechnen wir mit einer juristischen Auseinandersetzung.

Sofern der Kölnische Kunstverein an der fristlosen Kündigung festhält, würde heute, am Mittwoch, den 14.10.2020 um 20 Uhr, die letzte reguläre auf unabsehbare Zeit Vorführung stattfinden. Die Leinwand bliebe dann bis auf weiteres dunkel.

Diese Kündigung bedroht einen einzigartigen Kulturort und die Existenz des bundesweit prämierten Filmclub 813 (u. a. Lotte-Eisner-Preis 2017) im ehemaligen und traditionsreichen Kino im British Council. Alleinstellungsmerkmal ist die Projektion analoger Filmkopien zu über neunzig Prozent.

Seit der Schließung der Kölner Cinemathek ist der Filmclub 813 das einzige Kino in Köln, das sich in seinem Programm systematisch dem filmhistorischen Erbe widmet.

Köln würde um das letzte historische Kino ärmer. Deshalb brauchen wir jegliche Unterstützung und Solidarität.

Kommt heute Abend vorbei!

Wir zeigen Albert Finneys EIN ERFOLGREICHER BLINDGÄNGER aus dem Jahr 1968, u. a. mit Liza Minelli in Technicolor!

Wir werden um den Erhalt unseres Kinos kämpfen: „8-1-3, nous restons la!“

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Liebes Publikum!

Am 9.9. haben wir nach über 5 Monaten Pause wieder wie gewohnt mit unserem Programm gestartet. Nur die zurzeit üblichen Corona-Schutzmaßnahmen sind neu. Derzeit finden im Kino 813 in der BRÜCKE unter Beachtung des Sicherheitsabstands nur eine begrenzte Zahl von Zuschauern Platz. Dabei ist aber die Belegung von Mehrfachplätzen (2er, 3er oder 4er) möglich, sofern man aus einem Haushalt kommt. Das Foyer dient zurzeit nicht als Aufenthaltsort, lediglich zum Kauf der Eintrittskarten. Alle Zuschauer müssen sich gemäß der Corona-Schutzverordnung registrieren. Ausführliche Informationen und das Registrierungsformular liegen am Einlass aus.

Das Tragen eines eigenen Mund-Nasen-Schutzes ist nicht nur beim Betreten des Gebäudes verpflichtend, sondern seit Freitag 2.10.2020 auch am Sitzplatz während der Vorstellung.

Wir freuen uns wieder das Licht unser Filmprojektoren zum Strahlen zu bringen und hoffen, trotz der Einschränkungen, ein paar schöne Stunden im Kino bieten zu können!

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Hinweis: Die Rechte des verwendeten Bildmaterials auf dieser Website liegen bei den Rechteinhabern bzw. sind in seiner Verwendung genehmigt. Sollte es Fälle geben, bei denen ein Rechteinhaber nicht ausfindig gemacht werden konnte, so bitten wir diesen, sich bei berechtigten Ansprüchen beim Filmclub 813 zu melden.

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30 Jahre Filmclub 813 – Die Durchdringung von Kino und Leben