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Achtung: 2G-Regelung!
Bitte die entsprechenden Nachweise mitbringen. Einlass nur mit gültigem, amtlichen Lichtbildausweis! (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein)

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BREAKING NEWS+++BREAKING NEWS+++BREAKING NEWS+++BREAKING NEWS
„Im Namen des Volkes…“
Das Landgericht Köln hat mit Urteil vom 5.11.2021 die Klage des Kölnischen Kunstvereins gegen den Filmclub 813 e.V. auf Räumung des Kino 813 in der BRÜCKE in allen Punkten abgewiesen. – Die Gerechtigkeit hat gesiegt!

 

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Donnerstag 2.12.2021 –  20 Uhr
Animierdamen
Kurzfilmprogramm #1
USA 1971-79 – 71 Min. – 16mm, 35mm und digital
Regie Suzan Pitt, Mary Lambert & Jeff Carpenter, Sally Cruikshank

Das erste der drei Programme, die sich Animationsfilmregisseurinnen des 20. Jahrhunderts widmen, taucht ein in psychedelische Visionen der 1970er. Angefangen bei Künstlerin und Filmemacherin Suzan Pitt, die in CROCUS weibliche Alltagsroutinen ins Surreale überhöht und in JEFFERSON CIRCUS SONGS aus Stop-Motion-Animation und dokumentarischen Aufnahmen bunt kostümierter Schulkinder ein geisterhaftes Wunderland bastelt. ASPARAGUS, ihr von Carl Jung inspirierter Tagtraum voll bildgewaltiger Sexualmetaphorik, wurde in New Yorker Kinos dank der kongenialen Paarung mit David Lynchs ERASERHEAD zur midnight movie-Legende.

Für Mary Lambert war RAPID EYE MOVEMENTS, ein desorientierender Trip durch die Nacht, nur der Einstieg in eine Karriere voller Madonna-Musikvideos und Genrefilme. Ganz der Animation verpflichtet war hingegen Sally Cruikshank, welche die Ästhetik amerikanischer Cartoons der 1930er mit dem anarchischen Gestus der Underground-Comix verbindet und durch ihre eigene, überbordende Fantasie filtert. In ihren in jahrelanger Arbeit aus eigener Hand gezeichneten Hauptwerken QUASI AT THE QUACKADERO und MAKE ME PSYCHIC konfrontiert sie zwei anthropomorphe Enten mit Zeitreisen und Telekinese.

Gefördert von der FFA

Digital Presentation of RAPID EYE MOVEMENTS Courtesy of the UCLA Film and Television Archive.

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Freitag 3.12.2021 – 20 Uhr
Dirty Pictures präsentiert…
die gnadenlose Welt des Italowestern –
Jack London

Als das Interesse am Western zu Beginn der 1970er Jahre allmählich nachließ, versuchte man, mit Jack Londons Abenteuergeschichten die Zuschauer wieder ins Kino zu locken. Speziell in Italien ging diese Rechnung auf. Passend zur Jahreszeit zeigen wir heute zwei Schneeabenteuer mit Raimund Harmstorf.

WOLFSBLUT
(ZANNA BIANCA)
I/E/F 1973 – DF – 90 Min. – 35mm
Regie Lucio Fulci
Buch Guy Elmes, Roberto Gianviti
Literaturvorlage Jack London
Kamera Giovanni Bergamini, Roberto Brega – Musik Carlo Rustichelli
Mit Franco Nero, Raimund Harmstorf, John Steiner, Virna Lisi, Rik Battaglia

Im verschneiten Kanada treffen der Schriftsteller Jason Scott (Franco Nero) und dessen Kumpane Kurt Janssen (Raimund Harmstorf) bei der Durchreise auf den Indianer Charlie und dessen Hund Wolfsblut. Zusammen geraten sie in der Goldgräberstadt Dawson City schnell mit den örtlichen Halunken aneinander.

»Hier erinnert Fulcis Werk durchaus etwas an die frühen Spencer/Hill-Filme mit ihren gut gelaunten, unverdrossenen Helden, lockeren Sprüchen, saftigen Keilereien und schmierigen Schurken. Harmstorf darf einmal sogar Nägel mit der Hand ins Holz dreschen.«
(Oliver Nöding – Remember it for later)

DER SCHREI DER SCHWARZEN WÖLFE
BRD 1972 – 89 Min. – 35mm
Regie Harald Reinl
Buch Kurt Nachmann
Literaturvorlage Jack London
Kamera Franz X. Lederle – Musik Gerhard Heinz
Mit Ron Ely, Raimund Harmstorf, Arthur Brauss, Gila von Weitershausen, Toni Berger

In Alaska bricht 1903 ein Goldrausch aus, der allerlei Gesindel anzieht. Der aufrechte Trapper Bill Robins gerät unschuldig in eine Intrige und damit auch auf die Abschussliste des Kopfgeldjägers Jack Harper (Raimund Harmstorf)…

Nachdem Raimund Harmstorf als SEEWOLF einen großen Erfolg im Fernsehen feiern konnte, wollte man Jack Londons Romane auch im Kino auswerten. Harald Reinl war erneut Vorreiter, aber anders als seine Edgar-Wallace- und Karl-May-Klassiker fristet der Film bis heute ein Schattendasein in seiner Filmographie. Zu Unrecht, glauben wir  – und zeigen eine der letzten erhaltenen 35mm-Kopien, inklusive Bahnhofskino-Flair.

Sonderveranstaltung 8,13 € / 7,13 € / 6,13 €

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Sonntag 5.12.2021 – 19:15 Uhr
Animierdamen
Kurzfilmprogramm #2
CS/USA/CDN 1935-1959 – 74 Min. – 16mm und 35mm
Regie Irena Dodalová & Karel Dodal, Mary Ellen Bute,Evelyn Lambart & Norman McLaren

Das zweite Programm widmet sich abstrakter Animation und ihrem Bestreben, Musik auf der Leinwand Gestalt zu verleihen. Den Anfang macht Irena Dodalová, die zusammen mit ihrem Mann Karel Dodal in den 1930ern das erste tschechische Animationsfilmstudio gründete, wo die beiden sowohl Werbe- als auch Avantgardefilme herstellten. In diesem Spannungsfeld bewegt sich FANTAISIE ÉROTIQUE, ein experimentelles Spiel geometrischer Formen, das später zur Reklame für Seife umfunktioniert wurde. MYŠLENKA HLEDAJÍCÍ SVĚTLO hingegen vermittelt zu den Klängen von Beethovens 9. Sinfonie eine Antikriegsbotschaft.

Der Schwerpunkt des Programms gilt Mary Ellen Bute. In den 11 von ihr gezeigten Filmen perfektioniert sie das Konzept des ›seeing sound‹, wie sie es nannte. Der sound kommt hier von Komponisten wie Bach, Liszt, Saint-Saëns oder Schostakowitsch, das seeing ermöglicht Bute, indem sie das abstrakte Konzept von visualisiertem Klang in unwiderstehlich fluide Bewegung versetzt – »like a marriage of high modernism and Merrie Melodies« (Ed Halter). Der Bogen erstreckt sich dabei von den ersten, schwarz-weißen Entwürfen RHYTHM IN LIGHT und DADA über die farbenfrohen, tänzerischen SPOOK SPORT, TARANTELLA, POLKA GRAPH, COLOR RHAPSODIE, PASTORAL, IMAGINATION und NEW SENSATIONS IN SOUND bis zu ihren visionären Experimenten mit dem Oszilloskop, ABSTRONIC und MOOD CONTRASTS.

Zum Abschluss malt Evelyn Lambart zusammen mit Norman McLaren direkt aufs Filmmaterial, mit dem atemlosen Jazz Oscar Petersons Schritt haltend: BEGONE DULL CARE.

Gefördert von der FFA

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Mittwoch 8.12.2021 – 20 Uhr
Solidarität mit dem Filmclub 813! –
Das „Archiv für Familien- und Amateurfilmdes Ruhrgebiets“ präsentiert…
TIEF IM WESTEN (IM KLEINFORMAT)
D 2021 – 70 Min. – Farbe & s/w – digital
Regie Geremia Carrara
Live-Musik Thomas Machoczek, Alessandro Palmitessa, Matt Mottel, Kevin Shea

Durch Normal8- und Super8-Amateurfilme aus den 1950er bis 80er Jahren begeben wir uns hier auf eine Raum-Zeit-Reise durch das Ruhrgebiet. Es sind anonyme Blicke, die sich durch Städte bewegen (Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen), die Feste und Jahrmärkte zeigen, Ausflüge und freudige Erinnerungen, aber auch Arbeit und den Umbruch der Lebenswelt. Blicke, die auf Landschaften, auf Architektur, auf Gesichtern, auf Gesten ruhen, die durch die Ankunft der Moderne plötzlich unzulänglich und überholt sind und die nur noch auf dem Filmstreifen existieren, auf dem sie damals festgehalten wurden.

Diese Aufnahmen haben die Veränderungen eines wichtigen Teils unserer Region erfasst, die imposanten sicherlich, aber auch diejenigen, die in unserem täglichen Leben verborgen und daher oft für uns selbst unsichtbar sind. Die auf diesen Materialien aufgenommenen Filme sind vielleicht die einzigen, die die Fähigkeit haben, uns die Intimität, die Individualität eines vergangenen Blicks auf Ereignisse zurückzugeben. Dieser Zauber wurde für die Augen der Zuschauer des digitalen Jahrhunderts mit kleinen Kameras auf empfindlichen, analogen Filmen für uns konserviert.

Die Live-Vertonung von Alessandro Palmitessa (Saxophon, Klarinette), Thomas Machoczek (Synthesizer, analoges Modular-System), Matt Mottel (Synthesizer) und Kevin Shea (Schlagzeug) versetzt die stummen Zeitdokumente in eine zerbrechlich wirkende, pulsierende Bewegung.

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Donnerstag 9.12.2021 – 20 Uhr
Ans Licht geholt
20 IM AUTO, 40 IM BETT
(ES PECADO… PERO ME GUSTA)
E/I 1977 – DF – 84 Min. – 35mm
Regie Juan Bosch
Buch Juan Bosch, Fabio Pittorru, Sérgio Ricci
Kamera Gino Santini – Musik Stelvio Cipriani
Mit Carmen Villani, Carlo Giuffrè, Esperanza Roy, Simón Andreu, Aldo Maccione

Im Genre der Sexkomödie zu verorten, sprüht hier 70er-Zeitgeist pur. Der Film für den Mercedes /8-Liebhaber, der gerne durchs nächtliche Rom driftet. Höhepunkt ist die Begegnung eines Klapprades mit einem Mini. Juan Bosch, ein erfahrener spanischer Italo-Western-Regisseur, setzt Carmen Villani, eine bekannte italienische Sängerin, und die anderen Akteure erfolgreich und witzig in Szene, dazu meisterhaft arrangierte Musik von Stelvio Cipriani. Eine empfehlenswerte Zeitreise, nur heute, in der seltenen deutschen Fassung in gutem Zustand und mit tollen Farben.

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Freitag 10.12.2021 – 19:30 Uhr
Köln im Film & Filmclub 813 präsentieren…
Lange Fluxusnacht
Alles ist Kunst? – happening & fluxus in Köln

GEORGE: THE STORY OF GEORGE MACIUNAS & FLUXUS
USA 2018 – OmeU – 128 Min. – digital
Regie Jeffrey Perkins

Originelles Portrait des in Litauen geborenen Visionärs und Mitbegründers der Avantgarde-Kunstbewegung Fluxus. Maciunas (1931-1978), der ein internationales Netzwerk von Künstlern, Musikern und Dichtern aufbaute, galt als kompromissloser Visionär, der die Grenzen zwischen Kunst und Leben sprengen wollte. In Interviews kommen über dreißig Künstler*innen und Wissenschaftler*innen zu Wort, darunter Yoko Ono, Jonas Mekas und Nam June Paik.

Im Vorprogramm:
HAPPENING & FLUXUS (1970) – RÜCKBLICK AUF DIE AUSSTELLUNG
BRD 1972 – 30 Min. – digital
Regie Peter Maenner

Ein Bericht über die Ereignisse zur Ausstellung „happening & fluxus“ im Kölnischen Kunstverein zieht ein Jahr später Bilanz. Gezeigt werden die Künstler*innen bei ihren Aktionen, die der Kommentator teils scharf kritisiert.

Wir zeigen die gekürzte Fassung des WDR-Beitrags.

Im Anschluss:
Birgit Hein und Wulf Herzogenrath im Gespräch

Sonderveranstaltung € 8,- / € 7,- ermäßigt

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Samstag 11.12.2021 – 20 Uhr
Ennio Morricone: C’era una volta la musica
PRIMA DELLA RIVOLUZIONE
(BEFORE THE REVOLUTION)
I 1964 – OmeU – 115 Min. – s/w – 35mm
Regie Bernardo Bertolucci
Buch Bernardo Bertolucci, Gianni Amico
Literaturvorlage Stendhal
Kamera Aldo Scavarda – Musik Ennio Morricone, Gino Paoli (Songs)
Mit Adriana Asti, Franceso Barilli, Allen Midgette

Selten ist ein Talent mit solcher Leuchtkraft in die Filmszene eingebrochen, wie Bertolucci es mit diesem Film tat, fünf Jahre vor 68. Auf der Straße die Herrschaft der Parolen; draußen, im Film, regiert die Ambivalenz. Bertolucci befreit sich mit dem Paar Fabrizio und Agostino von vorgezeichneten Rollen: Marxist zu sein, Mann zu sein, zu den Reichen zu gehören. Die Lösung: sowohl das eine wie das andere.

Das Motto, das diesen Film einleitet, verweist auf dieses Dilemma: »Nur wer vor der Revolution gelebt hat, wusste, wie süß das Leben sein könnte« (de Talleyrand).

Was Bertolucci mit Pasolini verbindet: Er bleibt immer der sich radikalisierende Bürgersohn und weiß darum. Das Filmemachen ist seine Praxis dagegen. Mit diesen beiden Herren arbeitete Ennio Morricone übrigens mehrfach zusammen. An die Tempi-Wechsel von Bertoluccis üppigem Ästhetizismus schmiegt er sich an: eine Elegie auf Parma.

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Mittwoch 15.12.2021 – 20 Uhr
Zum 80. Geburtstag von Klaus Lemke (*13.10.1940)
DIE RATTE
D 1993 – 82 Min. – digital
Regie Klaus Lemke
Buch Frank Göhre, Klaus Lemke
‚Kamera Lothar Elias Stickelbrucks – Musik Ricardo Jervis Lyte, Don Cherry
Mit Thomas Kretschmann, Marco Heinz, Andrea Heuer, Lilo Wanders, Rocko Schamoni

»Der [Protagonist], das ist Sven, ein Irrwisch und Impresario, hustler und midnight cowboy, daheim auf dem Hamburger Kiez, zwischen Nutten und Zuhältern und Dealern und Polizisten. Ein Panorama seines Lebens zeigt DIE RATTE, einen Tag zusammen mit seinem kleinen Bruder Ricki, der den älteren bewundert, ihm nacheifern will. […] Eine atemlose Dreistigkeit zeichnet ihn aus, diesen Film von Klaus Lemke, eine dreiste Ekstase und ein ekstatischer Elan, das kann man nicht voneinander separieren, weil es der RATTE ganz ernst ist, mit dem Leben, mit der Liebe und mit dem Kino.«
(Ivo Ritzer)

»Mindestens die ersten fünfzehn Minuten des Films sind das Beste, was in Deutschland in den 90ern gedreht wurde.«
(Dominik Graf)

»Der Film wirkt wie die morgendliche Luft nach einer durchzechten Nacht, wenn man sich noch leicht benebelt, aber einigermaßen ausgeschlafen auf den Weg machen kann, angenehme Dinge zu erledigen.«
(Stefan Ertl)

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Donnerstag 16.12.2021 – 20 Uhr
Animierdamen
Kurzfilmprogramm #3
D/GB/CS/UdSSR 1923-1963 – 81 Min. – 16mm, 35mm und digital
Regie Lotte Reiniger, Hermína Týrlová, Alexandra Sneshko-Blozkaja

Das dritte Programm bestreiten Meisterinnen der Märchen und Fabeln, allen voran die Pionierin des Metiers schlechthin: Lotte Reiniger. Ihre deutsche Schaffensphase wird repräsentiert durch die expressionistische Adaption vom ASCHENPUTTEL, bei der die Scherenschnitt-Technik dezent einige Grausamkeiten der Vorlage verdeutlicht. Vergleichsweise weniger beachtet wird ihr Werk nach der Emigration: In Großbritannien verantwortete sie so verschiedene Filme wie THE KING’S BREAKFAST, basierend auf einem Gedicht von Winnie-the-Pooh-Schöpfer A. A. Milne, THE HPO, einen Werbefilm für die Post, und MARY’S BIRTHDAY, eine ewig aktuelle Warnung vor der Verbreitung von Viren in leuchtenden Farben.

Hermína Týrlová brachte den Puppentrickfilm in die Tschechoslowakei. Der allererste von ihnen, DER BRAVE SLIM – ABENTEUER EINES NIEDLICHEN KÄFERS, entstand 1943 noch unter deutscher Besatzung. Nach dem Krieg folgte die feierliche Austreibung: In VZPOURA HRAČEK knöpfen sich Kinderspielzeuge einen Gestapo-Mann vor.

Auch in der Sowjetunion prägten Frauen die Entwicklung des Animationsfilms schon ab den 1920ern entscheidend mit. Alexandra Sneshko-Blozkaja stieß dort erst etwas später hinzu, nachdem sie ihre ersten Erfahrungen im Dokumentarfilmstudio gesammelt hatte. Daraus bewahrt hat sie sich einen fast ethnographischen Zugang: Sie adaptierte indische und kasachische Folklore, griechische Mythologie, oder, wie im Falle von DIE TOCHTER DER SONNE, eine indigene Sage aus dem russischen Norden. Darin muss ein tapferer junger Jäger durch die ewige Polarnacht reisen und sich böser Geister erwehren, um den Frühling zurückzuholen.

Gefördert von der FFA

Mit Dank an das Stadtmuseum Tübingen

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Freitag  17.12.2021 – 20 Uhr
Filmmuseum Düsseldorf präsentiert…
DIE MAUSEFALLE
(PORTE DE LILAS)
F 1957 – DF – 95 Min. – s/w – 35mm
Regie René Clair
Buch René Clair, Jean Aurel, René Fallet
Kamera Robert Lefebvre, Albert Militon – Musik George Brassens
Mit Pierre Brasseur, George Brassens, Henri Vidal, Dany Carrel

Allein die Besetzung verdiente eine Geschichte. Chansonnier Brassens in seiner einzigen Filmrolle, Vidals Comeback nach einer seiner vielen Entzugskuren und Brasseur, dessen Figur symptomatisch für den Film ist: tragisch und komisch zugleich, ein Tölpel, im Delirium geht er durchs Leben, auf der Suche nach Aufmerksamkeit, dann sieht er sich gezwungen, einen flüchtigen Mörder (Vidal) zu beherbergen.

Die Synopsis legt einen Film Noir nahe, doch dafür ist er zu beschwingt. Eher im Poetischen Realismus ist der Film zu Hause, vor allem aber ein Adieu auf den Stummfilm, man merkt die Anfänge Clairs ganz deutlich. Der Plot, manchmal etwas steif-bühnenhaft umgesetzt, tritt immer wieder zurück hinter Clairs visuelle Abschweifungen, beispielhaft in der wunderbaren Szene, wenn Kinder auf der Straße die Anekdote von Vidals Flucht direkt nachspielen.

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Sonntag 19.12.2021 – 19:15 Uhr
813-Weihnachtsfilm
THE CHRISTMAS THAT ALMOST WASN’T
(IL NATALE CHE QUASI NON FU)
I/USA 1966 – engl. Fassung – 93 Min. – 35mm
Regie Rossano Brazzi
Buch Rossano Brazzi, Paul Tripp
Literaturvorlage Paul Tripp
Kamera Alvaro Mancori – Musik Bruno Nicolai
Mit Alberto Rabagliati, Paul Tripp, Rossano Brazzi, Lydia Brazzi, Sonny Fox

Der Weihnachtsmann ist in Not: Sein kaltherziger, kinderhassender Vermieter will ihn des Nordpols verweisen. Nur ein gewitzter Anwalt und ein Aushilfsjob im Spielzeugladen können jetzt noch dabei helfen, das Fest zu retten.

Als Schauspieler gab Rossano Brazzi gern den rassigen Liebhaber für Regisseure wie Douglas Sirk oder David Lean, für seine erste eigene Arbeit hinter der Kamera sprang er in gänzlich andere Gefilde – und inszenierte ein Weihnachtsmusical, nach einem Buch von US-Kinderunterhalter Paul Tripp und mit Songs des Morricone-Weggefährten Bruno Nicolai. Gemeinsam kreierten sie die italienische B-Film-Approximation amerikanischer Familienunterhaltung: Die Grundkonstellation gemahnt an Klassiker wie den GRINCH und DAS WUNDER VON MANHATTAN, doch hier ist der Weihnachtsmann ist ein schwermütiger Gentleman-Melancholiker, und das Geschehen entfaltet sich in langen Kammerspiel-Sequenzen. Weht dann aber der Geist der Weihnacht durch die römischen Studiokulissen, lockt liebliche Massenszenen und ekstatische Standbildmontagen hervor, offenbart sich ein genuin empathisches Loblied auf die Nächstenliebe.

Im Vorprogramm:
SANTA’S WORKSHOP
USA 1932 – OF – 7 Min. – 16mm
Regie Wilfred Jackson

Das Idealbild der Arbeit des Weihnachtsmannes am Nordpol: Mit der Hilfe fröhlicher Elfen produziert er ungezählte Mengen tanzender Spielzeuge.

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Update 28.9.2021

LOHN DER ANGST am 1.10.2021, 20 Uhr – Nach 11 Monaten der corona-bedingten Spielpause gibt es zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes für alle Freigetränke!

Update 24.9.2021

Hinweis: Abgelaufene 813-Freundeskarten bleiben auf jeden Fall dieses Jahr noch gültig!

LOHN DER ANGST am 1.10.2021, 20 Uhr – Nach 11 Monaten der corona-bedingten Spielpause gibt es zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes für alle Freigetränke!

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Update 20.9.2021

Eine Kurzübersicht unseres Oktober-Programms finden Sie unter DEMNÄCHST. Mehr folgt in wenigen Tagen…

Ein englisches Plakatmotiv von LOHN DER ANGST (siehe oben) hängt im Zimmer von Martin (Werner Enke) aus der in Deutschland berühmten Kinokomödie ZUR SACHE SCHÄTZCHEN. – Tatsächlich kein Zufall, LOHN DER ANGST ist Werner Enkes Lieblingsfilm No.1.

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Update 18.9.2021

Breaking news!!
In Kürze wird das aktuelle Programm des Filmclub 813 veröffentlicht. Vom 1.10. bis 31.10. wird 19 mal gespielt werden; wie in alten Zeiten!

Für diesen Monat wurde das Programm unter dem Motto „Solidarität mit dem Filmclub 813!“
in erster Linie von befreundeten Kinos und Filmarchiven aus ganz Deutschland zusammen-gestellt. – Es werden alles Filme sein, die noch nie im Filmclub 813 gelaufen sind.

Den Auftakt macht am Freitag, den 1.10.2021 um 20 Uhr LOHN DER ANGST von Henri-Georges Clouzot aus dem Jahre 1953.

 

Update 1.9.2021

Ab Oktober wird es wieder ein Kinoprogramm geben!

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Update 31
.8.2021*

Am Freitag, den 20.8.2021 fand vor dem Kölner Landgericht die Verhandlung „Kölnischer Kunstverein vs. Filmclub 813“ in puncto mehrerer fristloser und außerordentlicher Kündigungen, sowie der Räumungsklage gegen den Filmclub 813 statt. Das Urteil wird am 8.10.2021 gesprochen. Bis dahin hat man nun Gelegenheit, sich gütlich, sprich außergerichtlich zu einigen. Das empfahl der Richter und legte den Verkündungstermin extra weit nach hinten. – Kurzum: Nun ist der Kölnische Kunstverein wieder zu Verhandlungen bereit!

*31.8. – was für ein schönes Datum!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 29.6.2021

Special-Screening: 20 Jahre Kino 813 in der BRÜCKE!

 

Update 26.6.2021:
Donnerstag, 1. Juli 2021, 20:13 Uhr – 8:13 p.m.
2
0 Jahre ein eigenes Kino für den Filmclub 81320 Jahre „Kino 813 in der BRÜCKE“!

Vor 20 Jahren, am 1. Juli 2001 wurde der Filmclub 813 durch den Kauf der kompletten Kinotechnik und des Kinoinventars vom British Council offizieller Kinobetreiber des Kinosaales im städtischen Gebäude DIE BRÜCKE.

Zum Kinojubiläum präsentiert der Filmclub 813: „BB au 813“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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MANINA, THE GIRL IN THE BIKINI
( MANINA, LA FILLE SANS VOILE / MANINA, THE LIGHTHOUSE KEEPER‘S DAUGHTER / SOMMERNÄCHTE MIT MANINA )
F 1952/58 – englische Fassung* – s/w – 86 Min. – 35mm
Regie: Willy Rozier – Buch: Willy Rozier, Xavier Vallier
Kamera: Michel Rocca – Musik: Marcel Bianchi, Jean Yatove
Mit Brigitte Bardot, Jean-François Calvé, Howard Vernon u.v.a.

*Wir zeigen die US-amerikanische Version von 1958 als englisch-sprachige Synchronfassung.
In Ermangelung einer deutschen Verleihkopie, da die einzig bekannte nur als leicht brennbare Nitro-Kopie existiert und somit nicht ausleihbar ist bzw. gar nicht gespielt werden dürfte. (Nitrofilm fällt in Deutschland unter das Sprengstoffgesetz.)

Im Vorprogramm: 35mm-Trailer-Show mit BB durch die 50er, 60er + 70er Jahre

Eintritt: 8,13 Euro – Dafür erhält man gleichzeitig eine 813-Freundeskarte, die ein
Jahr lang zum ermäßigten Eintritt von 4 Euro pro Kinobesuch berechtigt.

Reservierung unter: [email protected] – Wird bestätigt!

Wir weisen ausdrücklich auf die aktuell gültigen Corona-Regelungen
der Stadt Köln und des Landes NRW für den Besuch von Kinos hin!

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Update 21.6.2021:
Den 2. Offenen Brief gibt es nun auch auf Spanisch!

Hier kann man unterschreiben:

2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 vom 9.2.2021 als Reaktion auf die aktuelle Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins vom 5.2.2021 – aussi en français, also in English, также на русском языке, ¡También en español!

 

Update 15.5.2021:
Den 2. Offenen Brief gibt es nun auch auf Russisch!

(s. u.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier kann man unterschreiben:

2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 vom 9.2.2021 als Reaktion auf die aktuelle Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins vom 5.2.2021 – aussi en français, also in English, также на русском языке

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am 1. Juli 2021 werden wir – vorbehaltlich der aktuellen Entwicklungen in Sachen Pandemie – unser 20-jähriges Kinojubiläum begehen. 20 Jahre ein eigenes Kino für den Filmclub 81320 Jahre Kino 813 in der BRÜCKE!

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Eine Empfehlung in kinolosen Zeiten:

Radio – Lange Nacht im Deutschlandfunk: Tränen im Kino – Melodramen von Douglas Sirk von Martina Müller – 24.4.2021 – (nur noch kurze Zeit in der DLF-Mediathek zum Download)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Aus traurigem Anlaß:

„Im Labyrinth der Leidenschaften“ – Nachruf zum Tode des Filmkritikers Hans Schifferle Von Doris Kuhn und Tobias Kniebe in der Süddeutschen Zeitung vom 2.4.2021   (Link*)

*Mit dankenswerter Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

Hans Schifferle war uns sehr verbunden. – Diesen Film hätte sich Hans mit Sicherheit bei uns angeguckt, und  seine helle Freude dabei gehabt:

 

Update 7.4.2021:
Den aktuellen Artikel der Stadtrevue (4.2021) kann man sich jetzt als pdf herunterladen.
– siehe unten, am 28.3.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 6.4.2021:
8:13 Uhr
– Nun stehen 1040 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 und 1557 Unterschriften unter dem 1. Offenen Brief – Bei der ersten Petition gilt es allerdings noch 695 Unterschriften dazu zurechnen, ergo sind es insgesamt 2252.

2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins (9.2.2021)

Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung(31.10.2020)

 

 

Update 3.4.2021:
8:13 Uhr
– Nun stehen 1038 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813 und 1388 Unterschriften unter dem 1. Offenen Brief – Ein Tag der schönen Zahl!  Bei der ersten Petition gilt es allerdings noch 695 Unterschriften dazuzurechnen.

 

Update 30.3.2021:
18:13
p.m. – Nun stehen 1036 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813:
2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins (9.2.21)

Der 1. Offene Brief an den Vorstandsvorsitzenden des Kölnischen Kunstvereins vom 31.10.2021 hat mittlerweile 1387 Mitunterzeichner*innen, zuzüglich 695 Erst- & Zweiunter-zeichner*innen, ergo zusammen 2082 (!):
Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

 

 

Update 29.3.2021:
8:13 a.m.
– Nun stehen 1035 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE unter Leitung des Filmclub 813:
http://chng.it/GCrLb8Mg

 

 

Update 28.3.2021:
Der doppelseitige Artikel von Wolfgang Frömberg in der April-Ausgabe der Stadtrevue (Seite 52-53) über den Konflikt zwischen dem Kölnischen Kunstverein und dem Filmclub 813 hat den bezeichnenden Titel „Der große Graben“. Dort werden nun zum ersten Mal weitere Hintergründe für die Motivation des Kölnischen Kunstvereins dargestellt, das Kino 813 in der BRÜCKE kahl zuschlagen und den Filmclub 813 vor die Türe zu setzen.

Stadtrevue_4.2020_Film_DER_GROSSE_GRABEN_Seite_52-53 (als pdf zum Download)*

*Mit freundlicher Genehmigung der www.stadtrevue.de

 

 

Update 27.3.2021:
Am 26.3.2021 bespielte der Kölnische Kunstverein trotz fristloser Kündigung und eingereichter Räumungsklage gegen den Filmclub 813 im Rahmen seiner Ausstellungs-eröffnung wieder den Kinosaal des Filmclub 813  und projizierte dabei bis in die späten Abendstunden eine Video-Dauerschleife auf die Leinwand des Filmclub 813.
Laut Überlassungsvertrag darf er das problemlos. – Aber dieser Vertrag ist ja jetzt einseitig von ihm gekündigt geworden!
Wie ist also nun die selbstverständliche Nutzung des Eigentums des Filmclub 813 zu verstehen?
Will der Kölnische Kunstverein dem Filmclub 813 nun in der BRÜCKE eine Brücke bauen, in dem er den Vertrag doch wieder gelten läßt und die Technik, also die technischen Einbauten des Filmclub 813 entspannt nutzt, oder ist es einfach nur Gutsherrenart, das Eigentum des Filmclub 813 ungefragt zu nutzen? – Wollen wir mal positiv denken…
Etwas anderes ist zumindest sicher: Wenn das Virus es zulässt, werden wir ab dem 1. Juli das Kino 813 in der BRÜCKE anlässlich unseres 20jährigen Kinojubiläums wieder öffnen.
– Denn für uns ist der 2011 abgeschlossene Überlassungsvertrag noch bis 2034 bindend!

 

 

Update 21.3.2021:
8:13 p.m.
– Jetzt stehen 1029 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE!
http://chng.it/GCrLb8Mg

Hier mal ein Kommentar aus der aktuellen 813-Petition als direkter  Appell an den Kölnischen Kunstverein :

„Lieber Kölner Kunstverein, ich habe keinerlei Ahnung worum es bei diesem Streit geht, aber es ist irgendwie auch gar nicht so wichtig. Zwei Institutionen die sich auf jeweils ihre ganz eigene Art und Weise derart der Kunst verschrieben haben, sollten sich nicht bekriegen, sondern unterstützen. Und schon gar nicht versuchen die Arbeit des anderen auf juristischem Wege zu zerstören. Also bitte stoppt die Klage und redet miteinander. Die Arbeit des Filmclubs 813 ist wichtig und einzigartig für alle die das Kino lieben. Und zwar genau an dem historischen Ort, an dem sie seit nunmehr 26 Jahren stattfindet: im „Die Brücke“! Was da bei einer Räumung zerstört würde, kommt so vielleicht nie wieder. Das kann doch einem „Kunstverein“ nicht egal sein.
Bitte stellt Persönliches nicht über die Kunst und deren Erhalt für alle die sie lieben. Es gehört auch zur Kunst (wie zum Leben) die Andersartigkeit des jeweils anderen zu akzeptieren. Also bitte zeigt etwas mehr Verständnis für einander und redet miteinander. Danke!“

Karsten John, Köln, Deutschland

 

Die Filmstiftung NRW gratuliert dem Filmclub 813 in der aktuellen Ausgabe seines „Magazins“ (1/2021) zum 30 jährigen Bestehen. – Danke!

Filmstiftung Das Magazin 1/2021 (Seite 41)

 

 

Update 12.3.2021:
13:38:18
Uhr – Jetzt stehen 1000 Unterschriften unter dem 2. Offenen Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnsichen Kunstvereins zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE!
http://chng.it/GCrLb8Mg

 

Update 9.3.2021:
8:13
p.m. – Zur Zeit gibt es 975 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 25, dann ist das zweite Ziel erreicht: 1000 (!)

 

Update 28.2.2021:
Sonntagabend, 19 Uhr:  Das Kino 813 in der BRÜCKE nimmt ebenfalls an der bundesweiten Aktion „Kino leuchtet. Für Dich.“ teil:

Foto: Elena Wegner (c) 2021

 

Update 26.2.2021:
Heutiges Interview mit Bernhard Marsch, dem 1. Vorsitzenden des Filmclub 813  im Deutschlandfunk Kultur in der Sendung „Kompressor“ über die aktuelle Situation des Kino 813 in der BRÜCKE im Konflikt des Filmclub 813 mit dem Kölnischen Kunstverein:

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=905839

 

8:13 p.m. – Zur Zeit gibt es 913 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition zum Erhalt des Kino 813 in der BRÜCKE:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 87, dann ist das zweite Ziel erreicht: 1000 (!)

 

 

Update 19.2.2021:
 8:13
p.m. Zur Zeit 713 Unterschriften bei der zweiten 813-Petition:
http://chng.it/GCrLb8Mg
Nur noch 100, dann ist das erste Ziel erreicht: 813 (!)

 

 

Update 18.2.2021:
„Die Rückkehr der guten Laune!“

 

Update 15.2.2021:
Das Kino im Sprengel gehört ebenfalls wie der Filmclub 813  zum deutschen (kino-climates.de) und europäischen (kino-climates.org) Off-Off-Kino-Netzwerk „Kino Climates“. Dies schreiben unsere Kinofreunde aus Hannover in ihrem Blog zur hiesigen Situation:

Kino im Sprengel_Hannover_Blog_14.2.2021

Man beachte dabei auch die Nachrichten aus Frankreich, wo es aktuelle, ähnliche, aber anders gelagerte Fälle gibt!

——

Die beiden 35mm-Projektoren (Philips FP5) des Filmclub 813 im Originalzustand, damals im AKI-Kino im Frankfurter Hauptbahnhof.

Foto: Bernhard Marsch (c) 2021

 

Update 12.2.2021:
Die filmszene.koeln und der Kölner Stadt-Anzeiger greift die 813-Pressemitteilung des Filmclub 813 auf:

https://www.ksta.de/kultur/nach-kuendigung-koelner-filmclub-813-auf-raeumung-verklagt-37935094

KSTA_vom_12.2.2021_von_Michael_Kohler_ (pdf*)  *mit freundlicher Genehmigung des Verlages

filmszene.koeln (11.2.2021)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 11.2.2021:
813-Online-Petition
vom 9.2.2021: 2. Offener Brief an den Vorstand und die Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins zum Erhalt des „Kino 813 in der BRÜCKE“ des Filmclub 813:

813-Online-Petitions-Link auf change.org_(9.2.2021)

Zweiter_Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_9.2.2021 (pdf-Download)

Second_Open_Letter_to_the_Kölnischer_Kunstverein_9-2-2021_(pdf-Download)

Deuxième_lettre_ouverte_au_Kölnischer_Kunstverein_9.2.2021_(pdf-Download)

 

 

Update 10.2.2021:
813-Pressemitteilung
vom 9.2.2021 zur Räumungsklage des Kölnischen Kunstvereins gegen den Filmclub 813, welche diesem am 2.2.2021 zugestellt wurde:

813-Presse-Mitteilung_Räumumgsklage_(9.2.2021) – als pdf zum Download

 

 

 

 

Update 24.1.2021:

30 Jahre Filmclub 813 – Die Durchdringung von Kino und Leben

Hier der Vollständigkeit halber auch das unbeschnittene Foto der 8 Gründungsmitglieder des Filmclub 813:Foto: Udo Noll (c) 1990

 

Update 21.1.2021:
Gratulationsschreiben der Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach
an den Filmclub 813 vom 12.1.2021:

An den Filmclub 813 e.V.
Glückwunsch 30 jähriges Bestehen des Filmclub 813
Im Sommer 1990 fanden sich einige Filmenthusiasten in Köln mit dem Ziel zusammen, selten gezeigte, anspruchsvolle und auch abseitige Werke der Filmkunst zur Aufführung zu bringen. Der 12.1.1991 markierte mit dem Screening von Rudolf Thomes Kultfilm „Rote Sonne“ die öffentliche Geburtsstunde des Filmclubs 813. Ich gratuliere sehr herzlich zu diesem bemerkenswerten Jubiläum!
Mit jener mittlerweile historischen Vorstellung ist es dem Filmclub 813 gelungen, ein Statement für die Filmkultur in Köln abzugeben und zugleich programmatisches Ausrufezeichen für die zukünftige Arbeit des Vereins zu setzen. Seither ist es Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern mit viel ehrenamtlichem Engagement, Sachverstand und filmischer Neugier geglückt, ein unabhängiges und besonderes Programm auf die Beine zu stellen, welches auch über die Grenzen Kölns hinaus viel Beachtung findet. In Ihrer kontinuierlichen und mutigen Programmation im Abspiel auf Celluloid, beleuchten Sie sowohl den anerkannten Kanon der Filmgeschichte, begehen Jubiläen bekannter Persönlichkeiten der Filmkunst oder gestalten thematische oder historisch ausgerichtete Reihen. Ihr Herz schlägt aber auch für das Genrekino, für das Mitternachtskino und für gescheiterte Ambitionen des Filmschaffens, die eine zweite Chance beim Publikum verdienen. In dieser Totale – um ein weiteres filmisches Bild zu bemühen – liegt der Reiz des Angebots, den der Filmclub 813 seit nunmehr 30 Jahren in der Kölner Filmkultur präsentiert. Ein Angebot, das schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden ist.
In der Rückschau auf 30 Jahre Filmclub 813 wird auch deutlich, dass diese Initiative filmbegeisterter Menschen wichtige Impulse für die Filmkultur in Köln geliefert hat und etliche heute erfolgreiche Kinobetreiber, Produzenten oder Verleiher aus ihr hervorgegangen sind. Mit der sogenannten „Kölner Gruppe“ ist auch das Wirken eines Zirkels unabhängiger Regisseure, Schauspieler und Autoren untrennbar mit dem Filmclub 813 verbunden.
Für Ihren wichtigen Beitrag zur Filmkultur in Köln möchte ich Ihnen ausdrücklich danken und natürlich zu Ihrem Jubiläum herzlich gratulieren. Das Kulturamt wird Ihnen auch bei der Fortführung ihrer program-matischen Aktivitäten und der Weiterentwicklung des Vereins als verlässlicher Partner zur Seite stehen.
Mit besten Grüßen,
Susanne Laugwitz-Aulbach

Hier nochmal der 813-Petitons-Link zum Mitzeichnen unseres  Offenen Briefes vom 31.10.2020 an Herrn Dr. Thomas Waldschmidt zur Rücknahme der Kündigung:

Offener Brief zur Rücknahme der fristlosen Kündigung des Filmclub 813

 

 

Update 21.1.2021 (13:18 Uhr MEZ/CET)

Foto: Bernhard Marsch (c) 2021

Der Filmclub 813 darf derweil stolz auf folgender Auszeichnungen zurückblicken:

Kinematheksverbundspreis 2003 (2.Platz)
Kinematheksverbundspreis 2005 (1.Platz)
Kinematheksverbundspreis 2008 (2.Platz)
Preis der DEFA-Stiftung 2010
Kinematheksverbundspreis 2015, gewidmet: Helmut W. Banz
Kinematheksverbundspreis 2016 (1.Preis, Kategorie I, "Kino, das zurückblickt")
Lotte-Eisner-Preis 2017 des Kinematheksverbundes
Kinematheksverbundspreis 2018 (2.Preis, Kategorie IV, "Kino, das wagt")
Kinematheksverbundspreis 2019 (2.Preis, Kategorie I, "Kino, das zurückblickt")
Kinematheksverbundspreis 2020 (2.Preis, Kategorie II, "Kino, das bildet")

 

Update 17.1.2021:

KSTA_vom_16.1.2021_von_Michael_Kohler_(pdf*)  *mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 

Update 13.1.2021:
Der Kölner Musiker und Künstler Jo Zimmermann, auch bekannt als „Schlammpeitziger“ gratuliert dem Filmclub 813 mit einer Zeichnung:

 

*****

Der Filmclub 813 hat heute 30. Geburtstag! – Am 12.1.1991 wurde die erste öffentliche Kinoveranstaltung geboten, ursprünglich geplant im AKI-Kino im Hauptbahnhof, letztlich stattgefunden in der Filmpalette. – Hier ein Foto-Ausschnitt von unserer „legendären“ 813-Polaroid-Wand, stellvertretend für alle aktuellen und ehemaligen Mitglieder und vorallem für all die ehrenwerten Gäste des Filmclub 813, die hier abgebildet und damit verewigt sind!

 

 

*****

 

 

 

 

Update 30.12.2020:
Der 813. Unterzeichner des Offenen Briefes ist Théo Deliyannis aus L’Haÿ-les-Roses in Frankreich. Herzlichen Glückwünsch! Es wartet 813 mal freier Eintritt auf Dich, Théo. Félicitations! Soyez les bienvenus au Kino 813 in der BRÜCKE. Il attend 813 fois entrée libre, Thèo.

 

Update 24.12.2020:
Heute wurden dem Vorstandsvorsitzenden des Kölnsichen Kunstvereins Dr. Thomas Waldschmidt 1005 weitere Unterschriften des Offenen Briefes zugestellt. Somit erhöht sich nun die Zahl aller geleisteten Unterschriften auf genau 1700. Als Freunde des Filmclub 813 haben Hans W. Geissendörfer und Edgar Reitz nun auch mitunterzeichnet.

Foto: Bernhard Marsch (c) 2020

Hier noch ein kleiner Artkel aus der epd film aus der aktuellen Dezember-Ausgabe zum Konflikt mit dem Kölnischen Kunstverein als Download: epd film_Dezember 2020 – Seite 10

 

 

Update 13.12.2020:
Die 813-Online-Petition hat heute die Zahl 1000 (!) erreicht.

 

Update 7.12.2020:
Zum ersten Mal in fast 30 Jahren hat der Kölner Stadt-Anzeiger dem Filmclub 813  heute eine ganze Seite gewidmet! – Leider nicht aus Freude über den am 12. Januar 2021 anstehenden 30. Geburtstag und die damit über die letzten Jahrzehnte verbundenen unvergesslichen cinephilen Vergnügungen und cineastischen Kurzweiligkeiten, die ehrenamtlich, uneigennützig und kompetent dem Kölner Kinopubilkum kontinuierlich und zuverlässig mit minimalem Budget zugeführt wurden. Und leider auch nicht aus Würdigung anläßlich des am  1. Juli 2021 stattfindenden 20jährigen Kino-Jubiläums als offizieller Betreiber des Kino 813 in der BRÜCKE im gleichnamigen denkmalgeschützen Gebäude in der Hahnenstraße 6, als Garant für die Darreichung filmhistorischen Kinokulturgutes in der, in der heutigen Zeit eher selten gewordenen, analogen Präsentationsform. – Nein, der Grund ist der, daß der Kölnische Kunstverein weiterhin weniger daran interessiert ist, konstruktive Verhandlungen zu führen, als daran, den Filmclub 813 mit seinen 60 Mitgliedern weiterhin öffentlich zu diskreditieren.

Artikel von Frank Olbert im Kölner Stadt-Anzeiger_7.12.2020 (Link)

Im nachstehenden Kommentar wird die Rolle der Stadt Köln, insbesondere die des Kulturamtes beleuchtet. – Kultur- und Liegenschaftsamt haben dem Filmclub 813 zugesichert, daß er in der BRÜCKE bleiben und sogar unter besseren Bedingungen arbeiten kann, sofern er sich mit dem Kölnischen Kunstverein arrangiere. Und wenn es aber haken sollte, stehe die Stadt als Vermittler parat. – Der Anwalt des Kölnischen Kunstvereins, ebenfalls Mitglied des Vorstandes diktierte allerdings die Bedingungen erstaunlich übergriffig und drohte u. a.  weiterhin mit einer Räumung des Kinoeigentums des Filmclub 813 aus der BRÜCKE, wenn man den gestellten Bedingungen nicht ad hoc zustimme. Obwohl beide Ämter, sowie das Kulturdezernat der Stadt Köln ihre Zustimmung zur fristlosen Kündigung des Filmclub 813 explizit versagt hatten! – Unter diesen Umständen sehen wir leider das Klima noch nicht dafür gegeben, auf Augenhöhe über eine zukünftige friedliche Koexistenz beider Vereine in der BRÜCKE zu verhandeln.

Kommentar von Frank Olbert im Kölner Stadt-Anzeiger vom 7.12.2020 (Link)

Unsere nach wie vor laufende 813-Online-Petition „Offener Brief an den Kölnischen Kunstverein zur Rücknahme der Kündigung des Filmclub 813“ hat nun jetzt fast 813 + 187 zusätzliche Unterzeichnerinnen und Unterzeichner. U. a. sind just Hans W. Geissendörfer und Edgar Reitz als prominente Unterstützer hinzugekommen.  – Alle neuen Unterschriften werden noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfeste zur Kenntnisnahme und gefälligen Betrachtung an Dr. Thomas Waldschmidt übergeben und anschließend veröffentlicht. – Insgesamt sind es nach heutigem Stand fast 1700 Mitstreiter und Sympathisanten, nicht nur aus Köln, sondern aus der ganzen Welt! – Mindestens die Anzahl von 1813 zu erreichen, ist das nächste Ziel.

 

Update 28.11.2020:
Der aktuelle Stadtrevue-Artikel (12/2020), geschrieben von Sven von Reden zum Download: Stadtrevue 12.2020_Film_Seite 64 –  Zitat: „Pikant ist, dass der Anwalt
des Kunstvereins wiederum den Kassenwart des Filmclub 813 e.V. vertritt, der wegen vereinsrechtlicher Unregelmäßigkeiten den Vorsitzenden des Vereins Bernhard
Marsch, verklagt hat.“
– Noch liegt keine Klage vor. Aber wir dürfen gespannt sein und wundern uns überhaupt nicht mehr, was sich der Kölnische Kunstverein nun hat einfallen lassen, nachdem seine fristlose Kündigung quasi gescheitert ist, da die Stadt Köln (Kulturdezernat, Kulturamt und Liegenschaftsamt) einer Kündigung nicht zugestimmt hatte und dieses nun auch öffentlich in diversen Briefen kundgetan hat. – Die Backstory hinter allem ist übrigens filmreif. Wir arbeiten gerade hart am Drehbuch!

 

Update 23.11.2020:
Ein Artikel mit dem aktuellen Konflik zwischen dem Filmclub 813 und dem Kölnischen Kunstverein als Aufhänger ist am Donnerstag, den 19.11.2020  in der Jungle World erschienen:  Lars Henrik Gass im Interview mit Mortiz Liewerscheidt.

https://jungle.world/artikel/2020/47/das-kommerzielle-kino-hat-keine-zukunft

 

Update 14.11.2020:
Das haben unsere Kinofreunde vom Kino im Sprengel aus Hannover am 25.10.2020 in Ihrem Blog veröffentlicht:

https://blog.kino-im-sprengel.de/tag/kundigung-fur-filmclub-813

 

Update 10.11.2020:
Hier zwei Artikel zum Thema, die am 7.11. und am 10.11. in der Kölnischen Rundschau erschienen sind. Der Artikel vom 10.11. bezieht sich direkt auf den vom 7.11., in dem ein nicht unerheblicher Sachverhalt falsch dargestellt wurde und korrigiert diesen:

Kölnische Rundschau vom 10.11.2020 (pdf-download)

Kölnische Rundschau vom 7.11.2020 (pdf-download)

 

Update 9.11.2020:
Hier ein aufschlußreicher Artikel aus der aktuellen Stadtrevue (11/2020), geschrieben von Sven von Reden zum Download: Stadtrevue 11.2020_Film_Seite 5 – Im drittletzten  Satz heißt es: „Klar ist, dass das Programm des Filmclub 813 für das Kölner Kulturleben unersetzbar ist.“

 

Update 8.11.2020:
Hier das Video von 813-Mitglied Tobias Schmücking, welches er am 16.10.2020 gegen 12 Uhr aus bekannten Gründen gedreht hatte:

 

Update 7.11.2020: Eine kleine akustische Solidaritätsgeste von 813-Freund Felix Kubin aus Hamburg:

 

Update 6.11.2020: 813-Schnellballsystem: Jede/jeder, die/der den Offenen Brief unterschrieben hat, möge doch bitte drei weitere Sympathisanten finden. Die Verbreitung funktioniert dann so schnell, wie ein nicht zu unterschätzender Virus, der sich gerade quasi in aller Munde befindet. Aus 1 mach 3 mach 8 (!)

Den aktualisierten Offenen Brief findet man oben im Menü unter 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! –  also in English et en français!

 

Update 5.11.2020: Heute wurde der aktualisierte Offene Brief mit nun 695 Erst- und ZweitunterzeichnerInnen (Stand: 31.10.2020, 13:18 Uhr) zugestellt. Die Veröffentlichung erfolgt dann am morgigen Tage. Die/der 813te* wird gleichzeitig mit Bekanntgabe des gewählten Präsidenten einer Supermacht verlautbart (*Ein Jahr freier Entritt!).

 

Update 3.11.2020: Die Veröffentlichung aller bisherigen Unterschriften wird ungefähr zeitgleich mit dem Ergebnis der US-Präsidentwahl veröffentlicht. Wir haben zwar keine Briefwahl, aber zwei Verfahren, die noch zusammengeführt werden müssen. Auf jeden Fall wir es eine/en 813. UnterzeichnerIn geben, das ist mal sicher!

https://www.change.org/Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Stand der 813- Online-Petition (s.u.) – 3.11.2020, 8:13 p.m.: 258 UnterzeichnerInnen – Tendenz steigend. – 22 Uhr: 344 – Insgesamt die Zahl von 1000 UnterzeichnerInnen überschritten.

https://www.change.org/Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Unterschriftenaktion für den Erhalt des Filmclub-Kinos

Update 31.10.2020: Ab 13.18 Uhr ist nun eine Oneline Petition auf change.org in der Sache veröffentlicht und aktiv (s. u.). – Diese löst das bisherige Verfahren per Email an [email protected] ab. – Alle 695 Erst- und ZweitunterzeichnernInnen bis zum 31.10.2020, 13:17:59 Uhr sind erfaßt und werden noch heute dem Kölnischen Kunstverein in einem aktualisierten Brief nachgereicht und anschließend ebenfalls auf dieser Website veröffentlicht. Bitte nicht via change.org doppelt unterzeichnen! – Die Petition wird solange laufen, bis die fristlose Kündigung, die juristisch noch im Raum steht, zurückgenommen ist, um in Augenhöhe gemeinsam am Verhandlungstisch sitzen zu können. Denn Verhandlungen soll es laut aller Beteiligten von nun an geben. Eine juristische Auseinandersetzung soll vermieden werden, denn sie würde dem Kölner Kulturleben nur mehr als schaden!

https://www.change.org/Offener_Brief_an_den_Kölnischen_Kunstverein_zur_Rücknahme_der_fristlosen_Kündigung_31_10_2020

Update 30.10.2020:

Zur Stellungnahme des Kölnischen Kunstvereins auf www.koelnischerkunstverein.de/aktuell hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Filmclub 813 – eine Replik

Der Vorwurf des Kölnischen Kunstvereins, der Filmclub 813 verstoße seit Jahren gegen elementare vertragliche Pflichten, ist unzutreffend. Daher ist auch die vom Kölnischer Kunstverein erklärte Kündigung weder sachlich nachvollziehbar noch rechtlich begründet.

Der Filmclub 813 hat seine Räumlichkeiten Dritten nicht ohne Zustimmung des Kölnischer Kunstverein überlassen. Es ist andersherum so, dass der Kölnische Kunstverein seinerseits dem Filmclub 813 die vertraglich geregelte und seit Jahren praktizierte Zustimmung zur Überlassung an Dritte für eine Veranstaltung im Oktober 2020 verweigert hat. Ziel des vom Filmclub 813 eingeleiteten einstweiligen Verfügungsverfahrens war die Verpflichtung zur Erteilung dieser Zustimmung durch den Kölnischer Kunstverein. Der Antrag wurde aus bloßen prozessualen Gründen, die mit den Eigenheiten eines Verfügungsverfahren zusammenhängen, zurück-genommen, nicht etwa aus inhaltlichen Gründen. Zur Frage, ob dem Filmclub 813 gegen den Kölnischer Kunstverein ein Anspruch auf Erteilung der Zustimmung zustand, gab es vom Gericht keine Beurteilung.

Eine Eskalation ist nicht von Seiten des Filmclub 813 ausgegangen, sondern vom Kölnischen Kunstverein, welcher durch die Verweigerung seiner Zustimmung Veranstaltungen verhindert hat.

Aber auch der Filmclub 813 hat natürlich Interesse an einer Einigung mit dem Kölnischen Kunstverein, der die Räumlichkeiten seinerseits von der Stadt Köln zur Verfügung gestellt bekommt. Die Überlassung der Räume auf einer einfacheren und klareren Grundlage, welche es dem Kölnischen Kunstverein ermöglicht, die Regelungen einzuhalten und einhalten zu wollen, wäre begrüßenswert.

Der Filmclub 813 jedenfalls arbeitet im Sinne der Kultur an einer einvernehmlichen Lösung.

*****

Die Zweitunterzeichnerliste unseres Offenen Briefes vom 23.10.2020 – mit der wir nun auf insgesamt 672 MitzeichnerInnen kommen (Stand: 30.10.2020, 23:18 Uhr) – wird morgen übergeben und anschließend unter 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! veröffentlicht. Unter anderem geben sich darauf Volker Schlöndorff und Rudolf Thome* die Ehre.  (*Sein Kinofilm ROTE SONNE aus dem Jahr 1970 war der allererste Film, den der Filmclub 813 am 12.1.1991 öffentlich in einem Kino, der Filmpalette gezeigt hatte. Am 12.1.2021 jährt sich dieser Tag dann zum 30. Mal, ergo werden wir dann – hoffentlich – unser 30jähriges Vereinsjubiläum feiern!

Update 28.10.2020: Hier unser ungekürzter Video-Beitrag zur Präsentation des Filmclub 813 im Rahmen der virtuellen Preisverleihung. Er darf gerne geteilt werden!

https://vimeo.com/469526797/

Update 27.10.2020: Eilmeldung: Kinopreis des Kinematheksverbundes an den Filmclub 813 e.V. und sein Kino 813 in der BRÜCKE in der Kategorie „Kino, das bildet“ (2. Platz)

https://vimeo.com/472207354

Zur Zeit haben ca. 200 ZweitunterzeichnerInnen unseren Offenen Brief unterschrieben (Stand: 16:40 Uhr). Sobald die damit verbundenen Fleißarbeiten der Namensübertragung abgeschlossen sind, wird der aktualisierte Brief veröffentlicht, aber nicht vor morgen. Gerne immer noch weiterverbreiten. – Der/die 813. UnterzeichnerIn hat ein Jahr freien Eintritt! – Gewünscht sind in der Regel Einzelpersonen als MitzeichnerInnen. Gerne können auch ganze Listen an [email protected] geschickt werden.

Update 26.10.2020:  Der Flügelschlag des Schmetterlings in China zieht seine Kreise…

WDR-Kulturnachrichten: Prominente unterstützen Kölner Filmclub 813

filmverstand.net: Filmclub 813 droht das Aus

filmdienst.de: Lars Henrik Gass „Die Kinokultur der Zukunft“

Das 813-November-Programm findet man nun rechts außen unter der Rubrik „Demnächst“ (aus bekannten Gründen ohne Gewähr),

Update 25.10.2020: Den Offenen Brief an den Kölnischen Kunstverein findet man unter dem Menü-Button 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! (siehe oben). Der Brief wird regelmäßig aktualisiert. Wer nun mitunterzeichnen möchte, schicke bitte eine E-Mail mit den Angaben Vorname, Name, Tätigkeit, Wohnort, ggf. Land an diese E-Mail-Adresse: [email protected]
Der Offene Brief hatte zum Zeitpunkt der Übergabe am 23.10.2020 bereits 318+ Erstunterzeichner! – Das Spiel geht nun aber erst recht weiter mit dem Ausbau der UnterzeicherInnenliste auf eine stattliche Anzahl von 813, 8138, 81381 oder gar 813813!

Das 813-Kinoprogamm läuft bisher ungestört weiter! Wir gehen im Moment davon aus, dass dies erst mal so bleiben wird. – Das 813-November-Programm wird – wahrscheinlich – erst morgen veröffentlicht. Es liegt in den letzten Zügen…

Update 22.10.2020: Oben unter dem Button 8-1-3, NOUS RESTONS LÀ! findet Ihr einen aktuellen Radio-Beitrag von WDR 3, gesendet am 20.10.2020 in der 12-Uhr-Sendung „Kultur am Mittag“ und ein Solidaritäts-Schreiben des Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. an den Kölnischen Kunstverein zur Rücknahme der fristlosen Kündigung.

Update 15.10.2020: Gestern war unsere Vorstellung mit EIN ERFOLGREICHER BLINDGÄNGER – unter Corona-Bedingungen (36 Zuschauer = 20% der Kapazität sind zurzeit erlaubt) – ausverkauft!

Es kamen im Laufe des Abends aber weit mehr Sympathisanten einfach so vorbei, um uns Ihre Solidarität zu bekunden! Wir haben uns riesig gefreut.

Der erste Anruf des heutigen Morgens kam von unserem Anwalt und Licht am Horizont erscheint: Er trifft sich am 28.10. mit dem gegnerischen Kollegen, um eine grundsätzliche Klärung der hoffentlich nicht ganz verfahrenen Situation anzugehen.

Von der „Gegenseite“ wurde signalisiert, dass man eine Räumung inklusive Schlüsselsperrung wohl ab dem 16.10. aussetze.

Wenn dem so sei, liefe unser 813-Kinoprogramm tatsächlich ab Sonntag wie gewohnt weiter!!

Heute Abend um 20 Uhr werden wir persönlich vor Ort im Kino 813 in der BRÜCKE informieren und auch ein improvisiertes Filmprogramm als leicht verdauliche Kost anbieten.

„8-1-3, nous restons la!“

14.10.2020:
Die letzte Vorstellung im Kino 813 in der BRÜCKE?

Dem Filmclub 813 e.V. wurde vom Kölnischen Kunstverein am 8.10.2020 überraschend außerordentlich und fristlos gekündigt. Die Übergabe der überlassenen Räumlichkeiten wie Kinosaal, Filmvorführraum und Büro in geräumtem und besenreinem Zustand soll am 16.10.2020, 12 Uhr erfolgen. Die Kündigung ist ungerechtfertigt und zudem juristisch unwirksam.

Wir wissen zur Zeit nicht, ob der Kölnische Kunstverein dazu bewegt werden kann, diese Kündigung zu revidieren.

Um unser Recht durchzusetzen, das Kino 813 in der BRÜCKE weiter bespielen zu können, rechnen wir mit einer juristischen Auseinandersetzung.

Sofern der Kölnische Kunstverein an der fristlosen Kündigung festhält, würde heute, am Mittwoch, den 14.10.2020 um 20 Uhr, die letzte reguläre auf unabsehbare Zeit Vorführung stattfinden. Die Leinwand bliebe dann bis auf weiteres dunkel.

Diese Kündigung bedroht einen einzigartigen Kulturort und die Existenz des bundesweit prämierten Filmclub 813 (u. a. Lotte-Eisner-Preis 2017) im ehemaligen und traditionsreichen Kino im British Council. Alleinstellungsmerkmal ist die Projektion analoger Filmkopien zu über neunzig Prozent.

Seit der Schließung der Kölner Cinemathek ist der Filmclub 813 das einzige Kino in Köln, das sich in seinem Programm systematisch dem filmhistorischen Erbe widmet.

Köln würde um das letzte historische Kino ärmer. Deshalb brauchen wir jegliche Unterstützung und Solidarität.

Kommt heute Abend vorbei!

Wir zeigen Albert Finneys EIN ERFOLGREICHER BLINDGÄNGER aus dem Jahr 1968, u. a. mit Liza Minelli in Technicolor!

Wir werden um den Erhalt unseres Kinos kämpfen: „8-1-3, nous restons la!“

*****

Liebes Publikum!

Am 9.9. haben wir nach über 5 Monaten Pause wieder wie gewohnt mit unserem Programm gestartet. Nur die zurzeit üblichen Corona-Schutzmaßnahmen sind neu. Derzeit finden im Kino 813 in der BRÜCKE unter Beachtung des Sicherheitsabstands nur eine begrenzte Zahl von Zuschauern Platz. Dabei ist aber die Belegung von Mehrfachplätzen (2er, 3er oder 4er) möglich, sofern man aus einem Haushalt kommt. Das Foyer dient zurzeit nicht als Aufenthaltsort, lediglich zum Kauf der Eintrittskarten. Alle Zuschauer müssen sich gemäß der Corona-Schutzverordnung registrieren. Ausführliche Informationen und das Registrierungsformular liegen am Einlass aus.

Das Tragen eines eigenen Mund-Nasen-Schutzes ist nicht nur beim Betreten des Gebäudes verpflichtend, sondern seit Freitag 2.10.2020 auch am Sitzplatz während der Vorstellung.

Wir freuen uns wieder das Licht unser Filmprojektoren zum Strahlen zu bringen und hoffen, trotz der Einschränkungen, ein paar schöne Stunden im Kino bieten zu können!

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Hinweis: Die Rechte des verwendeten Bildmaterials auf dieser Website liegen bei den Rechteinhabern bzw. sind in seiner Verwendung genehmigt. Sollte es Fälle geben, bei denen ein Rechteinhaber nicht ausfindig gemacht werden konnte, so bitten wir diesen, sich bei berechtigten Ansprüchen beim Filmclub 813 zu melden.

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30 Jahre Filmclub 813 – Die Durchdringung von Kino und Leben