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Montag 8.10.2018 – 20 Uhr
Seret Festival
Film through Israel’s eyes
SIPUR AHAVA ERETZ-ISRAELI
(AN ISRAELI LOVE STORY)
ISR/USA/GB 2017 – OmU – 93 Min. – digital
Regie Dan Wolman
Buch Pnina Gary, Dita Guery
Kamera Ran Aviad – Musik Ori Vidislavski
Mit Adi Bielski, Aviv Alush, Idan Barkai, Maya Wertheimer

Geschichtsschreibung durch Kino, eine Geschichte um Liebe und politische Unabhängigkeit. Eli und Margalit lieben einander und blicken der Zukunft des Jüdischen Staates in die Augen. Der Film spielt 1947, im Milieu der Theaterwelt von Tel Aviv und in der Welt der Kibbutze. Margalit findet ihren Platz im Rampenlicht. Eli, der plant, sie zu heiraten, wird tiefer und tiefer in den Kampf um die Unabhängigkeit Israels hineingezogen.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten um die Liebesaffäre zwischen der Theaterschauspielerin Pnina Gary und Eli Ben-Zvi, dem Sohn des zweiten Staatspräsidenten Israels.

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Dienstag 9.10.2018 – 20 Uhr
Seret Festival
Film through Israel’s eyes
THE ESSENTIAL LINK: THE STORY OF WILFRID ISRAEL
ISR 2016 – OmU – 82 Min. – digital
Regie Yonatan Nir
Buch Ian Baer, Ophir Baer, Yonatan Nir
Kamera Yoav Kleinman – Musik Issar Shulman

Dieser Dokumentarfilm erzählt die Geschichte Wilfrid Israels – eines wohlhabenden jüdischen Geschäftsmanns und Inhabers des größten Berliner Kaufhauses in den 1930er Jahren. Er beteiligte sich an der Rettung zehntausender Jüdinnen und Juden und spielte eine Schlüsselrolle in der Aktion um die Kindertransporte aus dem nationalsozialistischen Deutschland.

Israel gehörte einer prominenten jüdischen Familie an und war mit den einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts bekannt. Über sein Leben und Wirken war lange so gut wie nichts bekannt.

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Mittwoch 10.10.2018 – 20 Uhr
Zum 80. Geburtstag von Romy Schneider (* 23.9.1938)
LES CHOSES DE LA VIE
(DIE DINGE DES LEBENS)
FRA/ITA/CH 1970 – OmeU – 89 Min. – 35mm
Regie Claude Sautet
Buch und Literaturvorlage Paul Guimard
Kamera Jean Boffety – Musik Philippe Sarde
Mit Michel Piccoli, Romy Schneider, Jean Bouise, Lea Massari

Was denkt und fühlt ein Mensch, wenn er stirbt, wenn er den Tod kommen sieht? Der Film ist, rein formal, eine Folge von Rückblenden, aus dem Unterbewusstsein eines Mannes, der in einen Autounfall gerät. Sautet dehnt die Sekunden vor und während des Unfalls über die Gedanken dieses Mannes, der den Zustand des Halbschlafes noch ein wenig genießt.

Erzählt wird aus der Summe der Nebensachen. Ein Autoreifen rollt über die Landstraße, aber den tödlichen Zusammenstoß, unter dessen Wucht er vom Fahrzeug fortgeschleudert wurde, sehen wir erst viel später. Dann sind da die Zigaretten: unablässig wird hier geraucht, eine Form des beredten Schweigens.

Romy Schneider fand bei Sautet ihren künstlerischen Hafen, sie wurde frei und erblühte. Die beiden drehten noch drei weitere Filme und man kann ihr wirklich dabei zusehen: zusehen, wie sie merkt, dass sie gesehen wird.

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Wir sind stolz, bekanntgeben zu können, dass der Filmclub 813 den diesjährigen Lotte-Eisner-Preis des Kinematheksverbundes gewonnen hat.

Die Jury-Begründung:
»Der Filmclub 813 e.V. erhält den Lotte-Eisner-Preis für sein ausgezeichnetes, erfrischend kreatives Programm, das Alt mit Neu, Stumm mit Ton, Kunst mit Pop und Konsenskanon mit Trash verbindet. Der Filmclub 813 liebt, sieht, kuratiert, empfiehlt und zeigt außergewöhnliche Filme (…) in der vorwiegend analogen Vorführpraxis. Sie haben in ihrem Jubiläums-Kinojahr 2016 das erste 813-Non-Stop-Kino-Wochenende mit einem wagemutigen Programm installiert, das sich nicht scheut „L’Etoile de Mer“ (1928) von Man Ray als Vorfilm zu einer 35mm-Kopie von „Der SpongeBob Schwammkopf Film“ aus dem Jahr 2014 zu zeigen. (…) Die Kurator*innen lassen sich von ihrer kritischen (Schau-)Lust und ihrem Kinowissen treiben, abseits eines vermeintlichen Kanons, und bereichern damit das Kinogeschehen. Die „Eisnerin“ wäre angetan von der vorbildhaft cine-enthusiastischen Programmarbeit und differenzierten Auseinandersetzung mit den Medien, Formaten und Inhalten von Film.«
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