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Samstag 20.10.2018 – 20 Uhr
Anlässlich der DVD-Veröffentlichung
WEISSE RITTER
D 2015 – s/w – 81 Min. – digital
Buch & Regie Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler
Kamera KaPe Schmidt – Musik Robert Nacken, Georg Reddig, Haifaboys
Mit Markus Mischkowski, Kai Maria Steinkühler, Jens Claßen, Claudia Basrawi, Steffi Gosejohann

Die beiden langzeitarbeitslosen Freunde Mike und Alfred werden von ihrem alten Kumpel Rasto als Mitarbeiter seines neuen Kurierdienstes rekrutiert und sollen wichtige Unterlagen „diskret“ nach Luxemburg bringen. Als Rasto jedoch, gecoacht von einer charmanten Consulterin, neue Methoden der Personalführung und Mitarbeitermotivation einführt und Alfred sich in die eigenwillige Tramperin Anja verliebt, gerät das Pilotprojekt schnell zu einem unwägbaren Unterfangen.

»Wie stets brillant gefilmt und mit jeder Menge existenzialistischer Lakonie unterlegt, ist auch dieser Film wieder ein Plädoyer für widerständiges Menschsein.«
(Kölner Stadtrevue)

Zu Gast: Markus Mischkowski & Kai Maria Steinkühler

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Sonntag 21.10.2018 – 19:15 Uhr
Zum 90. Geburtstag von Stanley Kubrick (* 26.07.1928)
FEAR AND DESIRE
USA 1953 – s/w – OF – 62 Min. – 35mm
Regie Stanley Kubrick
Buch Howard Sackler Kamera Stanley Kubrick Musik Gerald Fried
Mit Frank Silvera, Kenneth Harp, Paul Mazursky, Stephen Coit, Virginia Leith

Nachdem er Erfahrungen als Photograph und Kurzfilmregisseur sammelte, wagte sich Stanley Kubrick mit 25 Jahren an seine erste lange Produktion, einen allegorischen Antikriegsfilm über vier Soldaten, die im Territorium des Gegners stranden. Er konzipierte ihn als »das Drama des Menschen verloren in einer feindlichen Welt – materieller und spiritueller Grundlagen beraubt –, der einen Weg sucht, sich selbst und das Leben um ihn herum zu verstehen«. Schon bald nach der Premiere wollte Kubrick nicht mehr zu seinem Film stehen und hielt ihn unter Verschluss, doch seine »avantgardistischen, bizarr singulären, kunstvoll fotografierten« (Film Comment) Qualitäten sind unbedingt der Wiederentdeckung wert. Wir zeigen eine importierte Archivkopie aus der Library of Congress.

»Um an die dunklen Blüten von THE SHINING und FULL METAL JACKET zu gelangen braucht man den Samen, der sehr junge Stanley Kubrick pflanzte ihn in seinem schwermütigen, fesselnden, verleugneten Debüt.«
(Ferdinand F. Croce, cinepassion.org)

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Mittwoch 24.10.2018 – 20 Uhr
Filmmuseum Düsseldorf präsentiert…
DIE FLAMBIERTE FRAU
BRD 1983 – 104 Min. – 35mm
Regie Robert van Ackeren
Buch Catharina Zwerenz, Robert van Ackeren
Kamera Jürgen Jürges – Musik Peer Raben
Mit Gudrun Landgrebe, Mathieu Carrière, Hanns Zischler, Gabriele Lafari 

Eine junge Frau bricht mit ihrem geordneten Dasein und verdingt sich als Prostituierte, die auch die tiefsten Zwangsvorstellungen ihrer Kunden befriedigt. Als sie zwischen ihrem Beruf und ihrer Liebe zu einem Kollegen wählen muss, entscheidet sie sich erneut gegen das bürgerliche Leben. 

Van Ackeren hat diese Geschichte einer Transgression stilsicher und mit kühler Distanz in ein Melodrama übersetzt. Besonders der erste Teil, in dem Eva ihr Bild von der Rolle der Ehefrau mit gelassener Selbstverständlichkeit umkehrt, ihre Gefühle gleichsam anpasst und geradebiegt und damit die gesellschaftlichen Normen und Moralvorstellungen unterläuft, ist zu einer beklemmenden Metapher geworden. 

Einführung: Eleni Giannakoudi, Filmmuseum Düsseldorf

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Double Feature

Freitag 26.10.2018 – 20 Uhr
Dirty Pictures präsentiert … die gnadenlose Welt des Italowestern – Bud Spencer & Terence Hill Special (Teil 2)
HÜGEL DER BLUTIGEN STIEFEL
(LA COLLINA DEGLI STIVALI)
ITA 1969 – DF – 86 Min. – 35mm
Buch & Regie Guiseppe Colizzi
Kamera
Marcello Masciocchi – Musik Carlo Rustichelli
Mit Terence Hill, Bud Spencer, Woody Strode, Lionel Stander

Der verwundete Cat Stevens (Terence Hill) findet auf der Flucht vor einer Bande, die befreundete Goldgräber terrorisiert, Unterschlupf bei einem Wanderzirkus. Um abzurechnen, bittet er seinen alten Freund Hutch Bessy (Bud Spencer) um Hilfe…

HÜGEL DER BLUTIGEN STIEFEL bildet den Abschluss der Colizzi-Trilogie. Der Film wurde in Deutschland mehrfach synchronisiert und war lange Zeit nur noch in seiner Spaßversion bekannt. Wir zeigen aber die lange als verschollen geglaubte Erstaufführungskopie in der Synchronisation von Horst Sommer.

SIE VERKAUFEN DEN TOD
(UNA RAGIONE PER VIVERE E UNA PER MORIRE)
ITA/FRA/BRD/ESP 1972 – DF – 96 Min. – 35mm
Regie Tonino Valerii
Buch Ernesto Gastaldi, Rafael Azcona, Tonino Valerii
Kamera Alejandro Ulloa – Musik Riz Ortolani
Mit James Coburn, Bud Spencer, Telly Savalas, Reinhard Kolldehoff

Um dem Tod zu entrinnen, wird Colonel Pembroke (James Coburn) zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs beauftragt, mit einer Gruppe von Sträflingen das als uneinnehmbar geltende Fort Holman zu erobern. Für Stimmung in diesem Himmelfahrtskommando sorgt – neben der Aussicht auf Gold – der Tagedieb Eli Sampson (Bud Spencer).

Der spätere NOBODY-Regisseur Tonino Valerii stellt mit seiner Variante von DAS DRECKIGE DUTZEND sein Können unter Beweis. Auch sein Film kam passend zum Trend später als Komödie mit einer entsprechenden Synchronisation erneut in die Kinos. SIE VERKAUFEN DEN TOD läuft aber heute in der ursprünglich ernsten Fassung.

Sonderveranstaltung 8,13 € / 7,13 € / 6,13 €

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Samstag 27.10.2018 – 20 Uhr
Paris mon amour
DER BULLE VON PARIS
(POLICE)
FRA 1985 – DF – 113 Min. – 35mm
Regie Maurice Pialat
Buch Catherine Breillat, Sylvie Pialat, Jacques Fieschi
Kamera Luciano Tovoli – Musik Henryk M. Górecki
Mit Gérard Depardieu, Sophie Marceau, Sandrine Bonnaire, Richard Anconina

Ein veritabler Policier, eine knappe, geradlinige, dunkel-romantische, ausweglose Melange aus Krimi und Liebesgeschichte. Ein Film der intensiven Darsteller, wie so häufig bei Pialat, der oszilliert zwischen Realismus und emotionaler Überhöhung: Dépardieu ist hier ein Halbgott, gewalttätig, empfindsam, am Leben – und Sophie Marceau ist fantastisch als pathologische Lügnerin.

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Sonntag 28.10.2018 – 19:15 Uhr
Zum 100. Geburtstag von Ingmar Berman (* 14.7.1918)
WILDE ERDBEEREN
(SMULTRONSTÄLLET )
SWE 1957 – s/w – DF – 92 Min. – 35mm
Buch & Regie Ingmar Bergman
Kamera Gunnar Fischer – Musik Erik Nordgren
Mit Victor Sjöström, Bibi Andersson, Ingrid Thulin, Gunnar Björnstrand

Nach einer Todesvision reist ein alternder Medizinprofessor anlässlich seines Promotionsjubiläums von Stockholm nach Lund. Dabei wird die Autofahrt eine Reise zu sich selbst, die übergangslos zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität pendelt. Und der Rückblick auf ein vermeintlich erfolgreiches Leben wird zu einer Aufarbeitung persönlicher Niederlagen, die ihn zunehmend abweisend und verbittert werden ließen.

Bergman verarbeitete hier mehrere gescheiterte Beziehungen. Anders als in seinen späteren, zunehmend radikaleren Werken verzichtet er aber darauf, Schuld und Zweifel selbstzerstörend zu inszenieren. Er nähert sich dem alten Mann vielmehr verständnisvoll und feinfühlig und sucht einen versöhnlichen Weg. Dadurch ist WILDE ERDBEEREN trotz seiner komplexen Erzählweise nicht nur einer seiner zugänglichsten, sondern zugleich auch einer seiner poetischsten Filme.

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Donnerstag 1.11.2018 & Freitag 2.11.2018
THE 5th ANNUAL EUROPEAN
PHILIP K. DICK EUROPEAN SCIENCE FICTION FILM FESTIVAL

Zum dritten Mal ist das PHILIP K. DICK EUROPEAN SCIENCE FICTION FILM FESTIVAL im Filmclub 813 in Köln zu Gast. Wieder wird Festivalgründer Dan Albella an zwei Tagen knapp 30 Science Fiction-Kurzfilme vorstellen, die das Genre nutzen, philosophische Gedanken zu formulieren und sich – wie der geistige Vater Philip K. Dick – beispielsweise mit der Frage nach der Natur der Realität oder der Definition des Mensch-Seins auseinanderzusetzen. Dabei ist das Festival stets offen für alle Formen des Films: Klassischer narrativer Kurzfilm, Animation, Experimentalfilm oder Dokumentation.

Hier gibt es weitere Informationen.

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Wir sind stolz, bekanntgeben zu können, dass der Filmclub 813 den Lotte-Eisner-Preis 2017 des Kinematheksverbundes gewonnen hat.

Die Jury-Begründung:
»Der Filmclub 813 e.V. erhält den Lotte-Eisner-Preis für sein ausgezeichnetes, erfrischend kreatives Programm, das Alt mit Neu, Stumm mit Ton, Kunst mit Pop und Konsenskanon mit Trash verbindet. Der Filmclub 813 liebt, sieht, kuratiert, empfiehlt und zeigt außergewöhnliche Filme (…) in der vorwiegend analogen Vorführpraxis. Sie haben in ihrem Jubiläums-Kinojahr 2016 das erste 813-Non-Stop-Kino-Wochenende mit einem wagemutigen Programm installiert, das sich nicht scheut „L’Etoile de Mer“ (1928) von Man Ray als Vorfilm zu einer 35mm-Kopie von „Der SpongeBob Schwammkopf Film“ aus dem Jahr 2014 zu zeigen. (…) Die Kurator*innen lassen sich von ihrer kritischen (Schau-)Lust und ihrem Kinowissen treiben, abseits eines vermeintlichen Kanons, und bereichern damit das Kinogeschehen. Die „Eisnerin“ wäre angetan von der vorbildhaft cine-enthusiastischen Programmarbeit und differenzierten Auseinandersetzung mit den Medien, Formaten und Inhalten von Film.«

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Hinweis: Die Rechte des verwendeten Bildmaterials auf dieser Website liegen bei den Rechteinhabern bzw. sind in seiner Verwendung genehmigt. Sollte es Fälle geben, bei denen ein Rechteinhaber nicht ausfindig gemacht werden konnte, so bitten wir diesen, sich bei berechtigten Ansprüchen beim Filmclub 813 zu melden.

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